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Japaner stornieren Reisen

Japaner stornieren Reisen

Der thailändische Tourismus hat einen weiteren massiven Schlag erlitten, nachdem 80 Prozent der japanischen Reisegruppen ihre Fahrten nach Thailand storniert haben.

Das veranlasste die Reiseveranstalter dazu, die Fluggesellschaften zu drängen, die Flugfrequenzen zu reduzieren, da die Anzahl der nach Japan reisenden Thais ebenfalls um 20 Prozent zurückgingen.

Anake Srishevachart, Präsident des thai-japanischen Tourismusverbandes, sagte, 80 Prozent der japanischen Gruppen hätten ihre Reisen nach Thailand abgesagt, weil sie Bedenken hinsichtlich des neuartigen Coronavirus Covid-19 haben.

Der japanische Markt belegte im vergangenen Jahr mit 1,8 Millionen Touristen, die 89,8 Milliarden Baht ausgaben, nach China und Malaysia den dritten Platz beim Umsatzbeitrag zum thailändischen Tourismus.

Reiseveranstalter, die diesen Markt bedienen, erwarten in den nächsten Monaten weitere Stornierungen, da japanische Touristen sehr empfindlich auf Probleme reagieren.

Gleichzeitig aber sagen auch Thais ihre Reisen nach Japan ab. Reiseveranstalter sind besorgt über die Aufforderung des Gesundheitsministeriums, Reisen nach Japan zu verschieben.

Anake, der auch als Berater des thailändischen Reiseverbandes (TTAA) fungiert, sagte, dass Reisebüros die Fluggesellschaften aufgefordert haben, Flüge nach Japan zu reduzieren, um so auf die schwächere Nachfrage zu reagieren.

Diese Strategie kann dazu beitragen, den finanziellen Schaden von Reiseveranstaltern, Fluggesellschaften und Kunden abzuwenden, die bereits Reisen gebucht haben.

„Reiseveranstalter tragen die Hauptlast, weil sie im Voraus Plätze reservieren. Wenn Fluggesellschaften die Sitzplatzkapazität auf das Niveau der tatsächlichen Nachfrage reduzieren und die Gebühren für nicht benötigte Tickets an Reiseveranstalter erstatten, können wir diese Rückerstattungen an Kunden weitergeben, die storniert haben“, sagte er.

Thanapol Cheewarattanaporn, Präsident von TTAA, sagte, wenn man wegen der Reisehinweise der thailändischen Regierung eine Reise storniert oder verschiebt, sei dies nicht dasselbe wie das Reiseverbot der chinesischen Regierung.

Reiseveranstalter können derzeit keine Rückerstattungen vornehmen, da die Fluggesellschaften weiterhin wie gewohnt operieren, sagte er.

Unterdessen sprachen die in Schieflage geratenen Tourismusverbände mit der Tourismusbehörde von Thailand TAT und der Thai Credit Guarantee Corporation über Hilfsmaßnahmen.

Ein Vorschlag lautete, die Schuldentilgung auszusetzen, auf Gebühren für Darlehen zu verzichten sowie Darlehen von unter zwei Millionen Baht mit nur einem Prozent und Darlehen von unter zehn Millionen Baht mit drei Prozent zu verzinsen.

Jakapan Leeathiwat, Geschäftsführer von Tourkrub, sagte, die Stornierungen von Pauschalreisen nach Japan betrage auf seiner Plattform 20 Prozent.

Die Stornierungen für Reisen in andere Länder schlagen zurzeit mit fünf bis zehn Prozent zu Buche. Betroffen sind hier vor allem Geschäftsreisen, weil Unternehmen nicht riskieren wollen, dass ihre Mitarbeiter bei Ankunft in einem anderen Land 14 Tage lang in Quarantäne müssen.

Aswin Yangkirativorn, Geschäftsführer von Thai Lion Air (TLA), sagte, dass der durchschnittliche Auslastungsfaktor für die Strecke nach Japan immer noch 60 bis 70 Prozent betrage, während für die Zeit über Songkran Reservierungen von 50 bis 60 Prozent vorliegen.

Yodchai Sudhidhanakul, Geschäftsführer von NokScoot, sagte, der Auslastungsfaktor der Strecken nach Japan sei gar nicht betroffen und bleibe bei 80 Prozent.

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