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Krawatten und Masken

Krawatten und Masken

Krawatten und Masken

Kennen Sie das auch? Man geht los und vergisst die Hälfte. So lange es nicht der Schlüssel ist und man nach der Rückkehr vor verschlossenen Türen steht, oder erst an der Kasse merkt, dass man kein Portemonnaie dabei hat, geht es ja noch.

Ich wollte in einem 7-Eleven eine Kleinigkeit besorgen. Am Eingang wurde meine Temperatur gemessen – normal – und darauf aufmerksam gemacht, ich müsse nun eine Maske aufsetzen. Ich hatte meine aber zu Hause vergessen.

Kein Problem, denke ich, und sage dem Wachtposten am Eingang, der schon meine Körpertemperatur gemessen hatte, er solle mir eine bringen, ich setze die gleich auf und bezahle dann an der Kasse.

Nee, sagt der Typ. Im Laden werden keine Masken verkauft.

Ich will aber rein, sage ich.

Nee, sagt der Typ. Ohne Maske kommen Sie hier nicht rein!

Da fiel mir dieser uralte Wüstenwitz ein. Da wandert ein halb verdursteter Mann durch die Sahara. Er schleppt sich langsam unter brennender Sonne vorwärts. Da kommt ihm ein Typ entgegen. Der Mann will Wasser. Aber der Beduinenheini hat nur Krawatten dabei.

Wollen Sie eine Krawatte?

Nein, ich will Wasser.

Ich habe nur Krawatten, also, wollen Sie eine?

Natürlich will er keine Krawatte. Er begegnet noch zweimal solchen Krawattendeppen. Inzwischen ist er so durstig und geschwächt, dass er nur noch kriechend vorankommt. Da rollt er von einer Sanddüne herunter und liegt vor einem Fünf-Sterne-Resort, das mitten in der Wüste steht. Mit letzter Kraft schleppt er sich zum Eingang und will durch die Tür kriechen.

Da sagt der Page zu ihm: Ohne Krawatte kommen Sie hier nicht rein!

Ich stehe vielleicht mit Krawatte, aber ganz sicher ohne Maske vor dem 7-Eleven und komme an diesem kaum 25-Jährigen Rotzlöffel nicht vorbei, der meint, den Alliierten schieben zu müssen.

Ich muss aber dringend Besorgungen erledigen. Zum Glück gibt es in Thailand so viele 7-Eleven-Supermärkte wie Sand in der Sahara.

Bei den nächsten beiden 7-Eleven-Filialen bin ich ebenfalls an den Torwächtern gescheitert. Sie wollten mich partout nicht reinlassen. Und Masken wurden auch nicht zum Verkauf angeboten.

Was soll sein. Ab zum nächsten Family Mart. Hat sofort wunderbar funktioniert!

Florian Schäfer, Khon Kaen

Willkommen!

Stellen Sie sich vor, Sie sitzen in einer gerade wieder eröffneten Bar, und dann rücken Polizei und Militär an. Ein kleiner Überraschungsbesuch. So geschehen in der Bangkoker Soi Thong Lo. Die wollten nachsehen, ob auch alle den 22 Punkteplan einhalten, den Bars beachten müssen, wenn sie nicht sofort wieder geschlossen werden sollen.

Willkommen in Thailand! Das macht Spaß, wenn so hoher Besuch kommt!

Was mich besonders geärgert hat, ist, dass das Militär auch immer mit dabei war. Verteidigen die in den Bars ihr Vaterland, oder was ist da los? Das geht doch nur wegen des Ausnahmezustands, der immer wieder neu verlängert wird, obwohl es gar keinen Grund mehr dafür gibt.

Ich denke mal, dass sich in den vielen Monaten der Barschließung die einen oder anderen Auswanderer daran gewöhnt haben, ihr Bierchen zu Hause zu schlürfen. Macht auch Spaß!

Horst Fahler, Bangkok

Zerstörung gleich Kunst?

Viele n Dank für Ihre gute Berichterstattung bzw. Ihre Kolumnen über die Rassismus-Hysterie, die gerade die Welt in Atem hält.

In den Mainstream-Medien findet man ausnahmslos Zustimmung, da wird sogar begeistert geklatscht, wenn Denkmäler abgerissen werden. In einer Kultursendung eines GEZ-Senders wurde es als Kunst angesehen, dass ein Kunstwerk zerstört wurde. Richtigerweise hatten Sie einen Ihrer Artikel mit „Kulturrevolution“ überschrieben.

Jetzt wird schon überlegt, ob sich Vereine umbenennen sollen. Ganz oben auf der Liste stehen die Redskins aus Washington. Wenn sich ein Verein „Rothäute“ nennt, dann gehört der im momentanen Klima auf die schwarze Liste, ach nein, das heißt ja jetzt Blockliste.

Indianer heißen im neuen Sprachgebrauch „Amerikanische Ureinwohner“, wobei das wohl auch nicht ganz korrekt ist. Besser wäre vielleicht „Indigene Amerikaner“. Das ist ja ein toller Name für ein Sportteam!

Apropos Sport: Mercedes kam auf die Idee, die Formel-1-Wagen schwarz anzupinseln, um zu beweisen, dass man hinter der BLM-Kampagne steht.

Irgendwie sind einfach alle verrückt geworden!

Monika Holmstad, Pattaya

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