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Streetfood-Händler zeigen Kampfgeist

Streetfood-Händler zeigen Kampfgeist

Streetfood-Händler zeigen Kampfgeist

Das Coronavirus stellt eine neue Bedrohung für die Straßenhändler und ihre weltberühmten Streetfood-Stände dar.

Wenn man heutzutage mitten in Bangkok aus einem Gebäude kommt, stehen nur wenige Autos auf den normalerweise überlasteten Straßen. Passanten tragen Atemschutzmasken und halten respektvollen Abstand zueinander – eine Leistung, die an normalen Tagen mit den vielen Schülern, Studenten und Angestellten unmöglich wäre.

Aber es gibt eine noch größere Veränderung. Vorbei die Zeiten, in denen man bei der Brathähnchen-Dame eine Bestellung aufgeben konnte: knusprige Hühnerhaut mit „nam jin“, Chilisoße. Vorbei auch die Zeit, als der „lung“, der Onkel, einen immer mit einem Grinsen und einem fröhlichen „sawatdi krap“ begrüßte, unabhängig davon, ob man nun seine saftigen Spieße mit gegrilltem Schweinefleisch kaufte oder nicht.

Diese Straßenhändler und viele andere sind seit dem Ausbruch des neuartigen Coronavirus von den Gehwegen Bangkoks verschwunden. Die Kunden sind auch weg. Die nächtliche Ausgangssperre hat die Geschäftszeiten verkürzt und niemand weiß, wie es morgen aussieht. Viele Straßenhändler sind für die Dauer des Ausnahmezustands aufs Land zurückgekehrt. Einige halten jedoch durch. Irgendwie.

„Ich weiß nicht, was ich tun soll“, sagte die aus Bangkok stammende Pim Chana, die beliebteste Anbieterin von „Rad-Na“ (gebratene Nudeln und Soße) auf dem Ruam-Sab-Markt im zentralen Bangkoker Bezirk Asok. Pim war mit ihrem Stand schon einmal im Fernsehen, aber es gibt keinen Hauch von Glanz, als sie über die Situation spricht.

„Ich muss weiter verkaufen, weil nur ich für mich verantwortlich bin“, sagte sie, während sie ihren Mundschutz abnahm und immer eine Tischbreite Sicherheitsabstand hielt. „Ich bin alleine und habe keine Familie, die mich unterstützt.“

Pim blickte sich auf dem fast leeren Markt um und sagte, sie sei entschlossen, weiter zu machen, obwohl der Umsatz gesunken sei. „Normalerweise habe ich 250 bis 300 Kunden pro Tag“, sagte sie. „Jetzt sind es weniger als ein Drittel.“ Einige treue Kunden kommen immer noch. „Aber es ist nicht so gut wie vorher.“

Trotz der schweren Zeiten geht Pim keine Kompromisse bei der Qualität ein. Sie kocht ihre Soße mit der gleichen Sorgfalt wie immer und sorgt dafür, dass alle Zutaten frisch sind. Es gibt viele unterschiedliche Gerichte, aber der Favorit der Stammgäste sind die flachen, knusprigen Eiernudeln, die in einer glitzernden Soße gereicht werden.

Pim sagte, sie habe versucht, über die Lieferplattform Grab zu verkaufen, beschwerte sich jedoch darüber, dass das Unternehmen für jede Lieferung mindestens 30 Prozent Provision verlangt. Für Pim unerschwinglich. So verlässt sie sich auf Laufkundschaft und direkte Bestellungen.

„Zumindest kann ich ein bisschen Geld verdienen“, seufzte sie. „Immer noch besser, als überhaupt nicht zu arbeiten.“

 

Andere sind optimistischer. Amara Seetongdee, besser bekannt als Mae Am, eröffnete vor über 30 Jahren ihren gleichnamigen Laden für „pad thai“, gebratene Reisnudeln. Sie ist stolz darauf, frische Zutaten vom nahe gelegenen Markt Khlong Toei zu beziehen und dann nach ihrem Originalrezept zu kochen. Das Geheimnis liegt darin, wie die Nudeln eingeweicht und gewürzt werden.

„Wir stellen alle Zutaten selbst her“, sagte Mae Am nicht ohne Stolz. Mae Am, die mit einigen Familienangehörigen das Geschäft betreibt, sagte, die Corona-Krise habe viele Dinge verändert – einschließlich der Art und Weise, wie Lebensmittel den Kunden serviert werden.

„Wir müssen jetzt über Take Away und Lieferungen verkaufen und haben begonnen, Grab, Line Man und Wongnai zu verwenden“, sagte sie auf die Lieferdienste bezogen.

 

Auch wenn die Lieferdienste eine hohe Provision verlangen, so sieht sie diesen Service in den schwierigen Zeiten als Annehmlichkeit für ihre Kunden an. Sie befürchtet allerdings, dass die Qualität ihres Essens leiden könnte, weil es erst an den Kunden geliefert werden muss.

„Wir servieren unsere Gerichte gerne frisch und heiß direkt aus dem Wok“, sagte sie. „Wir möchten, dass unsere Gäste das Essen genießen.“

Ihr Tag beginnt um sechs Uhr morgens und endet weit nach 20 Uhr. Den ganzen Tag über wird Essen gekocht und serviert, und wenn es eine Pause gibt, dann arbeitet sie an traditionellen Nachspeisen wie „bua loy“, Reismehlbällchen in Kokosmilch.

„Ich genieße meinen Arbeitstag“, sagte sie. „Ich bin nicht müde, und ich bin glücklich, wenn ich arbeite.“

Sie sagte, ihr Umsatz sei stabil, und durch die Lieferfirmen habe sie neue Kunden gewonnen.

Die Bangkoker Stadtverwaltung setzt die Straßenverkäufer seit langem unter Druck. Sie werden immer wieder von Straßen oder aus Bezirken vertrieben. Es ist unklar, wie viele Streetfood-Stände wieder öffnen werden, sobald sich das Leben in der Hauptstadt normalisiert.

Aber Mae Am kann der Krise auch etwas Gutes abgewinnen: „Die Menschen halten zusammen und helfen einander.“

Da versteht es sich von selbst, dass Mae Am Mahlzeiten an medizinisches Personal und Bedürftige spendet.

Post source : https://asia.nikkei.com/Editor-s-Picks/Tea-Leaves/Street-food-vendors-show-fighting-spirit-in-Bangkok-lockdown

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