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Bars und Clubs finden sich mit neuer Normalität ab

Bars und Clubs finden sich mit neuer Normalität ab

Was bleibt ihnen auch anderes übrig, mag man da fragen. Das lange Wochenende Ende Juli hat sicherlich dabei geholfen, den Zombie namens Pattaya wieder Leben einzuhauchen. Überall gab es Staus, Hoteliers freuten sich und viele Restaurants waren voll. Nach dem Essen gingen die Gäste sich amüsieren. All das ging nicht zuletzt auf die Kampagne der Regierung zur Förderung des Inlandstourismus durch thailändische Bürger zurück, versüßt durch großzügige Rabatte und Sonderangebote.

Das soll aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Pattaya größtenteils von ausländischen Touristen abhängig ist, die, wie jeder weiß, derzeit knapp sind. Daher ging es nach dem langen Wochenende sogleich wieder mit normalis novum, der neuen Normalität weiter, die jetzt Realität ist.

Auf der Walking Street ist die Leuchtreklame am Haupteingang immer noch ausgeschaltet. Und bei größtmöglicher optimistischer Schätzung sind dort etwa 60 Prozent der Unternehmen geschlossen. Die meisten haben nach der erzwungenen Schließung im März nicht wieder geöffnet.

Es gibt einen harten Wettbewerb um die vergleichsweise wenigen Gäste. Die Happy Hour ist wieder in Mode gekommen und an einigen Orten kann man zu früher Stunde ein Bier für nur 39 Baht bestellen. Vor einigen Clubs stehen die freundlichen Mitarbeiterinnen draußen vor der Tür und sind bemerkenswert fröhlich.

Miss Mu schien für sie alle zu sprechen, als sie sagte, sie würden durchhalten, bis die guten Zeiten in der Hochsaison zurückkehrten. Sie fragte, warum Ausländer mit Permanent Residence nach Thailand zurückkehren könnten, während ganz normale Leute dies nicht dürften. Ihre Freundin fragte, warum die Regierung Medizintourismus fördere und es kranken Ausländern gestattet werden soll, nach Thailand zu reisen. Die Bettlägerigen würden doch selten die ganze Nacht tanzen.

Tja, was soll man da antworten?

Niemand scheint der Polizei gesagt zu haben, dass die Anzahl der Touristen auf der Walking Street zu wünschen übrig lässt. Eine Gruppe von Polizisten mit Motorrädern bewachte den Haupteingang an der Beach Road, während mindestens sechs Touristenpolizisten in einem Fahrzeug weiter unten auf der Straße saßen und über Fußball plauderten.

200 Meter weiter war ein Tisch für eine andere Polizistengruppe reserviert, es handelte sich um vier Uniformierte, die Abzeichen trugen, um anzuzeigen, dass sie zu einer Sondereinheit gehörten.

Man kann nur vermuten, dass alle Beamten sich auf eine ausgesprochen ereignislose Nacht vorbereiteten. Immerhin machte die Eingangstür des in der Nähe gelegenen 7-Eleven ziemlich oft ganz begeistert Dingdong.

Zehn Fußminuten entfernt gab Boyztown sein Bestes. Spärliche Gesellschaft in einer Bar, das Soda kostet hier 90 Baht. Auf einem Schild eines nahe gelegenen Clubs war zu lesen, dass es dort um halb elf eine Show gab und dass alle Getränke 200 Baht kosteten. Auf keinen Fall volles Haus, aber volle Punktzahl für die Mühe.

In einer anderen Straße, die fast so schwarz war wie die Third Road während eines Stromausfalls, stellte ein Passant die Frage, wie viele Bürger eigentlich von den Corona-Reisebeschränkungen betroffen sind. In Pattaya wahrscheinlich alle.

Um gerecht zu sein, es gibt auch Viertel, in denen es besser geht, insbesondere in Jomtien. Das Marktgebiet an der Jomtien Second Road läuft zwar nicht auf Hochtouren, wird aber von der lokalen Expat-Bevölkerung eindeutig bevorzugt. In einer offenen Bar fand ein Snooker-Match statt, in einer anderen sogar eine Quizshow. Frage: „Welche Zahl liegt auf einer Dartscheibe zwischen 4 und 6?“

Fünf Minuten zu Fuß von dort entfernt befindet sich der Jomtien Complex, eine Straße mit Schwulenbars, ziemlich voll. Es ist nicht ausgeschlossen, dass die Preise hier, die unter denen in der Innenstadt von Pattaya liegen, eine Erklärung für den Volksauflauf sein könnten.

Gegenwärtig sind die meisten Ausländer, die nach den Vorschriften der Regierung zur Rückkehr nach Thailand berechtigt sind, wohlhabende oder mit Sicherheit gut betuchte Personen.

Das Nachtleben in Pattaya kann jedoch nur durch einen uneingeschränkten Zugang zu Flughäfen und offenen Grenzen für jedermann wiederbelebt werden. Wann das sein wird, steht in den Sternen. Optimisten hoffen auf die Hochsaison im November. Pessimisten fürchten, dass es noch ewig und drei Tage so bleibt wie es jetzt ist.

Post source : https://www.pattayamail.com/featured/pattaya-bars-and-clubs-seem-resigned-to-the-new-normal-309138

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