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Die anderen Covid-19-Opfer

Die anderen Covid-19-Opfer

Die anderen Covid-19-Opfer

Elefanten sind vom Hunger bedroht, weil keine Touristen mehr da sind.

Menschen sind nicht die einzigen Opfer des neuartigen Coronavirus. Tiere, die in Tierheimen und in der Obhut von Stiftungen leben, leiden ebenfalls unter der Krankheit.

Elefanten sind in Thailand ein starkes Touristenmagnet. Deshalb gehören sie jetzt zu den von der Pandemie am stärksten betroffenen Tieren, da in Gefangenschaft lebende Elefanten auf Einnahmen aus der Tourismusindustrie angewiesen sind.

Als immer weniger Touristen ins Land kamen und und ein Land nach dem anderen die Grenzen schloss, waren schon zu diesem Zeitpunkt die Aussichten für die Dickhäuter düster.

Die Auswirkungen der Pandemie wurden jedoch noch deutlicher, als die thailändische Regierung am 26. März den Notstand ausrief, womit über Thailand ein Lockdown, wenn auch nicht in verschärfter Form, verhängt wurde.

Elefanten-Camps in ganz Thailand mussten ihre Tore schließen, um der Notverordnung zu entsprechen.

„Mehrere gestrandete Touristen haben uns gefragt, ob sie sich freiwillig in unserem Camp melden können“, sagte Saengduean Chailert, Präsidentin und Gründerin des Elephant Nature Park, eines Rettungs- und Rehabilitationszentrums im Bezirk Mae Taeng in Chiang Mai, etwa 60 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt.

„Aber wir mussten sie abweisen, weil wir die Notverordnung der Regierung befolgen müssen, die risikoreiche Aktivitäten unterbindet und die Schließung von Veranstaltungsorten anordnet.“

Auf Tourismus angewiesen

Derzeit beherbergt das Camp insgesamt 87 Dickhäuter. Die Elefanten wurden aus grausamen Verhältnissen gerettet, so dass viele gebrechlich, körperlich behindert oder beides sind.

Vor dem Ausbruch der Pandemie war das Lager, das 1990 eröffnet wurde, bei ausländischen Touristen bliebt, die für längere Zeit die Nähe zu Elefanten suchten.

Touristen zahlten 12.000 Baht, um eine Woche im Camp zu verbringen und sich um die Elefanten zu kümmern. Die Einnahmen ermöglichten es der Stiftung, nicht nur für die Elefanten Sorge zu tragen, sondern sich auch um über 2000 andere gerettete Tiere zu kümmern, darunter Wildschweine, Pferde und Büffel.

Jeden Monat gibt die Stiftung über drei Millionen Baht für das Futter und die Gesundheitsversorgung der Tiere sowie für die Gehälter der Mitarbeiter aus. Während die Abwesenheit der Touristen zweifellos die Finanzen belastet, hat die Stiftung ihre Mitarbeiter nicht entlassen – alle 87 Mahouts arbeiten nach wie vor und werden bezahlt.

„Sie müssen jetzt härter arbeiten, da sie Gras und andere Pflanzen schneiden müssen, um die Elefanten zu füttern“, sagte Saengduan.

Saengdueans Camp machte kürzlich Schlagzeilen, weil sie auf ihrem Facebook-Konto einen Appell veröffentlicht hatte, in dem Farmer aufgefordert wurden, ihre landwirtschaftlichen Abfälle – darunter Bambusstreifen und Maisschalen – an das Camp zu liefern oder die Reste zur Abholung aufzuheben, damit die Elefanten gefüttert werden können.

Trotz des eskalierenden Coronavirus-Ausbruchs in Thailand waren viele Leute von Saengdueans Appell gerührt und spendeten.

„Wir wollten nie um Geld bitten, da wir wissen, wie schwer das allen fällt“, sagte sie. „Wir wollen nur einen Weg finden, unsere Elefanten zu füttern.“

Spendenbereitschaft

Kurz nach dem Appell kamen die Anrufe, und die Leute fragten, wann sie ihre Reste abholen könne oder wann sie ihre Mitarbeiter schicken könne, um Gras und Bambussträucher auf den Farmen zu schneiden, berichtete Saengduean.

Dann teilten die Mitarbeiter und Besucher des Camps ihren Facebook-Beitrag, um mehr Geld für die Ernährung der Elefanten zu sammeln, und es kamen noch mehr Spenden herein.

„Thais sind unglaublich“, sagte sie. „Sie helfen anderen immer, auch wenn sie es selbst schwer haben. Es gibt Leute da draußen, die selbst so wenig haben, aber 50 Baht haben sie übrig, die sie für die Fütterung der Tiere spenden. Es mag für uns nicht viel sein, aber 50 Baht sind eine Menge Geld für diejenigen, die direkt vom Abschwung betroffen sind.“

Bis heute wurden mehr als drei Millionen Baht gespendet, sagte sie und fügte hinzu, dass sich ihre Stiftung für Transparenz einsetzt und die Spendenbeträge steuerlich absetzbar sind.

Die Spenden werden nicht nur zur Deckung des Camp-Betriebes verwendet. Ein Teil des Geldes wird auch benutzt, um 892 anderen Elefanten zu helfen, die in 60 Camps im ganzen Land leben. Das Geld geht auch an Gemeinden, die sich für den Schutz von Elefanten einsetzen.

„Die wirtschaftlichen Auswirkungen von Covid-19 betreffen mindestens 2000 Elefanten im ganzen Land, die auf Einnahmen aus der Tourismusindustrie angewiesen sind“, sagte Saengduean. „Wenn sich die Pandemie hinzieht, werden Camps und Besitzer feststellen, dass es schwierig ist, Geld aufzutreiben, um die Elefanten zu füttern.“

Sie bemerkte, dass jeder Dickhäuter jeden Tag je nach seinem Gewicht zwischen 200 und 400 Kilogramm Pflanzen wie Gras, Bambus oder andere Kulturpflanzen frisst.

Nach konservativen Schätzungen der Elephants’ Fund Foundation belaufen sich die täglichen Kosten für die Fütterung eines Elefanten auf etwa 400 bis 600 Baht.

Unsichere Zukunft

Auch wenn die Pandemie eines Tages enden wird, sagte Saengduean, sei das Wohlergehen ihrer Elefanten auch durch die chronisch schlechte Luft in Chiang Mai bedroht.

Am 24. März registrierte die Luftqualitätsüberwachungsstation der Universität Chiang Mai einen Feinstaubwert von 925 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft. Das war der höchste jemals in Thailand gemessene Wert. Der Grenzwert liegt in Thailand bei 50 Mikrogramm, die Weltgesundheitsorganisation empfiehlt 25 Mikrogramm.

Saengduean sagte, dass die schlechte Luft nicht nur Elefanten zu schaffen mache. „Während der Waldbrandsaison haben viele Tiere Atemprobleme, insbesondere gebrechliche Hunde und Katzen“, sagte sie.

Post source : https://www.bangkokpost.com/thailand/special-reports/1888995/covid-19-claims-unlikely-victims

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