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Tourismus: Das große Dilemma

Tourismus: Das große Dilemma

Tourismus: Das große Dilemma

„Reiseblasen“ könnten der Schlüssel sein, um das Land wieder für Touristen zu öffnen.

In Thailand gab es seit rund drei Wochen keine lokale Übertragung von Corona, wobei alle kürzlich registrierten Infektionen lediglich bei Thais festgestellt wurden, die aus dem Ausland zurückgekehrt waren.

Obwohl die Ausgangssperre jetzt aufgehoben wurde und die meisten inländischen Unternehmen den Betrieb wieder aufnehmen dürfen, bleiben die Grenzen für ausländische Touristen geschlossen.

Derzeit werden Möglichkeiten erörtert, wie das Land die sichere Rückkehr von Touristen zulassen kann, darunter vor allem die Idee von sogenannten „Reiseblasen“, die gegenseitige Reisearrangements mit anderen Ländern beinhalten würden, in denen das Coronavirus wirksam eingedämmt wurde.

Die Einnahmen aus dem Tourismus beschränken sich jetzt vollständig auf den Binnenmarkt. Doch viele Hotels zögern, wieder zu öffnen, selbst nachdem die Sperrung aufgehoben wurde. Es wird wahrscheinlich einige Zeit keine oder nur wenige ausländische Touristen in Thailand geben.

Seit Beginn des Einreiseverbots im April gibt es in Thailand das erste Mal in der Geschichte des Landes keine internationalen Touristen mehr.

Tatsächlich ging die Zahl ausländischer Besucher schon im Januar zurück, als China, einer der größten Touristenmärkte, erst Beschränkungen und dann ein Ausreiseverbot aussprach, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Schwer getroffen und schwach

Damrong Ong-art, Präsident des Tourismusverbandes von Chiang Mai und Eigentümer der Seilrutsche Thai Jungles Zipline, sagte, dass weniger als 50 Prozent der Verbandsmitglieder in der Lage sein werden, die Krise zu überstehen.

Unternehmen, die auf ausländische Touristen aus den USA, Europa und China angewiesen sind, haben ihr Geschäft während der Corona-Krise eingestellt, die die Schließung der Grenzen und Flughäfen erzwungen hat. Einige haben versucht, sich stattdessen auf den Inlandstourismus zu konzentrieren, aber die schwache Wirtschaft hat dazu geführt, dass die lokale Kaufkraft erheblich nachgelassen hat, sagte Damrong.

Für ihn bleibt die Situation unbeständig. Damrong sagte, obwohl die Regierung, der Privatsektor und die Öffentlichkeit zusammengearbeitet haben, um die Übertragung des Virus zu begrenzen, wird nicht erwartet, dass die chinesischen Besucherzahlen wieder steigen, da China nach Corona ebenfalls mit wirtschaftlichen Zwängen konfrontiert ist.

„Erwarten Sie nicht, dass sich in zwei oder drei Monaten alles bessert. Die Pandemie wird bis zu zwei Jahre dauern“, warnte Damrong.

Angst vor zweiter Welle

Eine kürzlich vom Seuchenschutzzentrum (DDC) durchgeführte Umfrage ergab, dass 51 Prozent der Befragten befürworteten, dass die Grenzen bis Oktober geschlossen bleiben.

Das DDC befragte in Zusammenarbeit mit anderen Behörden, darunter der Weltgesundheitsorganisation Südostasien, von April bis Juni in mehreren Etappen über 200.000 Mitarbeiter des öffentlichen Gesundheitswesens.

La-Iad Bungsrithong, Präsidentin des Thailändischen Hotelverbands Nord, sagte, wenn man mit dem Öffnen der Grenze eine zweite Infektionswelle riskiere, sollte das Land die Grenzen während des gesamten dritten Quartals besser geschlossen halten.

Es müsse sorgfältig überlegt werden, aus welchen Ländern oder Regionen Touristen einreisen dürfen, sagte sie.

Geschäft und Freizeit

Der stellvertretende Generaldirektor der DDC, Tanarak Plipat, sagte, die Regierung diskutiere die Möglichkeit, Ausländern, die im Land Geschäfte machen, die Rückkehr zu ermöglichen.

„Das ist ein sehr risikoarmer Ansatz, da sie doch ziemlich lange in Thailand bleiben. Sie können die gleichen Regeln befolgen wie Thais, die 14 Tage lang in Quarantäne sind. Wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist, werden, wir, glaube ich jedenfalls, erst damit beginnen, bevor wir Thailand für alle Touristen öffnen“, sagte er.

Chairat Trirattanajarasporn, Präsident des Tourismusrates Thailand, sagte, das Land müsse bilaterale Abkommen schließen, um quarantänefreie Reisen zwischen Nationen zu ermöglichen.

Zurückhaltung bei Wiedereröffnung

Sarayut Mallum, Präsident des Tourismusratre von Phuket, sagte, er glaube, dass die meisten Hotels in Phuket es vorziehen würden, mit der Wiedereröffnung noch zu warten, da es nicht genügend Touristen gibt, um eine hohe Belegung zu erreichen und Gewinn zu machen.

