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Probleme mit „Thai Chana“

Probleme mit „Thai Chana“

Probleme mit „Thai Chana“

Die neue Technologie „Thai Chana“ (Thailand siegt) ist nicht auf die gesamte verbliebene und häufig nicht ganz so junge Auswanderer-Gemeinde Pattayas zugeschnitten.

Noch vor einer Woche hatten viele von ihnen noch nie vom Thai-Chana-QR-System gehört, das schnell zur Norm geworden ist, wenn man Einkaufszentren oder Supermärkte betreten möchte. Es ist auch anzunehmen, dass es eine ganze Menge Leute gibt, die nicht wissen, was ein QR-Code ist. Und wer will ihnen das verübeln.

Bei Thai Chana handelt es sich um ein Rückverfolgungssystem im Falle möglicher Coronavirus-Ausbrüche. Das System wurde von der thailändischen Regierung eingerichtet und nachdrücklich gelobt. Es registriert, wann man ein Einkaufszentrum bzw. Geschäft betritt und wie lange man sich dort aufhält. Gibt es in dem Zentrum mehrere Geschäfte, muss man sich häufig vor Betreten dieser häufig nochmals registrieren. Auch in Museen und an Eingängen historischer Stätten müssen Besucher ihre Angaben hinterlassen.

Regierungen dürften früher von einer derartigen Totalüberwachung nicht einmal zu träumen gewagt haben – doch Corona macht alles möglich.

„Ich habe noch nie ein Mobiltelefon besessen“, sagte der britische Rentner Ron. Bisher konnte er Probleme vermeiden, indem er auf die alternative Registrierungsmethode zurückgriff: Er schreibt Namen und Telefonnummer (Festnetzanschluss) auf ein Blatt Papier. Aber Ron fürchtet, dass es diese Alternative bald nicht mehr geben wird. „Einige Leute schreiben lächerliche Namen auf wie Pontius Pilatus und geben die Telefonnummer eines Pizzalieferdienstes an.“ Ron behauptete, die meisten seiner Freunde seien alles andere als mit Computern versiert.

Auf der anderen Seite hat der Russe Alex, Inhaber der Elite-Card, ein Smartphone mit Line-App, eine beliebte Anwendung, mit der die Kontaktdaten übermittelt werden können. Aber er hat seine Zweifel.

„Wenn Covid-19 ausbricht, wird man mit Tausenden von Namen und Telefonnummern umgehen müssen, und dann? Vermutlich werden alle eine SMS erhalten, in der man aufgefordert wird, sich testen zu lassen.“

Er bezweifelt, dass die Testzentren in der Region mit der plötzlichen Lawine besorgter Patienten fertig werden könnten.

Off, ein thailändischer Sicherheitsbeamter, der Thais und Ausländern hilft, sich bei einem großen Einkaufszentrum in Pattaya mittels QR-Code anzumelden, sagte: „Meistens zögern Ausländer und brauchen Hilfe, weil das Thai-Chana-System nur in thailändischer Sprache ist. Häufig beschweren sich Besucher darüber, dass sie sich nicht nur am Eingang des Einkaufszentrums, sondern auch in vielen einzelnen Geschäften anmelden müssen.“

Er fügte hinzu, dass Kunden heutzutage erwarten sollten, dass die Pandemie mit einer Vielzahl von Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen ernst genommen wird. „Farangs sollten auf dem neuesten Stand sein“, philosophierte er.

Abgesehen von den Überwachungsmöglichkeiten mittels Thai Chana ist der wohl wichtigste Punkt, dass man hier sieht, wie schnell Smartphones im täglichen Leben unvermeidlich werden.

Die nächste Stufe dürfte der Flugverkehr sein. Es wird eine Verlagerung zum berührungslosen Reisen geben. Das heißt, es wird das Ende des traditionellen Scannens von Tickets eingeläutet, und es wird neue Gesundheitsrichtlinien geben. Ein „Gesundheitsregime“, das durch digitale Werkzeuge unterstützt wird.

Wer kein Smartphone zum Hochladen und Beantworten von Anfragen nach persönlichen Informationen hat, wird keine Chance haben, irgendwohin zu fliegen. Es gibt Spekulationen darüber, dass der traditionelle Reisepass zuerst durch eine biometrische Karte und später durch Chips ersetzt wird, die in den menschlichen Körper eingepflanzt werden.

Um lange Warteschlangen am Flugsteig zu vermeiden, weil dies zu Infektionen führen kann, wird Passagieren eine SMS geschickt, wann sie an der Reihe sind, sich dem Kontrollbereich zu nähern.

Auch die Tage der Touchscreen-Unterhaltung an Bord eines Flugzeuges, einst eine gefeierte Neuerung, sind gezählt. Zu groß das Infektionsrisiko. Hier lauern Bakterien und Viren. Passagiere werden dann ihr eigenes persönliches Gerät verwenden, um Videos anzusehen.

Ganz zu schweigen von nicht-technologischen Neuheiten wie der Notwendigkeit, die Hand zu heben, um zu signalisieren, dass man während des Fluges die Toilette benutzen möchte. Auf jedem Flug werden Putzfrauen mit dabei sein, die diese ständig sauber halten.

Innerhalb weniger Wochen hat die Coronavirus-Pandemie die Weltwirtschaft an den Rand des Kollapses gebracht. Die Auswirkungen auf das tägliche Leben werden jeden Tag größer. Es gibt Leute, die befürchten, dass das erst der Anfang ist.

Post source : https://www.pattayamail.com/news/some-pattaya-expats-struggling-with-mall-registration-300852

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