Header Banner
Header Banner
Header Banner

Koh Lan verdurstet

Koh Lan verdurstet

Vor fast zehn Jahren wurde überlegt, ob man eine Pipeline von Pattaya nach Koh Lan bauen soll, um die Ferieninsel mit Wasser zu versorgen. Jetzt, neun Jahre später, leidet die Insel immer noch unter Engpässen, da die Entsalzungsanlage auf Koh Lan ausgefallen ist.

Bürgermeister Sonthaya Kunplome inspizierte den traurigen Zustand der Wasserversorgung auf Koh Larn und stellte fest, dass die Entsalzungsanlage der Wasserwerke East Water derartig schlecht gewartet wurde, dass sie geschlossen werden musste.

Die Inselbewohner müssen dafür teuer bezahlen: das Trinkwasser wird vom Festland auf die Insel geschafft und kostet entsprechend viel Geld.

East Water sagte, die Anlage sei seit 20 Jahren in Betrieb, aber der Teich, in den das aufzubereitende Meerwasser gepumpt wird, sei verdreckt. Außerdem seien das Fundament kaputt und die Pumpen ausgefallen.

Doch selbst wenn die Entsalzungsanlage voll funktionsfähig wäre, würde sie nur genug Leitungswasser produzieren, um knapp die Hälfte der Einwohner auf der Insel zu versorgen, sagte Sonthaya. Er forderte East Water daher auf, die Anlage nicht nur zu reparieren, sondern auch zu modernisieren, um die zehnfache Trinkwasserproduktion von 3000 Kubikmeter pro Tag zu ermöglichen.

Allerdings weiß niemand, ob oder wann East Water Reparaturen und eine Modernisierung durchführt.

Die einzig weitere dauerhafte Option ist daher die Wiederaufnahme des längst vergessenen Plans, eine Pipeline vom Festland zur Insel zu verlegen, mit der Trinkwasser nach Koh Lan gepumpt werden könnte.

Die staatlichen Wasserwerke der Provinz Chonburi schätzten 2012 die Kosten für die Pipeline und die Pumpstationen auf 20 Millionen Baht.

Die Stadt gab daraufhin eine Studie in Auftrag, bei der auch die Einwohner befragt wurden. Die Ergebnisse, die 2014 veröffentlicht wurden, zeigten, dass nur fast 35 Prozent der Einwohner für die Pipeline waren. Über 65,4 Prozent waren dagegen oder es war ihnen egal.

Die Pipeline vom Festland in Banglamung zur Insel wäre etwa 24,7 Kilometer lang. Die Kosten des Projekts wurden  in der Studie allerdings mit 495 Millionen Baht beziffert, ein Vielfaches der Schätzung der Wasserwerke. Das Rohr sollte einen Durchmesser von 63 Zentimetern haben, und es hätte bis auf ein Korallenriff vor der Insel keine Hindernisse gegeben.

Eine kostengünstigere Variante wäre eine Pipeline mit einem Durchmesser von 50 Zentimetern. Das Rohr führte in dieser zweiten Variante von Photisampan nach Koh Lan, das wären nur 13,7 Kilometer. Die Kosten wurden in der Studie auf 288,2 Millionen Baht geschätzt.

Bei einer dritten Option wäre ein 50-Zentimeter-Rohr von Thappraya nach Koh Lan verlegt worden. 13 Kilometer für 227,7 Millionen Baht.

Die Hälfte der befragten Einwohner äußerte jedoch bedenken über die Auswirkungen des Pipeline-Projekts auf die Umwelt, die Kosten, den Zeitaufwand des Baus und die Frage, ob die Pipeline auch genügend Wasser liefern würde.

Das Projekt wurde eingestellt und verschwand auf Nimmerwiedersehen in der Schublade. Koh Lan musste sich neben der Entsalzungsanlage auf Tankschiffe der thailändischen Marine verlassen.

Etwas schneller dagegen dürfte es mit der geplanten Müllverbrennungsanlage auf der Insel vorangehen. Die Müllverbrennungsanlage gilt als Dreh- und Angelpunkt der neuen Abfallbehandlungsstrategie der Ferieninsel.

Bürgermeister Sonthaya inspizierte den Standort für die Verbrennungsanlage sowie für ein geplantes „Umweltlernzentrum“. Er sagte, dass beide Projekte ausgeschrieben wurden.

Er fügte hinzu, dass nach Jahren der Vernachlässigung die Abfallbehandlung auf Koh Lan endlich die volle Aufmerksamkeit der Stadt erhält, da eine Kläranlage bereits genehmigt wurde und die öffentliche Anhörungsphase durchlaufe.

Post source : https://www.pattayamail.com/news/9-years-after-pattaya-water-pipeline-proposal-larn-island-dying-of-thirst-342365 https://www.pattayamail.com/news/pattaya-opens-bidding-for-koh-larn-incinerator-342352

Beiträge