Er sagte, eine vollständige Wiedereröffnung zu Beginn der nächsten Hochtourismus-Saison im Oktober sei wahrscheinlich.

Wachsam bleiben

La-Iad, die auch Geschäftsführerin des Rati Lanna Riverside Spa Resorts in Chiang Mai ist, sagte, dass Tourismusbehörden dazu beitragen müssen, dass die Hoteliers standardisierte Sicherheits- und Gesundheitszertifikate beantragen. Außerdem sollen Touristen dazu ermutigt werden, in der Phase der Öffnung des Landes Dienstleistungen eben dieser Hotels in Anspruch zu nehmen.

Die Hotelbetreiber bieten bereits Überprüfungs- und andere Hygieneverfahren an, um die Sicherheit der Gäste während ihres Aufenthalts zu gewährleisten und das Wohl der Mitarbeiter zu schützen.

Sie sagte, während die Hotellerie länger auf die Rückkehr ausländischer Touristen warten müsse, hoffe sie, dass der Inlandstourismus dazu beitragen kann, einen Teil der entgangenen Einnahmen auszugleichen. Dazu gehören insbesondere staatliche Stellen, die über ein Budget verfügen, um Tagungen und Seminare in ganz Thailand abzuhalten.

„Unter den gegenwärtigen Umständen wird sich der Privatsektor auf Kostensenkungsstrategien konzentrieren, da lokale Touristen weniger Kaufkraft haben“, sagte sie. „Die Staatsausgaben werden die Haupteinnahmequelle sein, auf die wir uns verlassen können.“

Vorgeschlagene Modelle

Phumkit sagte, zwölf  in Phuket ansässige Tourismusorganisationen hätten Premierminister General Prayuth Chan-ocha aufgefordert, die Übernahme des sogenannten „Phuket-Modells“ in Betracht zu ziehen, um das Vertrauen der Touristen in Übersee zu stärken.

Das Modell beinhaltet das Testen von Touristen, die ins Land einreisen, und das Erfordernis, eine App zu verwenden, die ihren Standort verfolgt, damit die Behörden im Falle einer Corona-Infektion wissen, wo sich diese Personen aufhalten.

Phumkit sagte, Reiseblasen sollten auch zwischen Phuket und Städten in Ländern implementiert werden, in denen der Corona-Ausbruch unter Kontrolle gebracht wurde, wie Ho-Chi-Minh-Stadt in Vietnam und Chengdu in China.

Pornchai Jitnavasathian, ehemaliger Präsident des Tourismusverbandes in Chiang Mai, hat ebenfalls vorgeschlagen, dass Chiang Mai in ähnliche Reiseblasen eintritt.

Aktualisierte Tracking-Plattformen sollten jedoch eine Voraussetzung sein, betonte er.

Raj Tanta-Nanta, stellvertretender Geschäftsführer von Nok Air, sagte, als die Fluggesellschaften in Thailand ihre Inlandsflüge wieder aufnahmen, seien sie gezwungen, physische Distanzierung zu implementieren, indem sie die mittlere Sitzreihe leer ließen.

Diese Art von Maßnahme könne das Vertrauen der Touristen in der frühen Phase der Wiedereröffnung der Länder wiederherstellen, sagte er.

Raj schlug vor, dass die Regierung auch Tourismuszonen für ausländische Touristen einführen könnte, um ihre Reisen innerhalb des Landes einzuschränken. Der Screening-Prozess sollte vom Ursprung bis zum Ziel stattfinden.

Die Verfolgung von Anwendungen und der Einsatz von Spezialeinheiten, die handeln, wenn es zu einem Infektionsausbruch kommt, seieb von entscheidender Bedeutung, sagte er.

Er betonte, dass die Entscheidung zur Öffnung des Landes so bald wie möglich getroffen werden müsse, bevor die wirtschaftlichen Folgen tiefere noch Wunden verursachen können.

„Jede Fluggesellschaft ist mehr als startbereit, wenn der Luftraum wieder für internationale Flüge wieder geöffnet wird“, sagte er.

Fördern und unterstützen

Thanusak Puengdet, Vorsitzender der Handelskammer von Phuket, sagte, der Tourismus pumpe jährlich rund 400 Milliarden Baht in die lokale Wirtschaft. Die Corona-Pandemie dürfte diese Zahl in diesem Jahr um mindestens 60 Prozent senken.

„Im Großen und Ganzen ist Phuket in die Erholungsphase übergegangen. Banken und Finanzinstitute können sie in dieser schwierigen Zeit unterstützen“, sagte er.

Tourismus- und Sportminister Phiphat Ratchakitprakarn sagte, das Ministerium habe drei Konjunkturpakete im Wert von 20 Milliarden Baht vorbereitet, um den Tourismussektor bis Oktober anzukurbeln.

Die Pakete zielen auf Reisen und „MICE“ (Meetings, Incentives, Konferenzen und Ausstellungen) ab.

Dazu gehören staatliche Angebote für Reisesubventionen in Höhe von 3000 Baht pro Person sowie 40 Prozent Rabatt auf Inlandsflüge, die bei Billigfluggesellschaften gebucht wurden.

Post source : https://www.bangkokpost.com/thailand/special-reports/1934412/the-big-tourism-dilemma

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