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Normalis novum in Pattaya

Normalis novum in Pattaya

Normalis novum in Pattaya

Am 1. Juni begann die dritte Phase der Lockerungen bezüglich der Maßnahmen in der Coronavirus-Krise. Diese dritte Phase spiegelt die Binsenweisheit wider, dass wir uns noch nicht sicher sind, wohin wir als nächstes gehen werden.

Sie können sich jetzt die Haare schneiden oder färben lassen, aber eine Rasur kommt nicht in Frage. Massagen stehen wieder auf dem Programm, aber nicht, wenn sie Kopf und Schultern umfassen oder wenn sie in einer Sauna stattfinden.

Die Strände sind wieder geöffnet. Gesperrte Strände – wie das Foto oben, das den gesperrten Jomtien Beach zeigt – werden wir hoffentlich nie wieder sehen.

In einem Land, das in Bezug auf Alkohol notorisch ambivalent ist, kann ein kühles Bier, an dem Sie in einem Restaurant nippen, zu einem Gesetzeskonflikt führen.

Wie immer in Thailand, sind Vorschriften und Regeln nicht genau ausformuliert. Doch Unklarheiten darüber, was erlaubt ist und was nicht, sind keine guten Nachrichten für ein Urlaubsziel wie das Seebad Pattaya, das auch als Fun City bekannt ist. Doch Spaß machte hier lange Zeit überhaupt nichts mehr. Vielleicht ändert sich das jetzt.

Es wurde und wird viel über die neue Normalität geschrieben, den Wunsch, in die Vergangenheit zurückzukehren, aber unter Berücksichtigung neuer Faktoren.

Tatsächlich ist das kein neuer Ausdruck, wie der Lateiner weiß. Zuerst wurde „normalis novum“ vom alten Historiker Orosius verwendet, als er darüber spekulierte, wie sich das Römische Reich des 5. Jahrhunderts an die barbarischen Horden anpassen könnte, die die Grenzen überschreiten. Er fragte dabei, wie man die Vergangenheit zurückerobern und gleichzeitig der Gegenwart Rechnung tragen könne.

Rund 1600 Jahre später im Jahr 2020 ist offensichtlich, dass sich die Erwartungen und das Verhalten der Verbraucher stark ändern werden. Dabei spricht man wieder von „normalis novum“.

Die Leute werden beruhigt sein wollen, dass sie in Sicherheit sind, bevor sie in ein Flugzeug steigen, ein Hotel betreten, in einem Restaurant essen oder eine Touristenattraktion besuchen.

Die Coronavirus-Pandemie wird das Leben der meisten Menschen verändern. Dies beinhaltet die Einschränkung des persönlichen Kontakts wie Händeschütteln und Umarmungen. Selbst Bargeldtransaktionen werden stark zurückgehen, da nach hygienischeren Möglichkeiten für den Kauf von Waren und Dienstleistungen gesucht wird. Glas- und Kunststoffabschirmungen werden einige Zeit unser Leben begleiten. Vielleicht hilft das auch, wenn man sich nicht, wie auf dem zweiten Bild zu sehen, diese umgeht.

Auch der Mundschutz wird nicht so schnell verschwinden, schon allein deshalb, weil er darauf hindeutet, dass die Leute, die ihn tragen, vorsichtig sind und sich im Interesse anderer verhalten.

Wie in einem HALLO-Bericht bereits angedeutet, ist der Mund- und Nasenschutz mit ausgefallenen Farben und Designs auf dem besten Weg, zu einem Modeartikel zu werden. Außerdem sollte nicht vergessen werden, dass Praktiken zur Eindämmung von Covid-19 wie das häufige Händewaschen, nicht nur vor dem Coronavirus, sondern auch vor anderen Viren schützen, die beispielsweise eine Grippe auslösen.

Die auf uns zukommende Realität ist, dass viele Unternehmen in Pattaya vor der Wiederaufnahme des ausländischen Tourismus bestrebt sein werden, ihr Geschäft als angebliche Garantie für Qualität und Sicherheit zu kennzeichnen.

Das geschah vor einigen Jahren in viel geringerem Umfang, als viele Lebensmittelgeschäfte in der ganzen Stadt die Kampagne „Sauberes Essen, guter Geschmack“ einführten. Kommerzielle Organisationen wie Trip Advisor haben mit ihrem Konzept der „Centers of Excellence“ ebenfalls Pionierarbeit geleistet. Soziale Medien haben das Feedback von Gästen und Kunden massiv gefördert.

Jetzt haben sich die thailändischen Gesundheits- und Tourismusbehörden zusammengetan, um mit dem alten Slogan „Amazing Thailand“ zu werben und für Sicherheit zu sorgen. Dieserhalb trägt der Slogan den Zusatz „Safety“ (Sicherheit).

Hier sollen laufende Inspektionen bestätigen, dass teilnehmende Hotels, Kaufhäuser, Kinos, Restaurants und Touristenattraktionen sowie sanitäre Einrichtungen die Hygiene erheblich verbessert haben, um das Infektionsrisiko zu verringern. In ganz Thailand haben sich bereits fast 2000 Unternehmen im Rahmen des kostenlosen Registrierungsprozesses beworben.

Zyniker werden sagen, dass die Kampagne ein Werbegag oder nur ein weiteres Stück geduldiges Papier ist. Sie müssen sich jedoch mit der Frage befassen, wie eine umsichtigere und mehr gesundheitsbewusste Touristengeneration ihre Entscheidungen in Zukunft treffen wird.

Der thailändische Tourismusminister Phiphat Rathchakitprakarn fasste zusammen: „Unternehmer wissen, dass Zertifikate zurückgezogen werden können, wenn Verbesserungen nicht beibehalten werden. Aber die Touristen selbst werden die Prüfer sein, wenn sie im Internet über ihre Erfahrungen berichten.“

Post source : https://www.pattayamail.com/featured/pattaya-enters-the-limbo-and-kitemark-stages-of-the-pandemic-302233

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