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Black Thais Matter

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Johnson & Johnson wird wegen der „BLM“-Kampagne keine Hautaufheller mehr in Asien verkaufen.

Das US-amerikanische multinationale Unternehmen Johnson & Johnson, das neben Medikamenten auch Körperpflegeprodukte verkauft, wird in Asien und im Nahen Osten seine beliebten Hautaufhellerprodukte nicht mehr verkaufen. Grund ist die Debatte über strukturellen Rassismus in vielen Ländern und vor allem die Kampagne Black Lives Matter (BLM).

„In den Gesprächen der letzten Wochen wurde deutlich, dass einige unserer Produktnamen wie Neutrogena und Clean & Clear weiß als etwas Besseres darstellen als den natürlichen Hautton der Menschen“, hieß es in einer Stellungnahme seitens des Unternehmens. „Das war nie unsere Absicht: gesunde Haut ist schöne Haut.“

Die Produkte Clean & Clear Fairness und Neutrogena Fine Fairness werden ausschließlich in Asien und im Nahen Osten verkauft. In den USA sind sie nicht erhältlich.

Die Entscheidung fiel nach den starken Reaktionen, mit denen das Unternehmen Johnson & Johnson in den letzten Wochen aufgrund der Förderung von hellerer Haut konfrontiert war.

Diese Reaktionen haben sich auch auf die Konkurrenten Proctor & Gamble, Unilever und L’Oreal ausgeweitet, die ebenfalls wegen ihrer Bleaching-Cremes, die hauptsächlich für Frauen vermarktet werden, unter Beschuss stehen.

Laut Euromonitor International wurden im vergangenen Jahr weltweit rund 6277 Tonnen Hautaufheller verkauft, darunter Produkte, die als Anti-Aging-Cremes gegen dunkle Flecken oder Sommersprossen vermarktet werden.

Johnson & Johnson sagte, dass das Unternehmen seine Website aktualisieren werde, um den Änderungen Rechnung zu tragen, und dass die Produktlinien zwar noch etwas länger im Handel erhältlich sein werden, man jedoch beschlossen habe, die Produktion und den Versand der Produkte einzustellen.

Laut dem Forschungsunternehmen Nielsen machen Hautaufheller die Hälfte des 320 Millionen US-Dollar schweren thailändischen Marktes für Gesichtscremes aus.

Johnson & Johnson Thailand teilte mit, dass man die Angelegenheit nicht kommentieren wolle.

Ob es richtig ist, Hautaufheller zu kaufen oder nicht, ist hier sicherlich nicht die Frage. Vielmehr sollte gefragt werden, weshalb ein Unternehmen von ein paar Aktivisten aus angeblich moralischen Gründen dazu gezwungen wird, seine Kundinnen zu bevormunden. Jeder, der sich mit Thailand ein wenig beschäftigt hat, weiß, dass Thais unbedingt eine helle Haut haben wollen und Produkte kaufen, die (angeblich) dabei helfen, eine helle Haut zu bekommen.

Es wird sicherlich Frauen geben, die sehr unglücklich darüber sind, dass sie ihren Lieblingshautaufheller nicht mehr kaufen können. Wird es dann Aktivisten geben, die sich für diese Frauen einsetzen? Mit einer Kampagne, die vielleicht „Asian Lives Matter“ heißen könnte?

Jedes Thema, das zurzeit aufgegriffen wird, scheint in einer globalen Hysterie zu enden. Nach Klimahysterie und Coronahysterie jetzt also die Rassismus-Hysterie. Was kommt als nächstes?

Polemisch kann man es so auf den Punkt bringen: In den USA stirbt ein Krimineller, und zur Strafe dürfen sich thailändische Frauen keine Hautaufheller mehr kaufen. Wo bleibt denn da die Logik?

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