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Pattaya wird die Pandemie überstehen

Pattaya wird die Pandemie überstehen

Thailands beliebtester Urlaubsort hat in der Vergangenheit viele große Veränderungen durchlebt.

Im 18. Jahrhundert befand sich in Pattaya ein Militärhauptquartier, von dem aus König Taksin in der heutigen Thepprasit Road burmesische Invasoren zurückwarf.

Das Seebad war zwei Jahrhunderte lang ein ruhiges Fischerdorf, bevor es zu einem Strandbad für amerikanische Soldaten wurde, die im Vietnamkrieg kämpften.

In den letzten 50 Jahren ist Pattaya zu dem unglaublichen Asphaltdschungel gewachsen, den wir heute kennen.

Wenn die Stadt es geschafft hat, das alles durchzustehen, kann das Seebad sicherlich auch nach Corona wieder aufblühen. Aber vielleicht ist es in Pattaya danach ein wenig anders als jetzt. Von Auferstehung kann man daher vielleicht eher nicht sprechen.

Einige Mitglieder der thailändischen Regierung, allen voran der Minister für Tourismus und Sport, setzen sich immer noch für Reiseblasen ein, in denen Gruppen speziell ausgewählter ausländischer Touristen mit einem Charterflug in eine bestimmte Region gebracht werden. Phuket soll den Anfang machen, später könnte auch Chonburi auf der Liste stehen.

Nach derzeitigem Stand sollen sich die Touristen zunächst in eine zwei- oder sogar dreiwöchige Quarantäne begeben. Danach steht ihnen frei, wohin sie reisen. Für Kurzurlauber lohnt sich eine Reise nach Thailand sicher nicht, doch für Langzeit-Urlauber und die sogenannten Überwinterer wäre das durchaus eine Option.

In trockenen Tüchern ist das noch nicht, denn es war bis zuletzt zweifelhaft, ob tatsächlich diese „Reiseblasen“ (hört sich an wie ein Kandidat für das Unwort des Jahres) oder ähnliches eingerichtet werden. Denn die thailändischen Ärzte, die das Zentrum für Covid-19 Situationsverwaltung beraten, werden wohl eher nicht von dieser Idee begeistert sein. Ganz zu schweigen von der Öffentlichkeit. Durch die Medien angeschürt, befinden sie sich immer noch im Panikmodus und haben Angst vor der Ankunft ausländischer Touristen, die dann in ihren Augen das Virus einschleppen.

Pessimisten werden annehmen, dass im weiteren Verlauf des Jahres keine nennenswerte Anzahl ausländischer Touristen nach Pattaya kommen wird. Und wie es 2021 aussieht, ist auch keineswegs sicher.

Die Konsequenzen sehen wir bereits, und es wird jeden Tag schlimmer. Rund 30 Prozent der Unternehmen, die sich an ausländischen Touristen orientieren, insbesondere Bars und Massagesalons sind geschlossen. Vielleicht drei Viertel der rund 100 indischen Lokale in Pattaya ebenfalls. Untergangspropheten spekulieren bereits in den sozialen Medien, dass das Seebad bis Weihnachten eine Leiche sein wird, sobald offensichtlich ist, dass die Hochsaison, die jetzt beginnen sollte, nicht stattfinden wird.

In Wirklichkeit ist die Lage komplizierter. Der thailändische Inlandstourismus kann das in der Vergangenheit durch Ausländer generierte Einkommen nicht ersetzen, ist aber dennoch eine wichtige Kraft. Einige Fünf-Sterne-Hotels melden an Wochenenden eine Auslastung von 80 Prozent oder mehr, und in bestimmten Unterhaltungsbetrieben, die ein thailändisches Publikum ansprechen und thailändische Musik spielen, mangelt es nicht an Gästen. Je lauter, desto besser …

Auch die Expats in Pattaya sollten nicht unterschätzt werden, die mitunter durchaus Geld haben.

Die Unternehmen, die die Pandemie überleben, werden wahrscheinlich nischenmarktorientiert sein und eher die Gruppen bedienen, die jetzt hier sind und nicht die, die da vielleicht irgendwann kommen werden.

Eine weitere Überlegung ist, Pattaya nicht mehr so abhängig von ausländischen Touristen zu machen. Wir hatten in der letzten HALLO-Ausgabe darüber berichtet, dass es in Phuket ähnliche Überlegungen gibt.

In Pattaya hat die Stadtverwaltung bereits angekündigt, die Walking Street in eine Freizeitzone für Thais umzuwandeln. Viele glauben, dass Bars und Gogos nicht die Zukunft der Walking Street sind, sondern eine komplette Umgestaltung vorgenommen werden müsste. Es soll einen Park geben und nicht nur die Straße, sondern das gesamte Viertel, soll familien- und kindergerecht werden.

Eigentümer und Pächter der Immobilien in der Walking Street wissen, dass auf längere Sicht ihre Zukunft düster ist, wenn sie weiterhin auf einen Barbetrieb setzen.

Ein weiteres Beispiel ist der Strand von Naklua, ein Gebiet, das sich in den letzten Jahren sehr verändert hat. Hier wird versucht, einheimischen und ausländischen Besuchern gerecht zu werden, die sich nicht besonders für Chromstangen, Transvestiten-Kabaretts und Hostessen interessieren. Der Geschmack variiert.

Pattaya wird wie der Phoenix aus der Asche aus der Pandemie hervorgehen, aber die Veränderungen werden groß sein. Bars, Clubs und Massagesalons werden weniger und nicht mehr so weit verbreitet sein. Das gilt auch für traditionelle Märkte.

Post source : https://www.pattayamail.com/featured/pattaya-will-survive-the-coronavirus-pandemonium-for-a-very-obvious-reason-310723

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