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Die Gestrandeten

Die Gestrandeten

Wir haben schon öfter Geschichten veröffentlicht, in denen es darum ging, dass im Ausland gestrandete Expats nach Thailand zurückkehren wollen, ihnen dies aber nicht möglich ist.

Einige sind wütend über die Art und Weise, wie sie behandelt werden, und stellen die Haltung der thailändischen Behörden gegenüber Menschen in Frage, die in gutem Glauben viel in Thailand investiert haben – emotional und finanziell.

Zu dieser Gruppe gehört eine große Anzahl von Leuten, die in Thailand Eigentum gekauft und Geld auf thailändischen Banken haben und denen jetzt der Zugang zu ihrem Grundeigentum verwehrt ist. Wer kein Online-Banking oder eine internationale ATM-Karte hat, kommt auch nicht an sein Geld auf der Bank heran.

Interviewt wurden unter anderem ein 60 Jahre altes wohlhabendes Rentnerehepaar aus der Schweiz, ein Ehepaar aus den Niederlanden, ein Expat aus Nordirland und ein britischer Rentner und seine Frau sowie ein Mann, der nicht an Geld herankommt. Das liegt auf einer thailändischen Bank, er hatte es immer für die Visumverlängerung verwendet.

Sie alle sind enttäuscht und wütend. Sie sind im Ausland gestrandet und werden immer verzweifelter. Inzwischen überlegen sie, ob sie Thailand, wenn alles vorüber ist, den Rücken kehren sollen. Sie würden sich zukünftig unwohl in einem Land fühlen, das ihnen so viele belastende Hindernisse in den Weg gestellt hat.

Herr A und Frau B

Wir sind beide 60 Jahre alt und seit 30 Jahren zusammen. Wir sind vor zwei Jahren nach Thailand gezogen, haben eine sehr schöne Wohnung in Hua Hin gekauft und hier in der Schweiz alles aufgegeben.

Wir fühlen uns beide in Thailand zu Hause. Wir lieben Land, Kultur und Menschen.

Unser Lebenmittelpunkt ist jetzt in Thailand. Wir sind in mehreren Wohltätigkeitsprojekten aktiv. Uns gefällt es, wenn wir Thailand etwas zurückgeben können. Wir haben viele thailändische Freunde.

Wir sind in die Schweiz zurückgekehrt, weil Schwiegermutter nach einem Herzinfarkt auf der Intensivstation lag. Wir wussten vorher, dass es schwierig sein könnte, zurück zu kommen, aber wir hätten nie gedacht, dass es so schlimm sein würde.

Erst sind wir bei Freunden in der Schweiz untergekommen. Jetzt müssen wir eine teure Wohnung mieten, aber sie ist nicht unser zu Hause.

Wir bin sehr traurig und enttäuscht darüber, in Thailand nicht willkommen zu sein. Mit unserem Non-O-Visum können wir nicht mehr einreisen. Es gab Tage der Hoffnung, dass die Regierung uns hereinlassen würde, aber diese Hoffnung wurde immer wieder zunichte gemacht.

Wir fühlen uns irgendwie missbraucht, missverstanden und verlassen. Im Moment sind wir sehr frustriert und wütend, da wir nicht richtig planen können. Das Leben in der Schweiz ist gut, aber sehr teuer. Unsere Heimat ist Hua Hin, und wir wollen so bald wie möglich zurück. Wir geben dort jeden Monat einen hohen Betrag aus. Die Schweiz ist nicht unsere Heimat, sondern Thailand.

Herr C

Ich habe Phuket im Juli wegen des Todes meiner Mutter in Großbritannien verlassen. Meine Frau und ich (67 und 64 Jahre alt) haben seit 2008 ein Rentnervisum. Wir sind 2006 nach Phuket ausgewandert.

Wir haben jetzt das dritte Haus und haben auf diese Weise über zehn Millionen Baht in ein thailändisches Unternehmen investiert, in dem wir Direktoren sind.

Wir geben jährlich etwa eine Million Baht aus und haben 800.000 Baht auf einer Bank in Thailand, um die Visumsbestimmungen zu erfüllen.

Ich habe letztens beantragt, über die OA-Visa-Regelung zurückzukehren, aber mir wurde gesagt, dass das in Thailand ausgestellte Visum meiner Frau nur ein Non-O-Visum sei. Sie müsste in Großbritannien ein neues OA-Visum beantragen.

Das ist ein sehr lästiges und teures Verfahren. Die thailändische Botschaft in London war sehr hilfreich, und ich habe mich bei ihnen dafür ausgesprochen, dass alle Inhaber eines Rentnervisums doch problemlos nach Thailand zurückkehren sollten.

Sie sagten, dass sie die Vorschriften befolgen müssen und dass sie in letzter Zeit viele Beschwerden erhalten haben von frustrierten Inhabern von Rentnervisa.“

Herr D und Frau E

Beide sind wohlhabende Rentner aus den Niederlanden im Alter von 74 und 63 Jahren.

Wir leben seit fast 15 Jahren in Thailand und besitzen ein wertvolles Haus. Wir haben vier Kinder, vier Enkelkinder und eine thailändische Schwiegertochter. Wir zahlen in Thailand Einkommenssteuer.

Unser Beitrag zur thailändischen Wirtschaft beträgt etwa 150.000 bis 200.000 Baht pro Monat.

Wir fliegen ein oder zweimal im Jahr nach Holland, um unsere Kinder und Enkel besuchen, und sie kommen fast jedes Jahr nach Thailand und geben viel Geld aus.

