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Kunden ohne Plastiktüten

Kunden ohne Plastiktüten

Die meisten Einzelhändler, mit Ausnahme einer großen Supermarktkette, geben seit Januar 2020 keine Plastiktüten mehr aus. Damit soll ein „grünes Jahr“ eingeläutet werden.

Kunden gaben an, sie würden sich an die vom Umweltministerium bereits im September letzten Jahres angekündigte große PlastiktütenKampagne anpassen. Fernsehsender wurden angewiesen, keine Bilder mehr von Plastiktüten zu zeigen. Es handelt sich dabei um den ehrgeizigen.

Versuch, Einwegkunststoffprodukte in einem Land einzudämmen, in dem die Umwelt mit massiven Mengen an Plastikabfällen belastet wird.

Siranee Kheedsoy, eine Shopperin in einem Bangkoker Big C, musste darauf warten, dass ihr Sohn einen Rucksack holte, damit sie die Waren in ihrem Einkaufswagen umpacken konnte. Die bekannten grünen Big-C-Plastiktüten waren nirgends zu sehen.

„Ich habe es in den Nachrichten gehört, aber ich habe vergessen, meine eigene Tragetasche mitzubringen, weil ich heute nichts kaufen wollte“, sagte die 44-jährige Mutter. „Ich habe Glück, dass mein Zuhause nicht weit von hier entfernt ist, aber ich mache mir Sorgen um andere, die die Artikel bereits gekauft haben, aber nicht wissen, wie sie die nach Hause transportieren sollen.“

Thailand hat wie Fidschi und Mexiko City am Neujahrstag das Verbot von Plastiktüten im Einzelhandel eingeführt. Wobei es sich technisch gesehen nicht um ein Verbot handelt, sondern um eine freiwillige Kampagne.

So haben mehr als 90 große Einzelhändler und Kunststoffhersteller das staatliche „Reduzierungsprogramm für Kunststoffe“ unterzeichnet. Das ist der erste Schritt zum vollständigen Verbot von Einweg-Plastiktüten im Jahr 2021.

Im Laufe des Jahres 2019 boten mehrere Einzelhändler kleinere, weniger aufwändige Maßnahmen zur Reduzierung des Plastikverbrauchs an, beispielsweise bekam man nur eine Tüte, wenn man symbolisch einen Baht zahlte oder die Kunden erhielten erst eine, wenn sie eine Plastiktüte verlangten.

Neue Norm

Im Big C wurden im Januar große Werbetafel aufgestellt, die die Käufer daran erinnert, dass Plastiktüten nicht mehr vorhanden sind. Es gab anfangs auch wiederverwendbare Plastiktüten für jeweils 19 Baht oder kostenlose Pappkartons (Bild oben) für diejenigen, die kein zusätzliches Geld in Tragetaschen investieren wollten.

Viele Käufer waren vorbereitet. Unter ihnen war der 28-jährige Tanapon Thanadarangkura, der mit seinem eigenen kleinen Rollkoffer kam.

Er sagte, er unterstütze das System, schlug aber vor, dass es eine bessere Lösung geben sollte, damit Verbraucher nicht die ganze Last zu tragen haben.

„Es ist eine gute Maßnahme, aber Einzelhändler sollten auch etwas tun, um den Kunden zu helfen“, sagte Tanapon. „Für mich ist es in Ordnung, wenn es keine Plastiktüten gibt. Ich glaube, es sollte mittelfristige Lösungen geben, wie zum Beispiel den Umstieg auf Papiertüten. Oder Kunden bezahlen, wenn sie eine Tüte wollen.“

Die allgegenwärtigen 7-Eleven-Läden gehen da weitaus flexibler vor. Kunden, die warme Speisen oder sperrige Gegenstände gekauft haben, erhalten weiterhin Plastiktüten. Wer eine Plastiktüte verlangt, bekommt eine. Die Geschäftsleitung verstehe, dass die Leute etwas Zeit brauchen, um sich anzupassen, erklärte eine Kassiererin.

Die beliebte Supermarktkette Tops setzte die Kampagne um. Die Käufer einer Bangkoker Filiale brachten entweder ihre eigenen Taschen mit, kauften wieder verwendbare Tragetaschen an der Kasse oder stopften Päckchen mit Crackern in ihre Hosentaschen.

Niran Tangjitmet, 40, war mit zwei grauen Tragetaschen bewaffnet, die er zuvor für drei Baht pro Stück bei Tops gekauft hatte.

„Ich wusste über die Maßnahme Bescheid, bevor sie eingeführt wurde, und so war ich vorbereitet“, sagte Niran. „Ich denke, es ist eine gute Idee, den Plastikverbrauch zu reduzieren. Ich habe sowieso so viele Plastiktüten zu Hause gestapelt.“

Das mag sein. Aber jetzt stapeln sich bei einigen die wieder verwendbaren Tragetaschen, weil sie immer eine kaufen, wenn sie eine der Gekauften vergessen haben.

Die Welt ging ganz sicher nicht unter, eine Umstellung ist es für viele aber schon.

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