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Gestrandete Thais

Gestrandete Thais

Gestrandete Thais

Die Forderung der thailändischen Regierung, dass Thais ihre Rückreise in die Heimat verschieben sollen, lässt die im Ausland gestrandeten Thais fragen, was ihr Reisepass wert ist.

„Wir bitten die Thais im Ausland um Zusammenarbeit, indem sie ihre Rückreise nach Thailand verschieben“, lautete die Aufforderung der thailändischen Botschaft in Washington DC in einem Facebook-Beitrag. Thais wurden mittels einer vom Premierminister persönlich genehmigten Verordnung aufgefordert, Rückreisen nach Thailand bis zum 15. April zu verschieben.

Der Beitrag wurde oft geteilt. Ein Thai kommentierte: „Sind wir denn keine thailändischen Bürger?“

Das ist die Frage, die sich Thais im Ausland stellen, die sich zunehmend von den Rundum-Maßnahmen der Regierung zur Reduzierung von Einreisen im Stich gelassen fühlen. Denn auch den eigenen Bürgern wird es schwierig gemacht, nach Hause zu fliegen. Und das, obwohl laut Verfassung keinem Thai die Einreise nach Thailand verweigert werden darf.

Diese neueste Verordnung kommt zu den anderen Anforderungen hinzu, die am 21. März in Kraft getreten sind und besagen, dass Thailänder ein Gesundheitszeugnis „Fit to Fly“ und eine Bescheinigung der thailändischen Botschaft, eines thailändischen Konsulats oder des Außenministeriums vorlegen müssen.

Der stellvertretende Premierminister Wissanu Krea-ngam erklärte: „Wir haben das Land nicht abgeriegelt … Thais können immer noch nach Hause zurückkehren, wie es ihr Recht ist.“

Er erklärte jedoch, dass die thailändische Regierung ihre Maßnahmen doppelt streng gestalten müsse und forderte daher die Thais im Ausland auf, ihre Rückreise zu verschieben.

„Jedes Land, ich betone, jedes Land, versucht, seine Leute zurückzubringen – auf jede erdenkliche Weise“, heißt es in dem Top-Kommentar unter Mitteilung der Botschaft in Washington DC. „Nur Thailand will nicht, dass die Leute zurückkehren.“

Nick, ein thailändischer biomedizinischer Forscher, der in Washington arbeitet, sieht es ganz genau so. Er hatte geplant, im März nach Hause zu fliegen, aber aufgrund von Arbeitsbeschränkungen und der umständlichen Art der „Fit to Fly“-Dokumente beschloss er, bis April zu bleiben. Jetzt kann er erst nach dem 15. April zurückkehren. Da die Zahl der Todesopfer in den USA voraussichtlich Mitte April ihren Höhepunkt erreichen wird, ist er sich nicht sicher, ob die thailändische Regierung diese neue „Empfehlung“ nicht auf einen Termin nach dem 15. April legen wird.

„Im Moment sind im Ausland lebende Thais für den Staat eine Belastung, oder?“, sagte er. „Was hat es dann für einen Wert, ein thailändischer Staatsbürger zu sein?“

New York ist zum Epizentrum der Pandemie geworden, dort starben zwei Thais, ein Thai starb in Washington. Die USA sind inzwischen das am meisten betroffene Land mit der höchsten Infektionsrate und der höchsten Anzahl von täglichen Todesopfern.

„Jeder möchte wissen, wann das vorbei sein wird“, twitterte der Gouverneur von New York, Andrew Cuomo. „Die Wahrheit ist: Wir wissen es nicht. Niemand weiß das.“

Einige von Nicks Freunden sind Studenten, deren Kurse nun online stattfinden. Sie wollen zurück nach Thailand, um dort ihr Studium fortzusetzen.

„Die Nachrichten sind sehr beängstigend, ihre Eltern sind besorgt, die Zahl der Todesopfer steigt weiter. Sie wollen nach Hause, aber es ist sehr schwierig. Sie können keine Flugtickets kaufen“, sagte Nick. „Und in Amerika ist es nicht so einfach, einen Arzt aufzusuchen. Die Kliniken sind überfordert.“

Angesichts der vielen Patienten in New Yorker Krankenhäusern erscheint der Gedanke, sich an ein Hospital zu wenden, um ein „Fit to Fly“-Attest zu erhalten, nach Nicks Einschätzung geradezu lächerlich.

Die zunehmende Zurückhaltung der thailändischen Regierung, ihre Bürger nach Hause zu bringen, steht in krassem Gegensatz zu der „heldenhaften“ Wuhan-Rettung im Februar. Da hatte AirAsia einen Sonderflug nach Wuhan durchgeführt, um 138 Thais nach Thailand zurückzubringen. Der Flug wurde als „humanitäre Mission“ bezeichnet, und Gesundheitsminister Anutin Charnvirakul begrüßte die Rückkehrer persönlich am Flughafen U-Tapao.

Allerdings geschah auch das erst, nachdem die Bitte einer thailändischen Studentin auf Facebook viral geworden war. Ihre Kommilitonen, die wie sie an der Wuhan-Universität studierten und aus Japan, Indonesien und den USA stammten, waren von ihren jeweiligen Botschaften kontaktiert worden.

„Ich warte immer noch auf die Hilfe der thailändischen Regierung”, schrieb sie. „Ich warte voller Hoffnung.“

Nach einem nationalen Aufschrei wurde das Flugzeug innerhalb einer Woche gechartert.

Noch so einen Moment gab es für Thais im Ausland bislang nicht mehr. Die Regierung behauptet, dass die Flughäfen geöffnet sind und die Bürger zurückkehren können.

Post source : https://www.thaienquirer.com/10603/the-governments-request-to-delay-travel-has-thais-wondering-if-their-passport-is-worthless/

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