In diesem Frühjahr sind wir in die Niederlande gereist, um unsere Kinder zu besuchen. Wir erwarteten, spätestens im dritten Quartal zurückkehren zu können, auch weil eine Operation geplant war und uns versichert wurde, dass medizinische Reisen erlaubt sind.

Wir hatten mehrmals Kontakt mit der thailändischen Botschaft in Holland. Die Mitarbeiter waren wirklich sehr hilfreich, aber selbst sie können die sich täglich ändernden Vorschriften nicht bewältigen. Wir wurden bereits aus medizinischen Gründen und als Langzeittouristen in entsprechende Listen aufgenommen, aber das alles wurde storniert oder verschoben.

Bis jetzt haben wir unseren thailändischen Mitarbeitern den vollen Lohn gezahlt, aber wir müssen aufhören, wenn diese Lage andauert.

Wir waren viele Jahre in Thailand sehr glücklich, aber jetzt stellen wir immer mehr fest, dass Thailand uns überhaupt nicht schätzt. Wir werden nur als Geldautomaten angesehen und denken darüber nach, unsere Immobilie zu verkaufen und ein Land zu finden, in dem wir willkommener sind.

Ich kann Ihnen versichern, dass es vielen unserer Bekannten genauso geht und sie planen, Thailand den Rücken zu kehren.

Herr F

Er wanderte vor 25 Jahren aus Nordirland aus und hat eine Villa auf Koh Samui und eine Eigentumswohnung in Pattaya. Er ist ein Onshore-/Offshore-Arbeiter in Abu Dhabi. Im Februar war er zuletzt in Thailand.

Meine polnische Partnerin, mit der ich seit 18 Jahren zusammen bin, hat ihr Visum erneuert und wartet nun auf eine Arbeitserlaubnis, aber zumindest ist sie legal in Thailand zurück.

Mein Arbeitsvertrag endet am 31. Dezember, aber nach Hause kann ich nicht.

Ich habe es satt und bin am Ende. Ich lebe seit sieben Jahren auf Samui. Das erste Mal kam ich vor elf Jahren auf die Insel und gab kontinuierlich Geld für 5-Sterne-Hotels aus. Und jetzt werden wir so behandelt.

Nichts ist wichtiger als zu meiner Partnerin zurückzukehren, die meine Lebens- und Seelenverwandte ist, und auch Probleme hat. Wenn wir nicht zwei Hunde hätten, würde sie den Verstand verlieren.

Was mache ich jetzt? Gehe ich zurück nach Europa, wo im Moment das totale Chaos herrscht oder versuche ich, einen Monat länger in Abu Dhabi zu bleiben? Ich habe mich mit mehreren E-Mails für das spezielle Touristenvisum beworben, aber nie eine Antwort erhalten.

Ich hasse diese sinnlosen Hürden, nur weil ich nach Hause zurückkehren will. Ich komme mir vor wie eine Geisel.

Ich werde auf jeden Fall überdenken, wo ich den Rest meines Lebens verbringen möchte. Ich mag mein Zuhause auf Koh Samui in den Bergen und habe viele thailändische Freunde, die wirklich besorgt sind.

Herr G

Ich lebe seit 2004 in Thailand und bin seit meiner Abreise im Dezember 2019 in Großbritannien gestrandet. Ich wollte Weihnachten mit meiner Familie in Europa verbringen.

Ich sollte im Februar zurückkehren, habe aber meinen Rückflug auf April verschoben, da meine Mutter unerwartet dringend medizinische Hilfe benötigte. Daher entschied ich, etwas länger zu bleiben, um ihr zu helfen.

Ich besitze seit 2004 eine Eigentumswohnung und ein Auto in Thailand und lebe mit meiner thailändischen Partnerin zusammen. Wir sind nicht verheiratet, und ich habe keine Möglichkeit, nach Thailand zurückzukehren.

Mein Rentnervisum, das ich seit 2016 habe, ist jetzt abgelaufen. Alle meine Sachen, Kleidung, persönlichen Gegenstände und Bankkonten befinden sich in Thailand.

Herr H

Schließlich noch der Fall von Herrn H., der 14 Jahre in Thailand gelebt hat, hiervon zwölf mit einem Rentnervisum. Er ging im März auf Reisen und ist gestrandet. Sein Hauptproblem ist seine Bank.

Ich gehöre zu den Leuten, die 800.000 Baht bei einer thailändischen Bank hinterlegt haben.

Bei der Einzahlung wird angegeben, dass man zum Schließen des Kontos in derselben Filiale erscheinen muss, in der das Konto eröffnet wurde und man denselben Reisepass vorlegen muss, der zur Kontoeröffnung benutzt wurde. Auch wenn dieser Pass möglicherweise abgelaufen und ein neuer ausgestellt wurde.

Wenn ich anderswo gestrandet und aus Thailand ausgesperrt bin, kann ich die 800.000 Baht nicht abheben, auch nicht, wenn ich dringend Geld benötige.

Ich habe eine thailändische Freundin kontaktiert, um Nachforschungen anzustellen. Sie hat in der Finanzabteilung eines bekannten thailändischen Unternehmens einen guten Posten. Sie sagte mir, dass selbst sie nicht als gesetzliche Vertreterin fungieren könne, auch nicht für einen thailändischen Bekannten, der in einer ähnlichen Situation ist wie ich.

Thailand lässt mich nicht ins Land, um mein Konto zu schließen, und ich kann nicht einmal einen Anwalt beauftragen, das für mich zu erledigen.

Ich leide unter dieser Zwangslage.

Post source : https://forum.thaivisa.com/topic/1188101-the-stranded-highlighting-the-plight-of-expats-unable-to-return-to-thailand-4-injustice-for-property-owners/

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