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Kultur der Angst

Kultur der Angst

Der in Luxemburg mit Spannung erwartete Waringo-Bericht enthüllte mit seiner Veröffentlichung, dass eine Kultur der Angst den Großherzoglichen Hof dominiert. Hinzu kommen Missmanagement des Personals und mangelnde finanzielle Transparenz.

Der 44-seitige Bericht wurde zuerst dem Regierungsrat vorgelegt, bevor er auf der Regierungswebsite veröffentlicht wurde, damit die Öffentlichkeit ihn lesen kann. Es wurde betont, dass die Funktion der Monarchie reformiert werden muss.

„Meiner Meinung nach gibt es keine andere Lösung“, erklärte Waringo.

Ende Juni 2019 ernannte der luxemburgische Ministerpräsident Xavier Bettel eine Sonderkommission, die sich mit der Personalarbeit der Großherzoglichen Familie und der Rolle der Großherzogin Maria Teresa befasste. Jeannot Waringo wurde zum „Vertreter des Premierministers“ ernannt, um die Funktionsweise des Großherzoglichen Hofs zu überprüfen und der Regierung mehr Kontrolle zu ermöglichen.

Die Regierung wollte diese Kontrolle bezüglich der Einstellung von Personal, da dieses mit Steuergeldern bezahlt wird.

Die Kommission überprüfte regelmäßig alle Seiten der Personalverwaltung und erstattete dem Premierminister Bericht. Sie untersuchten insbesondere, warum der Großherzogliche Hof seit 2015 mehr als 30 Mitarbeiter verloren hat.

Der Bericht ergab, dass zwischen 2014 und 2019 tatsächlich 51 Mitarbeiter entlassen wurden oder kündigten. Waringo sagte, die Angst regiere bei den Mitarbeitern. Daher schlug er vor, dass der Premierminister künftig für die Personaleinstellung zuständig ist.

In dem Bericht heißt es: „Angesichts der Tatsache, dass der Hof insgesamt rund 110 Mitarbeiter beschäftigt, ist anzumerken, dass die Personalfluktuation im Berichtszeitraum sehr bedeutend war.“ Weiter heißt es, dass „eine gewisse Besorgnis unter den Arbeitnehmern besteht wie die Angst, gerügt zu werden oder den Arbeitsplatz zu verlieren.“

In dem Bericht wurde festgestellt, dass Großherzogin Maria Teresa eine bedeutende Macht im Personalmanagement hat: „Die wichtigsten Entscheidungen im Bereich des Personalmanagements, ob auf der Ebene der Einstellung, der Zuordnung zu den verschiedenen Abteilungen oder sogar auf der Ebene der Entlassung, werden von der Großherzogin getroffen.“

Waringo sagte auch, dass es an interner Kommunikation mangele und dass die Mitarbeiter nicht über die Entwicklungen im Hof informiert wurden, wie es notwendig gewesen wäre sollen. Er betonte, dass dies korrigiert werden müsse.

Das Personal befindet sich in einem ständigen Zustand des Unbehagens und ist immer übermäßig vorsichtig bei dem, was es sagt. Der Arbeitsplatz, so der Bericht, sei kein glücklicher Ort. Waringo sagte, dass die Mitarbeiter oft krank waren, nach anderer Arbeit suchten, Angst hatten oder unter Druck standen.

In dem Bericht wurde vorgeschlagen, dass der Hof sich bei anderen Monarchien darüber informiert, wie Personal für offizielle Funktionen aufgeteilt werden kann.

Es konnte nicht festgestellt werden, ob private Aktivitäten des großherzoglichen Paares mit staatlichen Mitteln finanziert wurden. Die Kommission verlangte dieserhalb eine sofortige Klärung des Sachverhalts.

Der Hof veröffentlichte eine Erklärung, in der stand, dass „der großherzogliche Hof den Bericht über die Ausführung der Mission von Herrn Jeannot Waringo, Sonderbeauftragter des Premierministers, erhalten hat.

Im Interesse einer größeren Transparenz und Modernisierung wird der Hof konstruktiv zur Umsetzung der in diesem Bericht vorgeschlagenen Verbesserungen beitragen.“

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