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Kann denn Liebe Sünde sein

Kann denn Liebe Sünde sein

Diese Geschichte hat mit Pattaya eigentlich nicht viel zu tun.

Nur so viel, dass sie sich in Pattaya ereignet hat. Aber genau deshalb handelt es sich um eine Pattaya-Geschichte.

Es geht um einen Mann, den ich Albert nenne, und um eine Frau, sagen wir, sie heißt Lek.

Albert lernte Lek in Pattaya einem Restaurant kennen, in dem sie kellnert. Sie verdient dort 8000 Baht pro Monat und arbeitet etwa 15 Stunden täglich. Essen ist gratis, sie wohnt auch kostenlos in einem Zimmer, das zum Restaurant gehört. So gesehen, verdient sie gar nicht schlecht, weil sie keine Nebenkosten hat.

Albert ging gleich ran wie Hektor an die Buletten. Nachdem er dort zweimal zu Abend gegessen hatte, fragte er Lek sogleich, ob sie die Nacht bei ihm verbringen wolle. Da Pattaya nach wie vor Pattaya ist, war das gar kein Problem, möchte man sagen, weil sie sofort einverstanden war.

So lange Albert im Seebad weilte, übernachtete sie bei ihm. Er brachte sie jeden Morgen zur Arbeit. Mittags kam er auf ein Wasser vorbei, um nach dem Rechten zu sehen.

Manchmal kam er auch am frühen Nachmittag. Immer aber kam er abends zum Abendbrot. Dann wartete er auf ihren Dienstschluss, und dann gingen beide in sein Hotel.

Albert erklärte mir, ihm sei eine Kellnerin viel lieber als ein Bargirl, denn anständige Mädchen seien nicht solche, so Albert wörtlich „Luder“ wie die Frauen aus der Bar. Albert weiß aber nicht alles.

Das „Restaurant-Luder“ hat noch einen Freund, der kommt aus China. Immer wenn Albert nicht da war, stand der Chinese auf der Matte. Wenn Albert unverhofft auftauchte, zahlte der Chinese schnell und verschwand. Er wartete ebenso wie Lek auf Alberts Abfahrt, damit die beiden mal wieder eine gemeinsame Nacht verbringen konnten.

Eine typische Geschichte, wie Pattaya sie schrieb.

Post source : Axel Schönberger

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