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Ein weiterer Fall von Doppelmoral

Ein weiterer Fall von Doppelmoral

Ein weiterer Fall von Doppelmoral

Weng Tojirakarn und seine Frau Thida sind seit vielen Jahren bekannt. Der Rothemden-Aktivist ist kein gewalttätiger Mann.

Tatsächlich hat er bei den Rothemden mit am lautesten gefordert, dass die Bewegung gewaltfrei vorgehen sollte – was leider nicht immer der Fall war.

Es ist lächerlich und widerspricht der Realität, dass er wegen Anstiftung zu Gewalt und Widerstand gegen die Staatsgewalt zu zwei Jahren und acht Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Es ist natürlich nicht zu leugnen, dass er vor 13 Jahren eine illegale Versammlung organisiert hat.

Aber er tat das als politischer Aktivist, der etwas verändern wollte. Die Gewalt, die folgte, war nicht etwas, das er unter Kontrolle hatte, und gehörte nicht zu dem, was er mit seinen friedlichen Absichten ursprünglich vorhatte.

Dass der Oberste Gerichtshof ihn einsperren lässt, ist das deutlichste Zeichen der im thailändischen Justizsystem herrschenden Doppelmoral.

Sechs Anführer der Volksallianz für Demokratie (PAD), auch bekannt als die Gelbhemden, erhielten 2008 acht Monate Gefängnis, weil sie in den Regierungssitz eingedrungen waren und ihn stark beschädigten

Jetzt bekommen fünf Rothemden zwei Jahre und acht Monate ins Gefängnis mit dem einzigen Unterschied, dass sie sich außerhalb der Residenz des verstorbenen Präsidenten des Kronrats, Prem Tinsulanonda, aufgehalten hatten.

Nach dieser Lesart war dies für thailändische Gerichte eine größere Bedrohung als der Sturm auf den Regierungssitz, der besetzt und verwüstet wurde.

Wo bleibt hier die Gerechtigkeit?

Sowohl die Rot- als auch die Gelbhemdenanführer verdienen es, bestraft zu werden, wenn sie bei Protesten Gewalt nicht unterbinden können oder gar dazu aufrufen.

Man sollte jedoch auch wissen, dass die extreme Polarisierung in der thailändischen Politik nicht beendet wird, wenn politische Aktivisten ins Gefängnis gesperrt werden oder sie spurlos verschwinden und nie wieder auftauchen.

Ein wirklicher Versöhnungsprozess, der sich auf die Suche nach der Wahrheit konzentriert, ist notwendig, um den Konflikt zu beenden. Das bedeutet, dass beide Seiten den gleichen Standard unterliegen und sich den gleichen Wahrheiten stellen müssen.

Die Polarisierung kann beendet werden, indem die Gesellschaft ermutigt wird, über Themen zu sprechen und zu debattieren, anstatt sie zu begraben und zu verdrängen.

Es muss einen Raum geben, in dem politische Aktivisten und die Öffentlichkeit über ihre Differenzen sprechen können, ohne von der Regierung eingeschüchtert und bedroht zu werden.

Es scheint jedoch, dass die Regierung mehr an der Fassade einer angeblichen Rechtsstaatlichkeit und der Wahrung der Doppelmoral im Zentrum der politischen Spaltung interessiert ist, als sich mit realen Fragen zu befassen und Gerechtigkeit walten zu lassen.

Post source : https://www.thaienquirer.com/14996/opinion-red-shirt-sentence-another-case-of-double-standard-in-thai-justice-system/

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