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Schöne neue Corona-Welt

Schöne neue Corona-Welt

Was im Namen Coronas zurzeit alles passiert, ist kaum noch in Worte zu fassen. Wir erleben live eine Mischung aus 1984 (Autor: George Orwell) und Schöne neue Welt (Autor: Aldous Huxley).

Die beiden Autoren hätten sich wohl im Traum nicht vorgestellt, wie zukunftsweisend ihre Bücher sind. Auf der einen Seite Huxley, der eine Spaßgesellschaft beschreibt, die sich zu Tode amüsiert. Aber nur die Privilegierten dürfen Spaß haben, die breite Masse muss schuften und das Leben der oberen Zehntausend finanzieren. Auf der anderen Seite Orwell, der mit seinem 1948 geschriebenen Roman eine Gesellschaft beschrieb, die den Sozialismus bekämpft, aber genau das ist: eine sozialistische Mangelgesellschaft ohne Meinungsfreiheit, in der alle Bürger überwacht werden.

Man kann langsam den Eindruck gewinnen, dass die gesamte westliche Welt den Sozialismus ausprobieren will. Das Scheitern der sozialistischen bzw. kommunistischen Modelle der Vergangenheit scheint vergessen. Leider auch in Deutschland. Seit dem Mauerfall sind über 30 Jahre vergangen. Offenbar reicht die Zeitspanne von rund einer Generation aus, um die Historie eines Landes in den Nebel des Vergessens versinken zu lassen. Und wenn sich doch jemand erinnert, dann heißt es: Der damalige Sozialismus war nicht der richtige Sozialismus, aber der nächste Sozialismus wird bestimmt der bessere Sozialismus.

Nur wenn die ganze Welt Richtung Sozialismus marschiert, wird niemand mehr da sein, der diese von dem Joch des Kommunismus befreit und mit dem durch den Kapitalismus erwirtschafteten Kapital die sozialistischen Länder aus der Armut befreit. In den ehemaligen Ostblockländern wie beispielsweise Polen ist die Zeit des Sozialismus jedenfalls unvergessen – denn die Menschen leiden noch bis heute unter den Auswirkungen.

Hofften wir nicht alle, dass wir das vermaledeite Jahr 2020 hinter uns lassen können, weil im neuen Jahr Corona kein Thema mehr ist? Das Gegenteil scheint der Fall zu sein. 2020 war offensichtlich nur ein Vorgeschmack dessen, was der Menschheit 2021 blüht. Wenn das alles so weiter geht, dann wird 2021 das bitterste Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs.

Alle hatten doch gehofft, dass es Weihnachten einen Lichtblick gibt, das Weihnachten 2020 nicht nur ein Familienfest ist, mit dem die Geburt Jesu gefeiert wird, sondern es auch ein Neuanfang geworden wäre.

Stattdessen mussten die Menschen immer neue Restriktionen über sich ergehen lassen – vor allem, und das möchte ich an dieser Stelle immer wieder betonen – in der westlichen Welt.

Hier hat man sich bei der Eindämmung von Corona weitestgehend an das chinesische Modell gehalten. Eindämmung bedeutete in China: Häuser, Stadtviertel, Städte und Regionen abzuriegeln und die Menschen zu Hause einzusperren.

Wenn man den chinesischen Zahlen glauben will, dann ist Corona dort kein Thema mehr. Hier lebt man ganz normal wie vor Corona, die Konjunktur hat sich erholt, China dürfte 2020 im Vergleich mit den anderen Ländern der Welt mit das größte Wirtschaftswachstum haben. Die genauen Zahlen liegen noch nicht vor, aber es zeichnete sich Ende des Jahres ab, dass es um die sechs Prozent beträgt.

Wenn in Deutschland im Jahr 2020 die Wirtschaft „nur“ um sechs Prozent schrumpfte, dann hat man da wohl noch Glück gehabt.

Die deutsche Regierung hat sich nicht nur am chinesischen Modell orientiert, sondern es noch weiter ausgebaut. Das Einsperren der Bürger oder zumindest das Verbot all dessen, was Kultur und Freizeit betrifft, scheint in Deutschland zum Dauerbrenner geworden zu sein. Man darf zur Arbeit. Natürlich, denn die Leute sollen ja Steuern bezahlen. Dann dürfen sie einkaufen gehen – und das war es so ziemlich. Da alles zwangsweise geschlossen ist, bleiben nicht viele Freizeitmöglichkeiten. Kein Theater oder Kino, kein Restaurant, keine Kneipe, kein Sport.

Allein die Diskussion darüber, ob Weihnachten im Familienkreis gefeiert werden durfte – und wenn ja, mit wie vielen Familienmitgliedern –, zeigt doch, zu welchem Land Deutschland geworden ist. Ein Land, das einmal für Freiheit und Demokratie stand und deshalb quasi eine Vorbildfunktion in der Welt hatte. Ein Land, in dem man einmal gut und gerne gelebt hat. Jetzt nicht mehr.

Der Niedergang der Freiheit (Freiheit gibt es nur noch für die Leute, die die „richtige“ Meinung vertreten und die „richtigen“ Dinge tun – alles andere ist Rechts) geht einher mit dem Niedergang der Wirtschaft.

Das liegt aber nicht nur an Corona, sondern wurde zuvor schon in die Wege geleitet. Deutschland hat mit die modernsten Atomkraftwerke der Welt gebaut. Der Atomausstieg hat dieser viel versprechenden Industrie ebenso das Aus beschert wie der Zwang, dass die Automobilindustrie – das Rückgrat der deutschen Wirtschaft – Elektroautos bauen soll.

Abgesehen davon, dass es wegen des Atom- und Kohleausstiegs nicht genügend Strom geben wird, um die ganzen Elektromobile anzutreiben, wandert die Industrie nach und nach ins Ausland ab.

Komischerweise wird das nur noch Schulter zuckend zur Kenntnis genommen. Als BMW bekannt gab, München aufzugeben, um Motoren in China zu bauen, hatte das keine Folgen. Frühere Kanzler wären doch sofort nach München gefahren, hätten mit der BMW-Geschäftsführung eine Sondersitzung einberufen und um Arbeitsplätze in Deutschland gekämpft. Doch jetzt sind die Reaktionen der deutschen Politik auf die Ankündigung von BMW gleich null. Interessiert nicht.

Da denken einige vielleicht an den bei vielen unbeliebten US-Präsidenten Donald Trump, der Steuern für Arbeitnehmer, aber vor allem auch für Arbeitgeber senkte, damit Unternehmen in die USA zurückkehren. Auf diese Weise schaffte er in den USA Arbeitsplätze. In Deutschland machen die Politiker genau das Gegenteil: Je mehr Arbeitslose, umso besser für Deutschland, scheint die deutsche Regierung zu denken.

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