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Studie: Was in Hotels am meisten geklaut wird!

Studie: Was in Hotels am meisten geklaut wird!

Es gibt doch wirklich Hotelgäste, die der Meinung sind, dass alles, was sich in ihrem Zimmer befindet, ihnen gehört. Dabei gilt das Mitnehmen von Seifen oder Stiften bei vielen Hotelgästen nur als Kavaliersdelikt. Manche Besucher sind so dreist, dass sie Fernseher, Klaviere oder sogar ausgestopfte Tiere aus dem Hotel tragen.

Das Ergebnis der Studie von Wellness Heaven: 77,5 Prozent der gestohlenen Gegenstände sind Handtücher, gefolgt von Bademänteln (65,1 Prozent), Kleiderbügeln (49,3 Prozent), Stiften (39,1 Prozent), Besteck (33,6 Prozent) und Kosmetik (32,8 Prozent). Deutlich seltener landen zum Beispiel Kunstwerke (20,2 Prozent), Decken (15,6 Prozent) und Tablet-PCs (12 Prozent) im Koffer. Aber damit hört der Klau nicht auf: Auch Föhne, Kaffeemaschinen, Fernsehgeräte und Telefone werden mitgenommen, und mancher schleppt sogar seine Matratze (4,2 Prozent) aus dem Hotelzimmer.

Das skurrilste Diebesgut

Badarmaturen: In hohem Maße handwerkliche Fähigkeiten mussten jene Gäste aufbringen, die sämtliche Badarmaturen entwendet haben, den Kopf einer Regendusche, eine Hydromassage-Dusche, einen Toilettensitz, ein Abflussrohr oder gleich ein ganzes Waschbecken, wie von einem Berliner Hotel berichtet wird.

Musikanlage: Ein Hotelbesitzer aus dem Sauerland berichtete davon, wie eines Morgens die gesamte Stereoanlage des Wellness-Bereichs verschwunden war: Langfinger haben offenbar über Nacht das gesamte Sound-Equipment abmontiert und als Gastgeschenk ins Auto verladen, bevor sie das Weite suchten.

Ein Piano: Ein Hotelier aus Italien: „Als ich einmal durch die Lobby lief, fiel mir auf, dass irgendetwas fehlte. Kurz darauf erfuhr ich, dass drei unbekannte Männer in Overalls das große Piano abtransportiert hatten. Es tauchte natürlich nie wieder auf.“

Jagdtrophäen: In einem Hotel in Frankreich wurde ein Gast bei dem Versuch erwischt, einen ausgestopften Wildschweinkopf zu stehlen. Später kam er doch noch zu seiner Trophäe: Freunde kauften dem Hotel das gute Stück ab und schenkten es ihm zur Hochzeit.

Komplettes Service: Ein Stammgast eines Hotels erbeutete ein ganzes Speiseservice. Regelmäßig über mehrere Monate ließ er immer wieder Teller, Tassen, Besteck und Gläser aus dem Hotelrestaurant mitgehen.

Diebische Vorlieben nach Nationalität

Wenn man die Delinquenten nach Nationalität gliedert, so ergibt sich ein differenzierteres Bild. Es stellt sich etwa heraus, dass der deutsche Hotelgast einem eher langweiligen Diebstahlverhalten folgt: Neben Handtüchern und Bademänteln lässt er in erster Linie Kosmetik mitgehen.

Bei den Österreichern geht es da schon viel genussorientierter zu: Geschirr und Kaffeemaschinen tauchen weit oben in der Diebstahlskala auf: vom korrekten Esswerkzeug und den Zubereitungsvarianten für den „kleinen Braunen“ kann man in der Alpenrepublik offenbar nicht genug zu Hause stehen haben.

Italiener bevorzugen Weingläser als Hotel-Souvenir, bei Schweizern rangiert hingegen der Haarföhn weit oben im Ranking. Der Franzose hingegen klaut schon etwas spektakulärer: Er vertritt die Nation, die mit Abstand am häufigsten Fernsehgeräte und Fernbedienungen mitgehen lässt.

Holländische Hotelgäste sehen in ihren Mitbringseln vor allem den praktischen Nutzen: Zu ihren Favoriten zählen Glühbirnen und Toilettenpapier.

5-Sterne-Hotelgäste bevorzugen teures Diebesgut

Insgesamt wurden 634 Hoteliers von 4-Sterne-Häusern sowie 523 von 5-Sterne-Hotels befragt, um das Diebesverhalten in Abhängigkeit vom Wohlstand der Gäste zu ermitteln. Dabei tritt Erstaunliches zutage: „Greed is good” scheint gerade bei betuchten 5-Sterne-Gästen ein zuverlässiges Motto zu sein.

So ist etwa die Wahrscheinlichkeit, dass hochwertige TV-Geräte aus dem Zimmer geklaut werden, bei Gästen im 5-Sterne-Segment 9-fach hö-
her als bei Reisenden in 4-Sterne-Hotels. Ebenso sind Kunstwerke in Luxushotels ein begehrtes Objekt der Begierde (5,5-mal höhere Diebstahl-Wahrscheinlichkeit!). Auch Tablet-PCs und Matratzen werden in 5-Sterne-Häusern häufiger entwendet.

4-Sterne-Gäste begnügen sich hingegen mit weniger spektakulären „Geschenken“: Handtücher und Kleiderbügel sind bei ihnen tendenziell beliebter als bei 5-Sterne-Gästen, praktische Utensilien wie Batterien und Fernbedienungen klaut der 4-Sterne-Hotelgast mit besonderer Wonne (3,1-mal bzw. 5,0-mal häufiger als der 5-Sterne-Reisende).

Methodik

Zur Methodik der Umfrage: Die Multiple-Choice-Antworten wurden randomisiert dargestellt, eine Mehrfachnennung war möglich. Insgesamt wurden 1.157 Antworten von Hoteliers ausgewertet, das Ergebnis kann damit als repräsentativ angesehen werden. Die 1.157 Hotels, deren Management an der Umfrage teilgenommen hat, befinden sich vorrangig in Europa, mit Schwerpunkten auf Deutschland, Österreich und Italien.

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