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Neugestaltung der Bibliothek

Neugestaltung der Bibliothek

„Ich bin ja hier dazu gekommen, weil ich aus Deutschland genau 806 Bücher mitgebracht habe.“

Das sagte Meino Berg, während er in der Bücherei des Begegnungszentrums an einem langen Tisch saß, umgeben von Bücherstapeln, die er reinigte, ordnete, neu mit „Papperln“ deklarierte und einordnete. Unter den Büchern aus Deutschland sind etwa 150 Edgar-Wallace- und 50 Agatha-Christie-Bände.

„Außerdem habe ich drauf geachtet, etliche Frauenromane mitzubringen, weil wir im Begegnungszentrum ja bemüht sind, auch deutsche Frauen anzusprechen, die hier leben.“

Dank Dietmar Sieberling, dem „Gerüste Bauer“ klappt es vorzüglich. Er ist nicht nur derjenige, der die Regale von den Möbelläden ins Begegnungszentrum transportiert, sondern er ist auch sofort dabei, sie aufzubauen. Außerdem hat er in einigen Bücherschränken Zwischenbretter eingezogen, um dort mehr Bücher unterzubringen. Ohne Dietmar wären die Pläne zur Umgestaltung der Bücherei nicht bis Ostern zu realisieren gewesen.

„Vielen Dank, Dietmar Sieberling“, sagte Meino.

Die Bibliothek gibt es nun schon lange. Sie hatte zehn prall gefüllte Regale, nun besteht sie aus zwölf. Viele Spender hinterließen Bücher, wenn sie wieder nach Deutschland zogen.

So eine Bücherei will gepflegt werden. Die Bücher, die nur herumliegen, müssen einsortiert, und ab und zu muss gereinigt, repariert und abgestaubt werden. Daran hat es gehapert – bis sich Meino Berg und Dietmar Sieberling der Sache annahmen.

Meino spendete neue Regale, weil die alten Bretter schon durchhingen und die Holzregale unten anfingen zu faulen. Da die beiden gründlich arbeiten wollten, fingen sie an, alles auszuräumen, zu säubern, zu kennzeichnen, die alten Holzregale zu entsorgen und die Bücher in den Metallregalen einzuordnen.

Dietmar spendete ebenfalls Geld und stellte die neuen Metallregale auf. Der Förderverein trug ein Übriges zur Finanzierung bei.

„Am Ende werden wir alle zweieinhalbtausend Bücher mal in der Hand gehabt haben“, sagte Meino.

Es werden an unsere „Bibliothekare“ inzwischen auch Bestellungen herangetragen. „Wenn du das und das Buch findest, bitte leg es für mich zurück!“

Für Werner Dietrich, der im Begegnungszentrum unter anderem für Buddhismus zuständig ist, sind zwei Fächer eingerichtet, die Literatur darüber enthalten.

Wer die neu gestaltete Bibliothek sieht, fühlt sich dort wohl, aber ahnt wahrscheinlich nicht, wie viel Arbeit dahinter steckt. Dank Dietmars Geschick im Gerüstbau und dank Meinos sicherer Hand im Umgang mit Büchern ist ein schickes Nest für Leser und Buchliebhaber entstanden. Dafür sei Meino und Dietmar herzlich gedankt.

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