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Mit Elektrobooten unterwegs

Mit Elektrobooten unterwegs

Von der Bangkoker Stadtverwaltung (BMA) eingeführte Elektroboote halten an einigen der beliebtesten Ziele Bangkoks und sind für Passagiere bis Juni kostenlos.

Das Piepen der Hupe war ziemlich laut. Es kam von einem elektrisch angetriebenen Boot mit flachem Boden, das entlang des Klong Phadung Krung Kasem fuhr. Der Bootsführer gab das Signal, und die Passagiere am Hua Lamphong Pier wurden über die Ankunft des Bootes informiert.

Ich hob meinen Arm, so als wollte ich ein Taxi anhalten. Das Boot näherte sich allmählich dem Pier.

„Bitte kommen Sie an Bord und achten Sie auf Ihren Kopf“, sagte ein Besatzungsmitglied, während das Boot am Pier befestigt wurde.

Der Eingang befindet sich in der Bootsmitte. Da die Decke niedrig ist, neigte ich meinen Kopf, während ich über eine Treppe ins Bootsinnere gelang. Mein Bootsführer war eine Frau. Sie trug ein gelbes Kurzarm-Poloshirt mit einem Logo von Krungthep Thanakom, dem Geschäftszweig der BMA, der den Bootsservice verwaltet.

Die Sitze sind in zwei Reihen mit insgesamt zwölf Sitzen angeordnet. Jeder Sitz ist für zwei Passagiere ausgelegt, aber jeweils ein Platz muss leer bleiben, um während Corona soziale Distanz zu schaffen. Der QR-Code für das Nachverfolgungs-App Thai Chana (Thailand gewinnt) war an Bord oder am Pier allerdings nicht verfügbar.

Im Boot befanden sich einige Passagiere. Ich setzte mich in die erste Reihe. Ein Besatzungsmitglied kam mit einem Anmeldeformular auf mich zu. Hier sollte ich alles über meine Bootsfahrt notieren: Meinen Namen, meine Telefonnummer, den Zeitpunkt meines Reisebeginns, wo ich ins Boot gestiegen war und wo und wann ich von Bord gehen würde. Der Mann sagte, die Daten würden verwendet, um die Passagiere zu alarmieren, falls eine Infektion an Bord gemeldet werden sollte.

Das Elektroboot ist ein Shuttleservice zwischen dem Pier des Bahnhofs Hua Lamphong und dem Pier Talat Devaraj. Die Strecke ist ca. fünf Kilometer lang und hat elf Haltestellen, darunter die Anlegestellen Yot Se, Ratchadamnoen Nok und Thewet. Eine einfache Fahrt dauert etwa 30 Minuten.

Das Projekt wurde 2014 von Premierminister General Prayuth Chan-ocha initiiert, dessen Ziel es ist, die Atmosphäre des „Venedig des Ostens“ durch die Wiederbelebung des Bootstransports anhand eines Kanalnetzes wiederherzustellen. 2016 plante er, im Rahmen von „Smart City“ alle öffentlichen Verkehrsmittel wie Hoch- und U-Bahn, Busse und Boote miteinander zu verbinden.

Der Testlauf für den Bootsservice in Klong Phadung Krung Kasem begann im September 2016. Die Boote wurden mit Kraftstoff betrieben. Vier Jahre später wurden Boote auf Solarzellenstrom umgerüstet. Mit dem Projekt wurde am 27. November 2020 offiziell begonnen. Der Service ist für sechs Monate kostenlos. Ab Juni 2021 beträgt der Fahrpreis zehn Baht pro Fahrt – auch nicht gerade viel.

Die BMA hat in acht Elektroboote zum Stückpreis von sechs Millionen Baht investiert. Das Glasfaserboot ist zehn Meter lang und drei Meter breit. Es wird von zwölf Sonnenkollektoren auf dem Dach angetrieben. 30 Sitzplätze befinden sich auf dem Boot. Während Corona ist die maximale Kapazität jedoch auf 15 Passagiere begrenzt. Die maximale Reisegeschwindigkeit beträgt 17 km/h.

„Die nächste Station ist der Nakhon Sawan Pier oder Talat Nang Loeng. Möchte jemand aussteigen?“, fragte ein anderes Besatzungsmitglied.

Ich hob meine Hand.

Dann rief er: „Docking am Nakhon Sawan Pier. Passagiere, bitte von Bord gehen.“

Das Boot steuerte langsam zum Pier. Während ich aus dem Boot steigen wollte, knallte mein Kopf an die Decke. „Aua! Das tut weh“, sagte ich.

„Seien Sie vorsichtig und ziehen Sie den Kopf ein“, sagte das Besatzungsmitglied. Er wiederholte das auch für die Leute, die einstiegen.

Ich wanderte auf dem Markt Nang Loeng herum, bevor ich meine Reise zu meiner letzten Station am Pier Talat Devaraj fortsetze, um den Tempel Wat Devaraj Kunchorn und den Pflanzenmarkt Thewet zu besuchen.

Als ich von Nang Loeng zum Nakhon-Sawan-Pier zurückging, überprüfte eine Mitarbeiterin von Krungthep Thanakom, die auf dem Pier stationiert war, meine Temperatur mit einer Temperaturpistole. Auf dem Stuhl mit einem Schreibblock hatte sie ein Händedesinfektionsmittel und ein Klemmbrett mit einem Anmeldeformular. Sie bat mich, das Formular auszufüllen. Ich wartete ungefähr 20 Minuten auf das nächste Boot.

Ich bemerkte, dass dieses Pier und einige andere keine Sitzplätze für wartende Passagiere oder ein Dach hatten, um Schatten zu spenden oder die Leute vor Regen zu schützen. Behindertengerecht ging es hier auch nicht zu.

Trotz des Mangels an diesen grundlegenden Einrichtungen war meine Reise entlang der Wasserstraße recht angenehm. Es tat auch gut, die Altstadt von Bangkok einmal aus einem anderen Blickwinkel zu sehen. Es gibt einige alte Gebäude, darunter das Büro der thailändischen Staatsbahn und das Regierungsgebäude, das mit Stacheldraht eingezäunt ist.

Obwohl ich von Zeit zu Zeit das verschmutzte Wasser riechen und Plastikmüll im Kanal schwimmen sah, bemerkte ich lebhafte Fische. Einige Leute fischten an einigen Stellen entlang der Wasserstraße mit Netzen, einer Rute oder sogar einem langen Plastikseil.

Ich mochte die Fahrt mit dem Elektroboot, da es nicht so laut ist wie die Boote mit den Dieselmotoren. Aufgrund der geringen Geschwindigkeit musste ich mir keine Sorgen über spritzendes Wasser machen. Die „E-Fähre“ hat es nicht eilig, sodass die Passagiere mit ihrer eigenen Geschwindigkeit ein- und aussteigen können. Darüber hinaus ist die Bootsbesatzung höflich.

Der reibungslose Bootsbetrieb kann weiterentwickelt werden. Am Wochenende könnten Boote beispielsweise mit einem Reiseleiter für Freizeitkreuzfahrten benutzt werden. Damit würde die BMA ihren Service weiter aufwerten.

Post source : https://www.bangkokpost.com/travel/2054579/a-quiet-canal-cruise

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