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Sargnagel für neuen Staudamm in Laos?

Sargnagel für neuen Staudamm in Laos?

Die geänderte Haltung der thailändischen Regierung gegenüber dem Sanakham-Damm am Mekong River in Laos könnte ein Sargnagel dieses von chinesischen Investoren vorgeschlagenen Wasserkraftprojekts sein.

Es ist das erste Mal, dass Thailand, sonst immer für Staudämme, sich gegen einen Damm am Mekong River ausgesprochen und damit die Staudammindustrie verärgert hat. Das Sanakham-Projekt, zwei Kilometer von Chiang Khan in der Provinz Loei entfernt, sollte die thailändischen Elektrizitätswerke (Egat) mit Strom versorgen.

Somkiat Prajamwong, Generalsekretär der Behörde für nationale Wasserressourcen hatte in Bangkok gegenüber den Medien erklärt, dass Thailand mit dem Projekt nicht einverstanden sei und das Land erwäge, keinen Strom zu kaufen, der mit diesem Staudamm erzeugt wird.

Der Beamte, der auch Vorsitzender des Ausschusses der Mekong-Kommission (MRC) ist, stellte außerdem fest, dass der Stromüberschuss in Thailand so groß sei, dass es nicht notwendig ist, weiteren Strom aus Laos anzukaufen.

Laut Somkiat zeigte sich das thailändische Kabinett besorgt über die ökologischen Auswirkungen des Sanakham-Staudamms. Daher wird es seine Entscheidung rückgängig machen und öffentliche Anhörungen in acht thailändischen Provinzen entlang des Mekong durchführen.

Die eigentliche Sorge um den Sanakham-Damm beruht jedoch eher auf der nationalen Sicherheit, da seine Lage die Flussmitte verändern könnte, die als natürliche Grenze zwischen Thailand und Laos dient.

Das Projekt wird von einer Tochtergesellschaft von Datang International Power Generation, einem staatlichen chinesischen Energieunternehmen, entwickelt. Ziel des Projektes ist es, Strom an Thailand zu verkaufen. Ursprünglich sollte der Bau Ende 2020 beginnen und der Staudamm 2028 in Betrieb genommen werden.

Thailand ist ein bedeutender Stromabnehmer und Investor bei Wasserprojekten am Mekong River. Staudämme in Laos sind eine Alternative zu Kohlekraftwerken, die bei Anwohnern immer wieder auf Widerstand stoßen.

Große Geschäftsbanken, darunter die thailändische Exim Bank und die Krung Thai Bank mit dem Finanzministerium als Hauptaktionär, haben Staudammprojekte finanziert. Der größte Teil des von laotischen Staudämmen erzeugten Stroms wird an die Egat verkauft.

Der Sanakham-Damm mit einer Leistung von 684 Megawatt ist nur ein weiteres Beispiel dafür, dass die zahlreichen Wasserprojekte am Mekong Probleme mit sich bringen.

Es ist das sechste Wasserkraftprojekt, das die laotische Regierung im Rahmen ihrer Politik unter dem Motto „Batterie Asiens“ entwickelt hat, um Strom an ASEAN-Länder zu verkaufen. Tatsächlich haben Bürgerrechtsgruppen und Gemeinden vor Ort zwei Jahrzehnte lang ohne große Unterstützung der thailändischen Regierung gegen diese Wasserprojekte protestiert.

Der nächste Schritt der Regierung bestünde eigentlich darin, Gespräche zu führen, mit denen sie ihre Zustimmung zu anderen Wasserprojekten zurückzieht, die sich auf negativ auf das Leben der Anwohner und die Umwelt auswirken.

Die thailändische Regierung könnte einfach die Rechte der Gemeinden entlang des Flusses anerkennen, indem sie den Anwohnern Selbstbestimmung ermöglicht und eine faire und ethische Finanzierungs- und Stromeinkaufspolitik betreibt.

Post source : https://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/2026607/nail-in-coffin-for-lao-dam-

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