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Berlin zu kalt für E-Busse

Berlin zu kalt für E-Busse

Wenn man die Klimaerwärmung braucht, ist sie nicht da: In Berlin war es so kalt, dass Elektrobusse der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) ausfielen.

Die BVG setzt auf elektrisch und soll bis 2030 ihre Busflotte umstellen. In knapp zehn Jahren würde dann im öffentlichen Nahverkehr nur noch elektrisch gefahren werden.

Abgesehen von der Frage, woher der Strom für all diese Busse kommen soll, klingt das auf den ersten Blick alles sehr schön. Vor allem, wenn man sich einen angenehmen Berliner Sommerabend vorstellt. Aber was passiert, wenn es entgegen den Voraussagen schwedischer und deutscher Klimaalarmisten kalt wird und schneit?

Wir hatten im HALLO schon öfter darauf hingewiesen, dass Fahrzeuge mit Elektroantrieb Probleme bekommen, sobald die Temperaturen sinken. Vielleicht sind E-Autos eine gute Erfindung fürs sonnige Kalifornien. Für Berlin, in dem es alle Jahre wieder wirklich eisig werden kann, sind Elektroautos jedenfalls nach derzeitigem Stand der Technik nicht geschaffen.

Die „Berliner Morgenpost“ war sehr eifrig und hat genau gezählt, wie viele Busse ausgefallen sind. So waren es an einem einzigen Tag im Februar 23 Stück. Notgedrungen mussten mit Diesel betriebene Busse eingesetzt werden.

Das ist so ähnlich wie bei den herkömmlichen Kraftwerken, die für Strom sorgen, wenn mal der Wind nicht weht oder die Sonne nicht scheint. Dann freuen sich alle, dass Kohle- oder Atomkraftwerke da sind. Aber die werden nach und nach außer Dienst gestellt. Woher kommt dann der Strom? Und wenn es nur noch Elektrobusse gibt, woher kommen die fahrtüchtigen Busse, wenn es kalt wird? Das sind alles Fragen, die im Deutschland des Jahres 2021 kaum noch einer zu stellen wagt.

Probleme bekommen die Elektrobusse ab zehn Grad minus, berichtete die „Berliner Morgenpost“. Die Busse seien zwar über Nacht aufgeladen worden, aber die Busse hatten nicht die Reichweite, die sie eigentlich hätten haben sollen. Daher mussten sie durch Dieselbusse ersetzt werden.

Eine BVG-Sprecherin bestätigte das Desaster. Vor allem Busse des Typs Solaris, die nach Herstellerangaben nach dem Aufladen 130 Kilometer fahren sollten, schafften diese Strecke nicht immer.

Dann erfolgte die Erklärung, über die der HALLO schon berichtet hatte, als es um die elektrisch betriebenen Postautos ging. Postmitarbeiter hatten sich darüber beschwert, dass sie im Winter die Wahl hätten: Entweder schaffen sie mit ihrem E-Vehikel die vorgesehene Strecke nicht und bleiben mitten auf der Straße stehen oder sie müssen bei klirrender Kälte die Heizung abstellen, weil die zu viel Saft zieht.

Genauso war es auch bei der BVG: Die Heizung der Busse verbraucht bei Minustemperaturen so viel Energie, dass die Busse nur eingeschränkt einsatzbereit sind.

Die Sprecherin betonte, dass die Busse nicht auf offener Strecke stehen geblieben seien, wie sich das manch einer vielleicht vorgestellt hat. Fahrten mussten aber abgebrochen werden, weil der Bus schneller als erwartet an die Steckdose musste.

Die BVG setzt derzeit 123 Solaris-Elektrobusse ein. Die Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) würde es gern sehen, wenn bis zum Jahr 2030 alle 1400 BVG-Fahrzeuge mit Elektroantrieb fahren.

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