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Die Krise und das Begegnungszentrum

Die Krise und das Begegnungszentrum

 

Die Krise und das Begegnungszentrum

Ich erinnere mich, dass mich im Januar meine Freundin Wen anrief. Damals gab es erste Nachrichten im Deutschlandfunk und anderswo, in der Stadt Wuhan in China sei ein neuartiges, gefährliches Virus aufgetaucht.

„Ach, das ist doch Hunderte von Kilometern weg“, sagte Wen aus Peking. „Das betrifft uns nicht.“

Dann tröpfelten die Meldungen darüber herein, wie sich das Virus ausbreitete. Die genaue Reihenfolge weiß ich nicht mehr, aber Südkorea und Japan waren recht früh dran. Später dann Europa mit Italien an der Spitze.

Wird schon gut gehen, dachten hier in Thailand die meisten. Es muss wohl Anfang März gewesen sein, als es Schlag auf Schlag ging. Ziemlich früh die Nachricht, in Bangkok sei während einer Boxveranstaltung das Virus unter den Zuschauern verbreitet worden. In Pattaya, begannen viele Leute Gesichtsmasken zu tragen. Trotzdem war es bis Mitte März noch undenkbar, was dann geschah: Alle großen Veranstaltungen mussten abgesagt werden, alle Bierbars hatten zu schließen, nur Restaurants durften noch offen bleiben. Eine Woche später mussten auch sie schließen.

Die Folge war ein Exodus der Barmädchen in ihre Heimatprovinzen, meist in den Isan. Wahrscheinlich wird man die vielen Rückkehrerinnen dort mit gemischten Gefühlen empfangen haben. Ein Exodus von Touristen folgte, auch von vielen Expats. Neue Touristen kamen natürlich nicht mehr, schon gar nicht aus China, aber auch nicht aus Russland, Indien und Europa. Die Hotels standen leer und mussten schließen.

Und unser Begegnungszentrum? Eine Weile dachten wir vom Leitungskreis noch, wir könnten es offen halten. Es ist ja weder Bierbar, noch normales Restaurant. Aber bald hieß es vom Kirchengemeinderat in Bangkok: Alle Gesprächskreise, Sprachlektionen, Meditationen und Seminare sind zu schließen.

Wenigstens blieb der Restaurationsbetrieb noch offen. In diesen Tagen verzeichnete das Zentrum einen Zuwachs an Besuchern. Dann, etwa eine Woche bevor offiziell alle Restaurants schließen mussten, hieß es von der Kirchengemeinde: Auch die Restauration von Khun Jack muss schließen. Das war vorauseilender Gehorsam und wurde von vielen Besuchern nicht verstanden.

Gerade jetzt in der Zeit der Bedrohung, in der alles zumachen musste, hoffte man noch einen Ort der Begegnung erhalten zu können, auch dann, wenn alle Gäste eineinhalb Meter voneinander entfernt sitzen müssten. Man hätte sich unterhalten, einander sein Leid klagen, vielleicht auch gegenseitigen Rat und Hilfe bieten können. Viele haben jetzt Probleme. Sie vereinsamen, ihr Flug nach Deutschland ist abgesagt, ihr Visum wird bald ablaufen, und was ist, wenn sie die Krankheit bekommen und keine Krankenversicherung haben?

Gerade in so einer Zeit müssen wir schließen. Das ist bitter, aber wir befolgen die Anordnungen der thailändischen Regierung, die sicher wohlüberlegt sind. Da alles so schnell ging, blieb wenig Zeit, Ersatzmaßnahmen zu organisieren. Keine Telefonketten, erst recht keine Video-Schaltungen mit Hilfe eines Konferenzprogramms.

Was bleibt, ist die Hoffnung. Möge es bald vorbei sein! Möge es an jedem Einzelnen glimpflich vorüber gehen! Möge das Zentrum bald wieder öffnen dürfen und neu erblühen, schön wie nie!

Post source : Begegnungszentrum Pattaya

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