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Die Film- und Serienkritik

Die Film- und Serienkritik

Aniara (Schweden 2018)
Aniara ist ein schwedischer ScienceFiction-Film, der im Covertext allen Ernstes mit 2001: Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick verglichen wird. Das soll wohl ein kleiner Spaß vom Covertext-Schreiber sein.

Gemeinsam hat der Film mit 2001 allerdings, dass es ein völlig nicht kommerzieller, eigenwilliger Film ist. Es geht um eine lange Reise in einem Raumschiff. Diese Reise hier ist aber nicht so angenehm wie die in der Love Story Passengers.

Das Raumschiff, das eine Art interstellares Kreuzfahrtschiff ist, kommt auf dem Flug von der Erde zum Mars ohne Treibstoffvorräte vom Kurs ab und … tja … kein und. Das ist das Problem von Besatzung und Passagieren.

Wie definieren sich die Menschen im Laufe der Zeit, in der sie in einer Stahlröhre eingeschlossen sind, die ohne Ziel im All umher driftet? Wie verändert sich die Stimmung an Bord und wie verändert die Situation den Charakter?

Alles Fragen, denen der Film nachgeht ohne allzu sehr ins Esoterische abzugleiten.

Aniara ist nach einem Gedicht entstanden, das in Schweden sehr populär ist. Ein Schwede erzählte mir, Aniara habe sein Interesse für Science Fiction geweckt, nachdem er als Jugendlicher das Gedicht gelesen hatte. Seine nächsten Stationen waren dann gleich die harte Kost: 2001: Odyssee im Weltraum (Buch von Arthur C. Clarke) und Solaris (Buch von Stanislaw Lem und Film von Andrej Tarkowski).

Wenn man sich auf den Film Aniara einlässt und nicht an Hollywood denkt, erwartet einen eine überraschende, aber recht unangenehme und total depressive Reise. Ein sehr ungewöhnlicher schwedischer Film, zu dem ich immer wieder einmal gedanklich zurückkehren werde.

JC Midway – Für die Freiheit (USA 2019)
Es obliegt offenbar immer den Deutschen, die amerikanische Nationalflagge zu verfilmen. Erst Wolfgang Petersen mit Air Force One (1997) und nun, über 20 Jahre später, ist Roland Emmerich an der Reihe.
Wie der Filmtitel vermuten lässt, geht es um den heldenhaften Kampf der Amerikaner auf und nahe Midway im Pazifischen Ozean gegen die angreifenden Japaner im Zweiten Weltkrieg.

Es werden allerlei Heldentaten von amerikanischen Offizieren und Soldaten gezeigt. Auf japanischer Seite sind lediglich Generäle zu sehen, die die eine oder andere Entscheidung fällen. Helden gibt es hier „natürlich“ aus Sicht von Roland Emmerich nicht.

Ich werde das Gefühl nicht los, dass die Tricktechnik wieder einen Schritt zurück gemacht hat. Dauernd hatte ich das Gefühl, ein Videospiel zu sehen und nicht die Realität. Da sehen Filme wie beispielsweise Pearl Harbor (2001) von Michael Bay, der Film hat ein ähnliches Thema, sehr viel realistischer aus.

Die Story in Midway ist hauchdünn. Die Japaner greifen an, die Amerikaner verteidigen sich. Knallbumm von vorne bis hinten. Ende.

JC The Shield (USA 2003-2008)
Vielleicht erinnert sich noch der eine oder andere an die Serie Emergency Room oder kurz ER. Die erste Staffel lief 1994 und war eine Sensation. Hier wurde ein völlig neues Konzept vorgestellt. In jeder Folge wurde nicht eine Geschichte erzählt, sondern mindestens drei gleichzeitig. Das reichte noch nicht, denn während in der Notaufnahme das totale Chaos herrschte, wurden gleichzeitig die Protagonisten charakterisiert. Die Episoden waren nie langweilig, weil durch die parallel erzählten Geschichten immer Tempo gemacht wurde.

The Shield, die erste Staffel ist aus dem Jahr 2002, ist genau nach diesem Konzept aufgebaut. Hier geht es nicht um ein Krankenhaus, sondern um ein Polizeirevier. Drei Geschichten werden gleichzeitig erzählt. Manchmal erstrecken sie sich über mehrere Folgen. Es sind aber immer Versatzstücke. Kaum wird ein Thema angeschnitten, kommt schon das nächste, dann das übernächste, dann wieder zurück zum ersten Thema etc. Ein Höllenritt! Steadicam, Handkamera und Reißschwenks verstärken diesen Eindruck. Immer gibt es eine gewisse Unruhe, immer passiert etwas, immer hat man das Gefühl, direkt dabei zu sein.

Ich verstehe nicht, wieso mir diese Serie bislang entgangen ist. Zumal sie bei IMDB sehr gut bewertet ist.

Ich wurde durch ein Buch auf The Shield aufmerksam. Eine der Figuren in diesem Thriller sieht diese Serie im Fernsehen.

Und da dachte ich mir beim Lesen, da werde ich mal einen Blick riskieren, wenn der Romanautor sie auf diese Weise empfiehlt. Die ersten beiden Staffeln haben mich auch nicht enttäuscht, ganz im Gegenteil.

Hier kann man auch gut sehen, wie sich Serien weiter entwickelt haben, wie Tempo gemacht wird und wie ein gu-
tes Drehbuch aussieht. JC

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