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Zentralbank zeichnet düsteres Bild

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Die Zahl der einreisenden Touristen ist im März um 76,4 Prozent „stark gesunken“, während die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,2 Prozent zurückgingen, lautete eine Mitteilung der Bank of Thailand (BoT) vom 30. April.

Die Zentralbank fügte hinzu, dass die thailändische Wirtschaft im März im Vergleich zu Februar stärker geschrumpft sei. Die Kontraktion sei im März stärker ausgefallen, weil fast alle Indikatoren mit Ausnahme von Importen und öffentlichen Ausgaben zurückgegangen seien, sagte Don Nakornthab von der Zentralbank.

Die Zahl der einreisenden Touristen ist im März auf rund 800.000 Personen gesunken, was einem Rückgang von 76 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Im Februar war die Anzahl der Besucher im Vergleich zu Februar 2019 um 48 Prozent zurückgegangen.

Es kommt aber noch viel schlimmer, da im gesamten April die Grenzen und Flughäfen für Touristen geschlossen waren, um den Ausbruch des Coronavirus einzudämmen.

„Die jüngsten Zahlen zeigen, dass zurzeit täglich rund 40 ausländische Personen über die fünf internationale Flughäfen nach Thailand einreisen, so dass die Kontraktion im April über 99 Prozent betrug“, sagte Don.

Die endgültigen Zahlen liegen noch nicht vor, aber viel Hoffnung, dass sie besser aussehen als diese Schätzung, gibt es nicht.

Der Wert der Exporte ging im März gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent zurück. Don erwartet ähnliche Zahlen für April.

Die BoT sagte, der Rückgang der Exporte sei auf den Lockdown in vielen Ländern zurückzuführen und dem daraus resultierenden Rückgang von wirtschaftlichen Aktivitäten und der Nachfrage.

Im Jahr 2019 wuchs Thailands Wirtschaft nur um 2,4 Prozent, eine der niedrigsten Zuwachsraten in den letzten fünf Jahren, so der Nationale Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung (NESDC), der die Wirtschaftsstrategie des Landes plant.

Insider der Bangkoker Finanzwelt rechneten vor der Corona-Krise mit einem Wirtschaftswachstum von nur 0,5 Prozent, der niedrigste Wert seit zehn Jahren.

Jetzt gibt es vermehrt Wirtschaftsinstitute, die eine Rezession prognostizieren. Es stellt sich nur noch die Frage, ob Thailands Konjunktur im ein- oder zweistelligen Prozentbereich schrumpfen wird.

„Was wir jetzt sehen, ist eine langsame Aushöhlung der Wirtschaft für die kleinen Leute“, sagte Supavud Saicheau, ein führender Ökonom und Berater der Kiatnakin Phatra Financial Group, einer in Bangkok ansässigen Unternehmensberatung. „Ein wirtschaftlicher Tod durch tausend Einschnitte.“

Zwei Berichte der Weltbank legen die Wurzeln des wirtschaftlichen Übels offen.

Im Jahr 2014, dem Jahr des Staatsstreichs, sank das Wirtschaftswachstum aufgrund der politischen Turbulenzen auf ein Prozent.

Laut Angaben der Weltbank stieg die Zahl der in Armut lebenden Menschen in Thailand von 2015 bis 2018 von 4,75 Millionen auf über 6,7 Millionen bei einer Bevölkerung von 69,84 Millionen.

Die Weltbank stellte fest, dass diese besorgniserregenden Trends nicht auf schwere lokale oder internationale Finanzkrisen zurückzuführen waren, die den Anstieg der Armut in den Jahren 1998, 2000 und 2008 zumindest teilweise erklärt hatten.

„Nur 39 Prozent der Thais hatten im Jahr 2018 das Gefühl, dass sich ihr Lebensstandard verbessert“, teilte die Weltbank mit. Das ist „der niedrigste Wert im Vergleich zu anderen südostasiatischen Ländern.“

Armut ist in allen 77 thailändischen Provinzen weit verbreitet, was „eine Trendwende signalisiert“, so der Bericht der Weltbank. Im Zeitraum 2007 bis 2013 „trugen Löhne, landwirtschaftliche Einkommen und Bargeldüberweisungen durch den Staat zur Armutsbekämpfung bei, aber die Armut dennoch zu.

Viele Leute wenden sich Kredithaien zu, um über die Runden zu kommen, was zu einer Zunahme der Haushaltsschulden führt. Im vergangenen Jahr lag die durchschnittliche Schuldenlast bei 552.500 Baht, nach 377.100 Baht im Jahr 2009, so die thailändische Zentralbank. Die Gesamtverschuldung der Privathaushalte beträgt mittlerweile fast 80 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, die zweithöchste Quote in Asien nach Südkorea.

„Unsere Schulden belaufen sich jetzt auf über zwei Millionen Baht, und wir kämpfen darum, die monatlichen Zinsen von 15 Prozent an einen Kredithai zurückzuzahlen“, sagte Phatthiraphon Nonsiri.

Sie verlor ihren Job im Dezember 2019, weil die japanische Autoteilefabrik, in der sie arbeitete, geschlossen wurde. Die Schließung betraf auch ihren Ehemann und ihre Eltern, die alle in der Fabrik beschäftigt waren.

Der plötzliche Einkommensverlust, sagte der 29-jährige Phatthiraphon, könnte sie dazu verurteilen, „im Dunkeln zu leben.“ Sie haben drei Monate lang die Stromrechnung nicht bezahlt und befürchtet, dass ihre Stromversorgung unterbrochen wird. „Wir stecken in der Klemme“, sagte sie kopfschüttelnd.

In Wirtschaftskreisen wird zunehmend darüber geredet, dass Thailand „ein Land wird, das nur wenigen gehört“, wie es ein erfahrener ausländischer Analyst in Bangkok ausdrückte.

Infolgedessen steigt das politische Risiko. „Wir wissen jedoch nicht, welche Form es annehmen wird, aber wenn die Geschichte ein Leitfaden ist, dann machen Thais Dinge nicht hintereinander, sondern sie explodieren einfach.“

Post source : https://www.thaienquirer.com/12577/new-central-bank-statistics-paint-a-gloomy-economic-picture-for-thailand/ https://asia.nikkei.com/Spotlight/Asia-Insight/Thailand-s-economic-death-by-a-thousand-cuts-sows-desperation

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