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China unterstützt den „Kra-Kanal

China unterstützt den „Kra-Kanal

Ein parlamentarisches Gremium teilte mit, dass mehrere Nationen, darunter auch China, Interesse am Bau eines Kanals durch Süd-Thailand gezeigt hätten. Dieser sogenannte Kra-Kanal würde es Schiffen ermöglichen, die Straße von Malakka zu umgehen.

Songklod Thipparat, Abgeordnete der Thai Nation Power Party und Vorsitzender der Fraktion des Parlaments, die die Machbarkeit des Projekts untersucht, sagte, die Umsetzung des jahrhundertealten Traums, einen Kanal durch die Landenge Kra zu bauen, rücke näher. Er sagte, Länder wie China, Indien, Australien und die USA seien bereit, Thailand bei dem Projekt zu unterstützen.

„Sie wollen mit uns eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnen“, sagte Songklod in einem Interview. „Ausländische Botschaften haben uns kontaktiert, um sich über den neuesten Stand des Projekts zu erkundigen.“

Er fügte hinzu: „Mehr als 30 ausländische Firmen haben Interesse daran gezeigt, finanzielle und technische Unterstützung für den Bau des Kanals bereitzustellen.“

Nach seiner Fertigstellung würde der 135 Kilometer lange Kanal den Golf von Thailand mit der Andamanensee verbinden und eine Abkürzung für Schiffe bieten, die zwischen dem Südchinesischen Meer und dem Indischen Ozean navigieren.

Der „Thai-Kanal“ wird zwei parallele Kanäle umfassen, die sich über die Provinzen Trang, Nakhon Si Thammarat und Songkhla im Süden des Landes erstrecken.

Songklod sagte, die von Premierminister General Prayuth Chan-ocha initiierte Machbarkeitsstudie des Projekts sei fast abgeschlossen und werde dem Parlament bald zur Debatte vorgelegt.

Er fügte hinzu, dass der Plan sowohl bei den Gesetzgebern als auch bei den Gemeinden vor Ort breite Unterstützung gefunden habe, obwohl Experten Bedenken hinsichtlich seiner geringen Wirtschaftlichkeit, der verheerenden Umweltauswirkungen und der Probleme bei der nationalen Sicherheit geäußert hätten.

Einige Beobachter gingen sogar so weit zu behaupten, dass der Kanal das Land in zwei Hälften teilen werde.

Songklod aber bleibt optimistisch: „Das Feedback ist sehr gut. Selbst eine von den Vereinten Nationen durchgeführte Untersuchung legt nahe, dass der Kanal gebaut werden sollte.“ Wo man das nachlesen kann, sagte er aber nicht.

General Prayuth hatte 2016 gesagt, dass der Kanal nicht gebaut wird, so lange er Premierminister ist. Er zeigte sich besorgt über die moslemischen Separatisten im Süden, die mit dem Kanal ein sichtbares Symbol für die Spaltung Thailands in einen buddhistischen Norden und moslemischen Süden bekommen würden.

In einem kürzlich geführten Interview sagte er, die Idee, anstelle des Kanals eine Landbrücke zu bauen, die aus Autobahnen und Eisenbahnen bestehe, gefalle ihm besser.

„Wir suchen nach Wegen, um die beiden Küsten miteinander zu verbinden“, sagte General Prayuth. „Ich denke, das wird der Wirtschaft langfristig helfen.“

Obwohl Songklod zugab, dass dem Bau des Megaprojekts einige Hürden entgegen stehen, behauptete er, dass dies allein die Anstrengungen bestimmter Länder seien, die die strategischen Interessen Thailands sabotieren wollten.

„Sie versuchen es so darzustellen“, sagte Songklod. „Sie wollen den Kanal nicht. Wenn es einen Thai-Kanal gibt, müssen Schiffe nicht mehr durch die überlastete Straße von Malakka navigieren.“

Der ehrgeizige Plan, die Hauptschifffahrtsroute der Region in einen Kanal umzuleiten wurde in den letzten Jahrhunderten seit der Regentschaft von König Rama I. mehrmals erörtert.

Zuletzt überprüfte die Regierung unter Premierminister Thaksin Shinawatra 2002 die Möglichkeit der Durchführung anhand einer Machbarkeitsstudie. Nach dem Militärputsch von 2006 verschwanden die Pläne in der Schublade.

Eine erneute Studie gab es, nachdem Thaksins Schwester Yingluck Premierministerin wurde. Als ihre Regierung 2014 weggeputscht wurde, war es wiederum vorbei mit den Plänen für den Kanal.

Post source : https://www.khaosodenglish.com/politics/2020/09/15/china-other-powers-may-support-kra-canal-project/

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