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Kampf ums Überleben

Kampf ums Überleben

Pattaya steht wie einige der anderen (man muss inzwischen sagen ehemaligen) Touristen-Hochburgen Thailands vor kritischen Herausforderungen.

Hunderttausende Arbeiter und Angestellte haben die Stadt verlassen, weil es einfach keine Arbeit mehr gibt, und rund die Hälfte der Geschäfte ist geschlossen, einige von ihnen werden nie wieder öffnen.

Während Thailand ohne den üblichen Fremdenverkehr gegen die Corona- bzw. Wirtschaftskrise ankämpft, sind vier wichtige Touristenmagnete mit besonderen Schwierigkeiten konfrontiert. Phuket, Koh Samui, Chiang Mai und Pattaya. Zwar gibt es geschäftliche Aktivitäten, aber fast alles, was direkt mit der Tourismusindustrie in der Stadt zusammenhängt, spielt besonders an Wochentagen kaum noch eine Rolle.

Das bedeutet, dass die Mitarbeiter, die Geschäftsinhaber und ihre Familien, leiden, da sich das Elend in Pattayas Gesellschaft immer weiter ausbreitet. Auch Vermieter und Banken haben das Nachsehen, weil sie weniger oder keine Miete bzw. Kreditraten erhalten.

Die thailändische Regierung hat seit ihrer Machtergreifung vor sechs Jahren immer wieder versucht, den wahren Grund für Pattayas Popularität zu leugnen. Dazu gehörte auch immer ein jährlicher Rundgang von Regierungsbeamten durch die Rotlichtbezirke im Seebad mir der Erklärung, Prostitution gebe es in Pattaya nicht.

Dabei wuchs die anrüchigere Seite Pattayas jedes Jahr. Mit einer steigenden Anzahl von Firmen, die versuchten, ein Einkommen in dieser Branche zu erwirtschaften, obwohl die Anzahl westlicher Touristen immer weiter abnahm.

Die Dinge änderten sich schlagartig, als wegen Corona die Grenzen geschlossen wurden.

Schon zuvor gab es Anstrengungen, das Image von Pattaya zu ändern. Die damalige Ministerin für Tourismus und Sport, Kobkarn Wattanavrangkul, erklärte 2016, dass Thailand „für den Sexhandel geschlossen“ sei.

Die Walking Street sollte verschönert werden, und einige der Bars wurden ins Hinterland Richtung Soi Buakhao zurückgedrängt.

Mehrere NGOs berichteten, die Anzahl der Prostituierten in Pattaya betrage um die 30.000. Die Lage dieser Sexarbeiterinnen ist während Corona einfach trostlos. Da ihre Arbeit nie offiziell anerkannt wurde, haben sie weder Zugang zur staatlichen Arbeitslosenunterstützung noch sind sie durch Gesetze des Arbeitsrechts geschützt.

Im Moment sind Pattayas Rotlichtbezirke gedimmt, das Geschäft läuft mit halber Kraft. Einige Bars haben sich einem Online-Modell zugewandt, allerdings mit durchwachsenen Ergebnissen.

Bargirls chatten mit Online-Kunden, die ihnen Online Drinks spendieren können. Einige Bars, die geschlossen wurden, gingen zu 100 Prozent digital online. Ein Inhaber meinte, die Online-Barszene sei sehr lukrativ geworden, er sei sich aber nicht sicher, wie lange das andauern würde.

Abgesehen von dem starken Rückgang des gesamten Fremdenverkehrs hat sich die Mischung der Besucher stark verändert, da jetzt hauptsächlich einheimische Touristen nach Pattaya kommen. Viele Firmen ändern daher ihr Geschäftsmodell entsprechend. Andere schlossen ihre Pforten und warteten offenbar ab, was weiter passiert – wenn sie denn so lange durchhalten können.

Post source : https://forum.thaivisa.com/topic/1189339-pattaya-%E2%80%93-fighting-to-survive-its-covid-crisis/

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