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Begegnungszentrums Pattaya

Begegnungszentrums Pattaya

Sieben Fragen an Khun Jack

Jack ist die Seele des Begegnungszentrums Pattaya. Er ist nicht nur technischer Leiter des Zentrums, sondern auch Polizist. Er ist gebürtiger Thai und spricht fließend Deutsch. Das macht neugierig. Er erzählte ein bisschen über seine Tätigkeiten und über seinen Hintergrund. Das Interview führte Wolfgang Rill.

Jack, was machst du im Begegnungszentrum?

Betriebsleiter. Das beinhaltet den Aufbau von Bestuhlung, Einrichten der Mikrofonanlage in den Tagungsräumen, Reinigung der Räume, Überwachung des Programmablaufs, Übersetzungen, Dolmetschen, Personal für Cafeteria beschäftigen, Cafeteria verwalten, Beratung bei Behördengängen und manchmal auch bei Beziehungsproblemen, wenn es gilt, die Sprachbarriere zu überwinden.

Was ist erfreulich bei dieser Arbeit, was ist eher problematisch?

Spaß macht es, wenn ich Probleme durch meine Übersetzung und Moderation lösen kann. Schön auch das Organisieren von Veranstaltungen und das Gefühl danach, dass alles gut lief. Spaß macht ebenfalls der Kontakt zu „den alten geilen Säcken“.

(Bitte nicht übel nehmen. Der Ausdruck stammt nicht von mir, sondern von unseren Besuchern selbst.)

Weniger schön ist der Verlust von Besuchern durch Krankheit und Siechtum. Manchmal gibt es auch Ärger mit Dummschwätzern und Besserwissern. Die sind zum Glück aber selten.

Was ist oder war deine Arbeit bei der Polizei?

Ich habe dort gedolmetscht, sowohl für die Polizei als auch für Gerichte. Verkehrspolizist auf der Straße war ich dreieinhalb Jahre lang auch. Jetzt zieht man mich ab und zu nur noch zu Dolmetschertätigkeiten heran.

Wie kommt es, dass du so gut Deutsch sprichst?

Mit 16 bin ich nach Deutschland gegangen, geplant war ein einjähriger Sprachkurs. Meine Mutter hatte damals in Deutschland geheiratet, ich bin nachgezogen und habe zunächst die Hauptschule besucht. Von 1988 bis 2014 habe ich in Deutschland gelebt. Meine Mutter ist inzwischen dort verstorben, der Stiefvater auch.

Was hast du in den Jahren in Deutschland gemacht?

Nach der Hauptschule fing ich eine Ausbildung zum Restaurantfachmann im Burghotel Blomberg an. Nach bestandener Prüfung arbeitete ich bei der Ravensberger Park Veranstaltungs GmbH.

Während dieser Arbeit habe ich in Abendkursen meine Fachhochschulreife erreicht. Anschließend ein Studium an der Fachhochschule für Elektrotechnik, Schwerpunkt erneuerbare Energie.

Zusätzlich machte ich eine Ausbildung zum Ausbilder für den Beruf Veranstaltungskaufmann. Das alles neben der Arbeit bei Ravensberger mit Genehmigung der Firma.

Dann überkam mich das Heimweh nach Thailand. Über 20 Jahre war ich nicht „zu Hause“ gewesen. Die Planung für den Umzug dauerte fünf Jahre. Nun bin ich schon fünfeinhalb Jahre in Pattaya. Ursprünglich stamme ich aus Korat. Nach Deutschland will ich nicht zurück.

Fühlst du dich mehr als Thai oder als Deutscher?

Beides. Thai sind die Sprache und mein Äußeres, vielleicht auch Teile meines Lebensgefühls. Vom Charakter her meine ich viele „deutsche“ Eigenschaften übernommen zu haben, zum Beispiel Organisationstalent und Genauigkeit bei der Arbeit.

Wie stellst du dir deine Zukunft vor?

Ich möchte später eine Art zweites Begegnungszentrum für Deutschsprachige in Rayong gründen. Ich habe dort schon ein Grundstück von 6600 Quadratmetern gekauft. In Pattaya bleibe ich so lange man mich hier braucht. Heiraten und Kinder bekommen ist nicht geplant.

Khun Jack, ich danke für dieses Gespräch und wünsche dir weiterhin viel „Amtsgnade“ bei deiner sehr nützlichen und manchmal anstrengenden Arbeit als Betriebsleiter des Begegnungszentrums.

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