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Der Chor: Eine musikalische Stimm

Der Chor: Eine musikalische Stimm

Ein Interview von Wolfgang Rill mit Wolfram Reda, dem Leiter und Dirigenten des Chors im Begegnungszentrum Pattaya.

Wolfram, wie lange gibt es den Chor schon?

Seit Januar 2015. Im Februar hat ein kunterbunter Kleinkunstnachmittag im Zentrum stattgefunden. Man trat mit zwei Wünschen an mich heran: Wolfram, kannst du einen Chor gründen, der dort auftritt? Und kannst Du uns gleich auch ein Motto liefern?

Es gab einen Vorschlag, ich weiß nicht mehr von wem: „Eine Seefahrt die ist lustig!“ Zunächst als Chor für den Kleinkunstnachmittag versammelten wir dann eine Gruppe von etwa zehn interessierten Sängern, die Seemannslieder singen wollten.

Allerdings gab es schon einen Vorversuch. Zu Weihnachten 2014 habe ich mit fünf Mann im Weihnachtsgottesdienst gesungen. Der Gedanke, einen Chor zu gründen lag also schon in der Luft.

Nach dem Kleinkunstnachmittag baten einige der Sänger: Lass uns doch weiter machen! So begann die Geschichte des Chors des Begegnungszentrums.

Wie entwickelte sich der Chor weiter?

Am Anfang haben wir ja nur Shanties gesungen, wie „Wir lagen vor Madagaskar“ dann nahmen wir Volkslieder, wie „Das Wandern ist des Müllers Lust“ und „Die Gedanken sind frei“ oder „Hoch auf dem gelben Wagen“ dazu.

Wir verstehen uns nicht als Konzert- oder Aufführungschor, sondern als eine Gruppe von Leuten, die gerne zusammensitzen und miteinander singen. Im neunzehnten Jahrhundert wurde diese Tradition der „romantischen Liedertafel“ gegründet. Unser Chorliederbuch ist inzwischen auf 89 Titel angewachsen. Unser Gesang ist in der Regel einstimmig, allerdings singen wir auch drei- oder vierstimmige Kanons. Je nach Saison umfasst der Chor zwischen acht und zwanzig Aktive. Oft sind auch Frauen dabei, obwohl wir im Zentrum nur wenige Besucherinnen haben.

Gab es besondere Ereignisse?

Sehr bald wurden wir gebeten, einmal in der katholischen Kirche zu singen, als der Bischof kam. In allen Festgottesdiensten im Zentrum waren wir dabei und auch bei allen Festen, von der Weihnachtsfeier bis zum „Schweizer Abend“. Auch in einem Restaurant haben wir zweimal gesungen.

Wird nur gesungen?

Regelmäßig werden wir von Dietmar auf dem Aerophon begleitet. Oft auch von Maria am Klavier und Ekki an der Gitarre.

Trotz des einstimmigen Gesangs hat der Chor inzwischen eine gewisse gesangliche Qualität erreicht. Manche der Teilnehmer beginnen auch harmonisch eine zweite Stimme in den Gesang einzuflechten.

Wie siehst du die Zukunft des Chores? 

Singen ist gesund und gesellig. Die Motivation zu singen ist ungebrochen. So wird der Chor weiter existieren und vielleicht sogar noch wachsen. Schön wäre es, wenn sich aus unseren Reihen ein zweiter Chorleiter entwickeln würde, der mich ersetzt, wenn ich vielleicht einmal nicht mehr kann.

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