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Gefährlicher Smog

Gefährlicher Smog

Der Feinstaub regiert in Bangkok weiterhin, und die Regierung hat begonnen, zumindest darüber nachzudenken, ob an bestimmten Wochentagen Privatfahrzeuge mit einem Fahrverbot belegt werden. Das wäre eine umstrittene, doch erfolgreiche Maßnahme, die in vielen Großstädten der Welt praktiziert wird, um die Luftverschmutzung einzudämmen, schreibt Kolumnistin Sirinya Wattanasukchai.

Ich muss zugeben, dass ich von der Idee, die zufällig von einem Abgeordneten der Palang Pracharath Party und dem Umweltminister Ende Januar vorgeschlagen wurde, beinahe beeindruckt war.

Der Vorschlag, das wohl inzwischen chronische Problem an der Wurzel zu packen, klingt beinahe vernünftig. Es führt jedoch auch zu Fragen der Praktikabilität angesichts des heftigen Widerstands, den Pendler, die auf das Auto angewiesen sind, entfachen würden.

Eine von einem Lokalfernsehsender durchgeführte Online-Umfrage ergab, dass 62 Prozent von 20.000 Befragten die Idee ablehnten. In einer Stadt, in der die öffentlichen Busse ausgelastet, der öffentliche Bahnverkehr überteuert und das öffentliche Verkehrsnetz ineffizient ist, kann man ohne Auto nicht pendeln.

Obwohl es möglich ist, in Bangkok mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu pendeln, kann ich den Leuten nur ausdrücklich zustimmen, die meinen, dass dies das ohnehin schon schwere Leben der Pendler noch weiter erschweren wird, insbesondere bei denen, die am Stadtrand leben und deren Häuser nicht in der Nähe von Stadtbahnlinien stehen.

Gleichzeitig scheint die Regierung nicht aufhören zu können, die Bürger aufzufordern, uns zusammenzureißen und uns für die Bekämpfung der Luftverschmutzung zu engagieren.

Der Premierminister sagte, dass das Problem der Umweltverschmutzung nicht allein von der Regierung gelöst werden könne und dass jeder helfen müsse. Zumindest sollten sich die Menschen vor der Umweltverschmutzung schützen, indem sie eine Maske tragen, weil die Regierung „nicht verhindern kann, dass Leute Auto fahren, Fabriken Güter produzieren oder Farmer ihre Landwirtschaftsflächen abbrennen.“

Eine Bemerkung des Innenministers, wonach die Luftverschmutzungskrise eine „Naturkatastrophe“ sei, die sich aus dem Einsatz von Fahrzeugen, Bauarbeiten, Fabriken und offenem Abbrennen durch die Farmer ergebe, war ebenso absurd.

Obwohl die Bangkoker Stadtverwaltung (BMA) eine Reihe von Lösungen angeboten hat, bin ich mir nicht sicher, ob sie nützlich oder das Budget wert sind.

Im vergangenen Oktober kündigte die BMA an, dass sie für 2020 ein Budget für „Luftreinigung“ vorgesehen habe. Es ist geplant, etwa 50 Millionen Baht für sechs Wassersprühwagen und weitere 127 Millionen Baht für die Installation von 24 Luftreinigungstürmen zur Bekämpfung der Luftverschmutzung in stark überlasteten Gegenden Bangkoks wie Asok, Chatuchak und Victory Monument auszugeben. Aber die Abteilung für Umweltverschmutzung behauptete letztes Jahr, Bangkok benötige bis zu 16.000 Luftreinigungstürme, um die ganze Stadt zu reinigen. Stellen Sie sich das Budget und den Platzbedarf für diese Lösung vor.

Die Behörde forderte auch Privatpersonen und Unternehmen, darunter die Hochbahnbetreiberin BTS, und Hochhauseigentümer auf, Wasser zu sprühen, um die Feinstaubwerte zu senken.

Ich verstehe, dass wir dringend Lösungen brauchen, um die unmittelbaren Auswirkungen der Luftverschmutzung zu mildern. Aber sind der Staat und die BMA zu passiv und fordern die Menschen auf, sich selbst zu helfen, ohne langfristige Lösungen zu finden, die Abhilfe schaffen? Vergessen Sie nicht, dass wir Stadtmenschen schon lange unter diesem jährlichen Feinstaub leiden.

Ich verstehe auch, dass es in einem demokratischen Land wie Thailand für den Staat unmöglich ist, die Mitglieder der Gesellschaft anzuweisen, ihre Fahrzeuge zu Hause zu lassen und auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen. Ich bin mir jedoch sicher, dass der Staat Entscheidungen treffen kann, wie zum Beispiel ein bequemeres und effizienteres öffentliches Verkehrsnetz, um die Menschen zu ermutigen, das Fahren zumindest für einige Tage oder Wochen während einer Feinstaubkrise einzustellen.

Der Leiter der Abteilung für Umweltverschmutzung (PCD) hat ein Zeichen gesetzt, indem er sein Auto an einem Tag in der Woche stehen lässt, und seine Kollegen ermutigt, diesem Beispiel zu folgen.

Trotz wiederholter Forderung nach Kooperation der Autofahrer, weniger zu fahren, hat sich keiner der politischen Entscheidungsträger freiwillig bereit erklärt, dem Beispiel des PCD-Leiters zu folgen. Nicht einmal der Gouverneur von Bangkok, der Umweltminister oder der Premierminister. Ich bin mir sicher, dass die Autokolonne des Premierministers nicht kürzer wird.

Ich hoffe, dass wir in den nächsten Jahren nicht wieder von den „vorläufigen Versuchen“ der Regierung hören, die „Sofortlösungen“ anbietet, und gleichzeitig auffordert, dass wir unsere eigenen Atemmasken kaufen, um uns vor dem Smog zu schützen.

Ich hoffe, dass der Staat, insbesondere die BMA, ernsthafter gegen die Ursachen des Problems vorgeht, und nicht teure Projekte mit zweifelhaften Ergebnissen aus dem Hut zaubert.

Anstatt die Pendler aufzufordern, zu bestimmten Zeiten nicht mehr zu fahren, würde es nicht schaden, eine neue Flotte öffentlicher Busse zu kaufen, die U- und Hochbahnfahrpreise zu halbieren und den öffentlichen Nahverkehr insgesamt zu verbessern.

Anstatt Geld für Luftreiniger-Türme auszugeben, für Wasser sprühende Lastwagen (mit Diesel betrieben), und Projekte zu beginnen, die nichts anderes als Schlagzeilen produzieren – saubere Luft gehört jedenfalls nicht dazu, sollte die BMA Richtlinien implementieren, die möglicherweise eine langfristige Lösung für unsere schmutzige Luft darstellen.

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