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Craft-Bier

Craft-Bier

Hoffnung in schwierigen Zeiten

Um eine Bierbrauerei in Thailand zu betreiben, gibt es zwei Möglichkeiten: eine kleine Brauerei gründen oder eine kommerzielle Brauerei eröffnen, wie zum Beispiel Singha und Chang.

Für eine kleine Brauerei benötigt man ein eingetragenes Kapital von zehn Millionen Baht. Die Brauerei muss eine jährliche Produktionskapazität von mindestens 100.000 Litern haben, wobei nicht mehr als eine Million Liter produziert werden dürfen.

Um eine kommerzielle Brauerei zu eröffnen, benötigt man eine Produktionskapazität von mindestens zehn Millionen Litern pro Jahr.

Diese Kriterien erschwert es kleinen Unternehmen, in den lokalen Biermarkt einzusteigen. Aber das ist noch nicht alles.

Eine Bierbrauerei fällt unter die Kategorie Fabrik. Die Genehmigung für den Fabrikbetrieb (RNg 4) zu erhalten, ist keine leichte Sache. Laut Gesetz braucht man eine Genehmigung, wenn die Maschinen in einer Fabrik fünf PS überschreiten. (Fünf PS entsprechen in etwa zwei ganz normalen Klimaanlagen.)

Im März 2019 wurde dieses Gesetz allerdings geändert. Wenn die Maschinen 50 PS nicht überschreiten, benötigt man keine Lizenz. Und so stand die Tür für Kleinunternehmer wie Wichit Saiklao offen.

Wichit liebt seit vielen Jahren das Bier. Er betreibt auf Koh Kret eine Craft-Bier-Brauschule namens Chitbeer. Jahrelang hatte er alles versucht, um eine eigene Brauerei betreiben zu können. Doch es war ihm einfach nicht gelungen, eine RNg-4-Genehmigung zu erhalten.

Mit der Aufhebung der Beschränkung im letzten Jahr konnte Wichit seine Träume wahr werden lassen. Am 8. August diesen Jahres eröffnete er die Mitr-Brauerei, braut dank der neuen Verordnung ganz legal hundertprozentiges Craft-Bier und verkaufte es für 120 bis 140 Baht pro Glas.

Die Mitr-Brauerei stellt sechs Biersorten her: Chitbeer, Devanom, Lazy Fat Cat, Red Stone, Wizard und Mickleheim.

In einem Interview erzählte Wichit Saiklao vom Geschäft mit dem Bier.

Wie führen Sie das Geschäft mit den sechs Biersorten?

Wir stellen die Biersorten in der Brauerei immer abwechselnd her, und teilen den Gewinn auf. Ich muss noch ein System entwickeln, das für die anderen Brauer fair wäre.

Wie sieht die Gewinnmarge bei einem halben Liter aus?

Nach heutigem Stand mache ich einen Gewinn von rund 40 Baht pro Pint. Wir wollen 60 Baht erreichen, daher müssen wir einen Weg finden, die Produktionskosten zu senken. Ich möchte den Preis nicht erhöhen und die Kunden nicht belasten. Vielmehr will ich ein verantwortungsbewusstes Geschäft führen. Es wäre einfach zu viel, wenn die Leute 240 oder 260 Baht für ein Pint thailändisches Craft-Bier bezahlen müssten.

Kommt die Gesetzesänderung der Wirtschaft zugute?

Da sich die Verordnung geändert hat, sollten bald in jeder Provinz kleine Brauereien auftauchen. Das würde Thailands Wirtschaft ankurbeln. Der Kauf von Lebensmitteln und Getränken wird beflügelt und der lokalen Tourismus gefördert, und das nicht nur in Bangkok. Die Leute trinken gerne Bier.

Persönlich würde ich gern in allen Provinzen lokales Craft-Bier trinken. Es ist Teil der Szene und des Lebensstils. Das würde auch die wirtschaftliche Kluft zwischen Bangkok und den Provinzen verringern und mehr Gleichheit in ganz Thailand schaffen.

Welche Vision haben Sie für Ihr Unternehmen?

Das schottische Unternehmen BrewDog begann mit sechs Partnern und hat sich mit inzwischen über 100.000 Partnern über die ganze Welt ausgedehnt. Mir würde es gefallen, wenn die Mitr-Brauerei ebenfalls 100.000 Partner hat.

Post source : https://thisrupt.co/business/brewing-craft-beer-tough-times/

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