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Das mysteriöse Virus

Das mysteriöse Virus

Ein mysteriöses Virus aus China macht das Land und den Rest Asiens nervös. Es ist nicht SARS, also was ist es?

Chinesische Gesundheitsbehörden konnten den mysteriösen Virenstamm nicht identifizieren, der zu Lungenentzündung führt. Dutzende Menschen infizierten sich und Asien wurde dadurch in Alarmbereitschaft versetzt. Es wurde indes ausgeschlossen, dass es sich um die Rückkehr des tödlichen schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS) handelt. Eine Verwandtschaft mit SARS soll indes bestehen.

In der zentralchinesischen Stadt Wuhan wurden insgesamt 59 Fälle von unbekannter viraler Lungenentzündung gemeldet, bei denen sich sieben Patienten in einem kritischen Zustand befanden, teilte die Gesundheitskommission der Stadt Wuhan in einer Erklärung mit. Alle Patienten werden in Quarantäne behandelt, es wurden keine Todesfälle gemeldet.

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Symptom der Lungenentzündung hauptsächlich nur Fieber. Einige Patienten haben Atembeschwerden und Röntgenaufnahmen der Brust zeigen invasive Läsionen beider Lungen.

Der Ausbruch begann Ende Dezember 2019 und löste in China Befürchtungen aus, dass SARS wieder auftreten könnte, eine akute Viruserkrankung der Atemwege, die erstmals 2002 in China gemeldet wurde und eine Pandemie auslöste, die sich über Asien zog.

SARS verbreitete sich in 37 Ländern weltweit, infizierte von November 2002 bis Juli 2003 mehr als 8000 Personen, 774 Menschen starben. Die Krankheit wird durch ein Coronavirus ausgelöst. Zu den Symptomen zählen Fieber, Husten, starke Kopfschmerzen, Schwindel und andere grippeähnliche Beschwerden.

Inmitten wachsender Unruhe sagten die Wuhan-Behörden, sie hätten SARS, MERS (Middle East Respiratory Syndrome) und Vogelgrippe ausgeschlossen. Allerdings handelt es sich um ein Coronavirus.

Wenn nicht SARS, was ist es dann?

Nach Angaben der Gesundheitskommission von Wuhan brach die Infektion zwischen dem 12. und 29. Dezember 2019 aus, wobei einige der Patienten auf einem Fischmarkt in der Stadt beschäftigt waren.

Lokale Medien berichteten, dass der Markt – der seit dem 1. Januar wegen Desinfektion geschlossen ist – auch andere lebende Tiere, darunter Vögel, Kaninchen und Schlangen, verkaufte, was die Befürchtung weckte, dass das Virus von Tieren auf den Menschen übertragen worden sein könnte.

Professor David Hui Shucheong, ein Experte für Atemwege an der chinesischen Universität von Hongkong, sagte, es sei sehr wahrscheinlich, dass der Ausbruch durch eine „brand neue Viruspneumonie“ verursacht wurde.

Laut Hui wurden viele neue Krankheitserreger von Tieren auf den Menschen übertragen. Das Coronavirus, das SARS verursacht, wurde auf die Zibetkatze zurückgeführt, ein Wildtier, das in Teilen Südchinas, wo die Epidemie erstmals ausbrach, als Delikatesse angesehen wird. Und Dromedare werden als eine wahrscheinliche Quelle von MERS angesehen, sagte er.

Die Behörden gaben an, dass es bisher keine offensichtlichen Hinweise auf eine Übertragung von Mensch zu Mensch gab und dass keine Angehörigen des Gesundheitswesens infiziert wurden. Mindestens 163 Personen, die engen Kontakt zu den Infizierten hatten, wurden unter ärztliche Beobachtung gestellt.

Professor Leo Poon, Virologe an der Hong Kong University und SARS-Experte, sagte, die Schwere der bevorstehenden Situation hänge davon ab, ob die Lungenentzündung in Wuhan unter Menschen übertragen werden könne.

„Wenn es nur von Tieren auf Menschen übertragen wird, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen infiziert werden, gering, nachdem der Markt geschlossen und desinfiziert wurde“, sagte er.

Hui von der chinesischen Universität sagte allerdings, die Möglichkeit einer Übertragung von Mensch zu Mensch könne nicht ausgeschlossen werden.

„Meistens können Atemwegsviren unter Menschen übertragen werden. Es ist nur eine Frage der Ansteckung“, meinte er.

Asien verstärkt Screening Der aktuelle Ausbruch in Wuhan hat die asiatischen Regierungen aufmerksam gemacht. Sie beobachten die weitere Entwicklung aufmerksam und haben vorbeugende Maßnahmen wie die Überprüfung der Temperatur von Reisenden an Flughäfen und die Meldepflicht verschärft.

In Hongkong hatten nach Angaben der städtischen Krankenhausbehörde 21 Personen mit Fieber oder Atemwegserkrankungen, die aus Wuhan zurückgekehrt waren. Bislang ist niemand von ihnen mit der Lungenentzündung in Wuhan in Verbindung gebracht worden. Reisende, die aus Wuhan kommen, werden auch am Flughafen von Hongkong überprüft.

In Singapur müssen Reisende, die aus der chinesischen Stadt anreisen, nach Angaben des Gesundheitsministeriums ebenfalls eine Temperaturprüfung durchlaufen. Die Ärzte wurden alarmiert, um Verdachtsfälle einer Lungenentzündung bei Menschen zu suchen.

In Südkorea richteten die Zentren für die Kontrolle und Prävention von Krankheiten des Landes eine Quarantäne-Task Force ein und warnten die Besucher in Wuhan, weder wilde Tiere noch Geflügel zu berühren oder lokale Märkte zu besuchen.

Auch auf Thailands Flughäfen werden Reisende, die aus China kommen, überprüft..

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