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Online-Drogen-Boom

Online-Drogen-Boom

Online-Verkauf, günstigere Preise und neue Routen machen den Kampf gegen Drogen schwieriger.

Die Wirtschaft zeigt immer noch keine Anzeichen dafür, dass sie sich vom Vorjahrestief erholt. Ganz im Gegenteil. Das neuartige Coronavirus Covid-19 dürfte dafür sorgen, dass es mindestens im ersten Quartal keinen Konjunkturaufschwung geben wird.

Der Drogenhandel ist die einzige Branche, die 2020 einen echten Boom erleben könnte.

Methamphetamin („Yaba“) wird voraussichtlich das am meisten geschmuggelte Gut sein, gefolgt von seiner kristallisierten Version „Ya-Ice“ und Marihuana.

Der Transport von Drogen über Land und Wasser wird in diesem Jahr „kontinuierlich und unbegrenzt“ sein, sagte Chinnapat Sarasin, Chef des Büros zur Drogenbekämpfung.

Thailands wichtigster Drogenjäger stützte seine Einschätzung auf die vielen Ladungen mit Methamphetamin, die nicht nur in Thailand, sondern auch in der Region sowie in Ländern außerhalb Südostasiens beschlagnahmt wurden.

Er sagte, es gibt viele neue Faktoren, die für diesen Boom verantwortlich sind, angefangen von einer Steigerung der Produktion in nahe gelegenen Orten wie dem Goldenen Dreieck bis hin zu einer Änderung der Routen und der Nutzung sozialer Medien, um Geheimgeschäfte abzuschließen.

Generalleutnant Chinnapat, der die staatliche Abteilung für Drogenbekämpfung leitet, sagte, seine Agentur müsse im Online-Bereich aktiver sein und die nördlichen, nordöstlichen und westlichen Regionen des Landes im Auge behalten.

„Wir müssen jeden Hinweis verfolgen, um die Banden aufzuspüren“, sagte er.

Chinnapat führt den Anstieg des Drogenschmuggels auch auf externe Ursachen zurück, wobei die lokale Nachfrage als Anreiz dient.

Drogenbanden sehen Thailand als Schlüsselmarkt, da das Land zum Goldenen Dreieck gehört, einer berüchtigten Brutstätten für die Herstellung von Drogen in den Bergen von Burma, Laos und eben auch Nord-Thailand.

Teile des Goldenen Dreiecks, das sich stromaufwärts am Mekong River befindet, werden von der in Burma ansässigen Shan State Army kontrolliert.

„Dort werden kontinuierlich Drogen hergestellt“, sagte Chinnapat und führte den massiven Umfang der Herstellung auf leicht zu beschaffende Dro-
genausgangsstoffe und eine bessere Produktionstechnologie zurück.

Die Nachfrage von Händlern und Süchtigen in Thailand trägt ebenfalls zur Belebung des Handels bei. Ya-Ice und Ketamin, ein Anästhetikum, das einen tranceähnlichen Zustand hervorrufen kann, seien besonders bei jungen Partygästen beliebt, sagte er.

Wie Speed, das aufgrund des Überangebots billig ist, „kann Ya-Ice auch recht kostengünstig erworben werden“, sagte Chinnapat und fügte hinzu, dass diese „Sonderangebote“ auch die Nachfrage erhöhen.

Online-Handel

Darüber hinaus können Drogen problemlos über Facebook-, Twitter- und Line-Chat-Anwendungen verkauft werden, da es schwierig ist, Privatgespräche zu verfolgen.

Außerdem würden soziale Medien nicht nur den Handel ausweiten, sondern auch den Händlern helfen, Kosten zu senken. Anstatt Kuriere einstellen zu müssen, können Gangster einfach einen „Dead Drop“, einen toten Briefkasten einrichten, bei dem Käufer die Drogen selbst an einem bestimmten Ort abholen können, sagte Chinnapat.

Online-Finanztransaktionen und die Zustellung per Post sind ebenfalls ein Problem. Während Online-Zahlungen den Ermittlern Kopfzerbrechen bereiten können, wenn sie nicht mit der Techno-
logie vertraut sind, kann die Überprüfung jedes einzelnen Pakets ebenfalls eine schwierige Aufgabe sein.

„Das erschwert unsere Aufgabe“, sagte Chinnapat.

Neue Taktik

Obwohl die Grenzen im Norden weiterhin die Hauptschmuggelroute im bzw. vom Goldenen Dreieck sind, entscheiden sich Drogenschmuggler auch für andere Kanäle, um Kontrollpunkte zu vermeiden.

Einige Banden haben damit begonnen, die illegale Fracht über den Mekong in die nordöstlichen Provinzen zu bringen, indem sie die „blinden Flecken“ am ausgedehnten Flussufer optimal genutzt haben.

„Wir haben nicht genug Beamte, um ein so großes Gebiet zu überwachen“, gab Chinnapat zu.

Schmuggler nutzen auch die bergige Westfront, zu der die Provinzen Kanchanaburi und Tak gehören, da sie Kontrollpunkten leicht ausweichen können, fügte er hinzu.

Größere Anstrengungen

Die Polizei, Abteilung Drogenbekämpfung, hat sich mit anderen staatlichen Stellen und einschließlich Militäreinheiten zusammengeschlossen und strebt eine engere Zusammenarbeit mit den Nachbarländern an, um proaktiver gegen Drogennetzwerke vorgehen zu können.

Im Inland überwachen die Behörden weiterhin den Drogenkonsum in Unterhaltungsetablissements und Gemeinden, während sie sich international mit ihren ausländischen Kollegen zusammengeschlossen haben, um Drogen direkt von den Produktionsstätten abzufangen.

Thailand und Burma haben 2016 vereinbart, das Goldene Dreieck „abzuriegeln“, indem Bemühungen verstärkt werden, den Drogenhandel über gemeinsame Grenzen hinweg
zu verhindern und dass Drogenausgangsstoffe in die Region gebracht werden.

„Produzenten, Schmuggler und Händler stehen auf unserer Liste“, warnte Chinnapat, der schwor, dass die Behörden den Kampf gegen den Drogenhandel niemals aufgeben werden.

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