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Atemberaubende Aussicht

Atemberaubende Aussicht

Ein neuer gläserner Skyway zieht Besucher im Bezirk Chiang Khan in der Provinz Loei an. Es gibt aber noch viel mehr zu sehen.

Die goldene Buddha-Skulptur steht hübsch auf dem Hügel Phu Khok Ngio (auch Phu Khok Ngiew geschrieben) in Loeis Bezirk Chiang Khan. Vor dem Bild befindet sich ein neu gebauter Skywalk mit Glasboden, der an einem Ufer des Zusammenflusses der Flüsse Hueang und Mekong errichtet wurde.

Der Skyway ist die neueste Attraktion in der Provinz. Er liegt etwa 23 Kilometer westlich der Altstadt von Chiang Khan. Seit der Eröffnung Mitte dieses Jahres, werden täglich ein paar tausend Besucher begrüßt.

„Die Zahl der Besucher steigt an Wochenenden und Feiertagen auf etwa 5000 pro Tag“, sagte ein Mitarbeiter am Eintrittskartenschalter. An Verkehrsstaus in diesem landwirtschaftlichen Gebiet, in dem früher nicht viel war, werden sich die Einheimischen wohl bald gewöhnen müssen.

Bevor es auf den Hügel gehen, muss jeder Besucher eine Maske tragen und an einem Covid-Screening-Checkpoint eine Körpertemperaturprüfung über sich ergehen lassen. Ein Songthaew-Shuttle ist verfügbar, da Privatwagen nicht auf den Hügel fahren dürfen, denn dort gibt es nur wenig Platz. Die Fahrt ist ziemlich kurz, da die Entfernung nur 850 Meter beträgt.

Wenn ein Besucher oben ankommt, muss er eine Wartenummer ziehen. Bei Gruppen können das schnell 50 Nummern werden. Ein Freiwilliger verteilt Überschuhe, damit die Besucher keine Spuren auf der Glasoberfläche des Skywalks hinterlassen. Alle zehn bis 15 Minuten werden Warteschlangennummern aufgerufen, mit der Besucher den Skywalk gruppenweise betreten können.

Wenn man so viele Touristen auf dem Skyway sieht, stellt sich natürlich die Frage nach der strukturellen Kapazität.

„50 Personen dürfen sich auf dem Skywalk gleichzeitig befinden“, antwortete ein Mitarbeiter auf die Frage.

„Glaubst Sie nicht, dass das da mehr als 50 Leute sind?“

„Sie müssen sich keine Sorgen machen. 50 Personen gleichzeitig sind kein Problem. Gehen Sie jetzt weiter, wenn Sie auf den Skywalk wollen”, sagte er und beendete damit die Diskussion.

Von Zeit zu Zeit plärrt über einen Lautsprecher die Aufforderung an die Besucher, sie sollen sich beeilen.

Ich machte langsam meine ersten Schritte. Der erste Teil der Struktur ist eine Stahlgitterfläche, die mit dem Glasboden verbunden ist. Obwohl jede Glasscheibe vier Zentimeter dick ist und bis zu 500 Kilo pro Quadratmeter tragen kann, habe ich versucht, nicht in der Mitte zu gehen. Viele Besucher, darunter Senioren und Kinder, gingen langsam an den Seiten entlang und hielten sich an dem Geländer fest. Einige Kinder weigerten sich, auf dem Glas herumzulaufen. Ihre Eltern mussten sie auf den Arm nehmen.

Es ist sicher ein bisschen beängstigend für diejenigen, die Höhenangst haben. Der Skywalk ist 19 Meter hoch. Als wir ihn betraten, war es, als würden wir auf dem Dach eines 30-stöckigen Gebäudes gehen. Beim Blick auf den trüben Mekong River sieht ein Fischerboot winzig aus. Wenn es einem nichts ausmacht, auf einem Glasboden zu gehen, wird man mit einer angenehmen Aussicht auf grüne Bergketten belohnt, die sich, so weit das Auge reicht, auf beiden Seiten des Mekong River ausdehnen.

