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Die Film- und Serienkritik

Die Film- und Serienkritik

Knight of Cups (USA 2015)

Das ist der zweite Film einer Trilogie von Terrence Malick. Der erste Film ist „To the Wonder“ (2012), und die Fortsetzung ist „Song To Song“ (2017).

„Knight of Cups“ aus dem Jahr 2015 handelt von einem Schriftsteller (Christian Bale), dem die Worte ausgegangen sind. Er schreibt nicht und spricht auch nicht, ausgenommen sind Kommentare aus dem Off.

Der Film beginnt damit, dass er durch eine Wüste wandert. Die Sonne geht gerade auf, ein Lieblingsmotiv von Malick.

Der Schriftsteller ist auf der Suche. Auf dieser Suche helfen ihm mehrere Frauen. Wie lange er mit jeder zusammen ist, bis er sich trennt, bleibt wie so viele andere Dinge im Dunkeln. Da muss sich der Zuschauer selbst seine Gedanken machen. Der Mann sucht, die Frauen suchen. Auch die Kamera sucht, während sie sich auf Architektur, Wasser, Himmel und Sonne konzentriert.

Der Schriftsteller – und das dürfte kein Spoiler sein – ist nicht der erste, der nach dem Sinn des Lebens sucht, und das Ergebnis dieser Suche dürfte für alle Suchenden ähnlich sein. So auch hier.

Bei den anderen Filmen der Trilogie steht ebenfalls die Suche im Vordergrund, hier aber wird es am Deutlichsten.

„Knight of Cups“ ist viel extremer als „To the Wonder“, und der Film war schon schwierig. Bei „Knight of Cups“ sind verschiedene Szenen montiert, die genauso verworren sind, wie das Leben des Protagonisten. Im Vergleich hierzu wird „To the Wonder“ geradezu stringent erzählt.

Greenland (USA 2020)

Ein Komet kommt der Erde gefährlich nahe. Der Mainstream beschwichtigt: Es besteht keine Gefahr. Als die ersten Brocken auf der Erde einschlagen, merken die Menschen, dass sie von der Regierung ruhig gestellt wurden. In Wirklichkeit schweben alle in Lebensgefahr.

Im Mittelpunkt des Films stehen ein Familienvater, seine Frau und der gemeinsame kleine Sohn. Sie sollen vor der Katastrophe von der US Air Force ausgeflogen und an einen sicheren Ort gebracht werden. Unterwegs werden sie allerdings getrennt, und jeder versucht irgendwie, die anderen Familienmitglieder zu finden.

Zwischen Zivilisation und Barbarei liegen drei Mahlzeiten, heißt es so schön. Da ich dieses Thema immer wieder aufs Neue faszinierend finde, kann ich mich auch immer wieder für dieses Genre begeistern.

Ich fand den Film von Anfang an spannend. Man weiß als Zuschauer zunächst nicht so recht, wohin das alles führt, rechnet aber schon zu Beginn mit dem Schlimmsten. Nach und nach lässt diese Ungewissheit allerdings nach, denn es werden die typischen Bahnen eines Films dieses Genres eingeschlagen. Drama und Action wechseln sich ab, der Zuschauer bekommt genau das, wonach seine Sehgewohnheiten verlangen. Es ist eben ein typisch amerikanischer Film.

Wie es in amerikanischen Filmen so üblich ist, steht im Mittelpunkt eine Familie, die beschützt werden muss, koste es, was es wolle. Da heiligt der Zweck alle Mittel. Vater und Mutter standen wohl kurz davor, sich zu trennen. Die Dinge, die sie in diesem Film erleben, dürfte sie eines Besseren belehren. Da ist von Trennung nicht mehr die Rede, nur noch von Zusammenhalt und Kampf ums Überleben. Eine vor Kitsch triefende Geschichte, wie sie Hollywood schon tausendfach erzählt hat.

The Sound of Metal (USA 2019)

Ich habe einen Musikfilm erwartet und wurde mit einem knallharten Drama konfrontiert. Erwartet hatte ich einen Trommelfilm wie Whiplash oder vielleicht etwas Humoriges wie School of Rock – nur eben mit Heavy Metal.

Heavy Metal gibt es auch in den ersten fünf Minuten des Films. Und dann kehrt Stille ein. Leise Geräusche werden wichtig wie das Zirpen der Grillen oder das Rauschen der Blätter im Wind. Der Film ist genau so poetisch wie diese Beschreibung klingt.

Erzählt wird die Geschichte eines Schlagzeugers, der kein Musiker mehr sein kann und alles daran setzt, wieder da anzufangen, wo er aufgehört hat. Nur ist das gar nicht so einfach.

Ein wunderbarer Film mit einem tollen Riz Ahmed in der Hauptrolle. JC

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