Vom Skywalk gingen wir zur neuen Wochenend-Walking-Street in Ban Na Pa Nad im Tambon Khao Kaeo, eine 45-minütige Fahrt von Phu Khok Ngio entfernt. Die vor etwa einem Monat eröffnete Fußgängerzone ist eine Mini-Version der Chiang Khan Weekend Walking Street.

In Ban Na Pa Nad lebt die Ethnie der Tai Dam. Ihre Vorfahren wanderten in den 1880er Jahren aus Mueang Thaeng (dem heutigen Dien Bien Phu im Nordwesten Vietnams) in Sip Song Chu Tai aus, als ihre Stadt von chinesischen Haw-Rebellen aus Yunnan angegriffen wurde. Das berichtete Thavorn Paisoon, Präsident des Kulturzentrum Tai Dam.

Das Volk ließ sich um 1907 in Ban Na Pa Nad nieder. Die Dorfbewohner glauben immer noch an Geister, obwohl die meisten von ihnen Buddhisten und einige Christen sind. Sie haben eine Reihe von Dorfheiligtümern für ihre vier Wächter, von denen sie glauben, dass sie sie vor Schaden schützen. Der erste Wächter ist der Chao Tai Dam oder der Geist ihrer Vorfahren. Der zweite ist Chao Anouvong, der ihnen einen sicheren Durchgang nach Siam gewährte. Der dritte ist Chao Phu Kaeo, der Geist des Kaeo-Berges, der ihnen eine Süßwasserversorgung ermöglicht. Der letzte Wächter ist Chao Phu Huat oder der Geist des Huat-Hügels, der das Land fruchtbar macht.

Die meisten Dorfbewohner sind Bauern. Sie haben das Dorf vor fast einem Jahrzehnt für den Tourismus geöffnet, um eine zusätzliche Einnahmequelle zu haben. Mit Hilfe der ausgewiesenen Gebiete für eine nachhaltige Tourismusverwaltung ist ihre Kultur ein Tourismusmagnet geworden.

Besucher haben die Möglichkeit, das Tai-Dam-Museum zu erkunden, um traditionelle Häuser, Gegenstände aus ihrem täglichen Leben oder traditionelle Kostüme zu sehen. Die Dorfbewohner können Workshops organisieren, um farbenfrohe Mobile namens „tum nok tum nu“ herzustellen, oder das Mittag- oder Abendessen mit Tai-Dam-Essen für Besucher zu organisieren.

„Während des Beginnes der Corona-Epidemie hatten wir Angst, Fremde willkommen zu heißen. Wir haben unser Dorf bis letzten Monat vor Außenstehenden geschlossen.

Wir haben dann die Wochenend-Walking-Street eingeführt, damit Besucher, die in unser Dorf kommen, länger bleiben und mehr ausgeben können“, sagte Kulturzentrumspräsident Thavorn.

Die Fußgängerzone ist mit 3000 dekorativen Glühbirnen recht hell. Das Dorf rechnet damit, das Gelände von den bestehenden 300 Metern auf die gesamte 700 Meter lange Straße auszudehnen und will diese dann bald mit 7000 Glühbirnen beleuchten.

Vom Dorf aus fuhren wir in die Altstadt von Chiang Khan, um dort die Nacht zu verbringen. Unser Hotel lag direkt am Mekong River mit der starken Strömung. Eine malerische und friedliche Aussicht.

Kaum vorstellbar, dass Chiang Khan vor zehn Jahren noch eine verschlafene Stadt war und jetzt zu einem der wichtigsten Tourismusziele des Landes wurde. Ich wünsche mir, dass die Stadt ihren Charme bewahren kann und die Veränderungen von Nutzen sind.

Post source : https://www.bangkokpost.com/travel/2002519/holding-your-breath-for-the-breathtaking-view

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