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Anpassen oder sterben

Anpassen oder sterben

Das Image von Thailands beliebtestem Seebad als Stadt der Bars und Spielplatz für Erwachsene ändert sich, auch wen viele das nicht wahrhaben wollen.

Und wenn sich Barbesitzer der Realität verschließen und sich nicht anpassen, weil sie den Wandel nicht akzeptieren können, stehen sie vor der unvermeidlichen Pleite.

Wieder einmal wurde Damrongkiet Pinitkarn zitiert, der Sekretär des Verbandes der Unterhaltungs- und Tourismusindustrie in Pattaya. Er ist einer der wenigen, die unverblümt aussprechen, was viele denken, aber nicht laut zu sagen wagen.

Abgesehen vom indischen Markt, der boomt wie nie zuvor, wird ansonsten nur Trübsinn verbreitet. Die Touristenzahlen sanken nach Damrongkiets vorläufiger Schätzung letztes Jahr im Vergleich zum vorletzten Jahr um 40 Prozent. Die Touristen reisten zunehmend in konkurrierende Länder wie Vietnam, weil dort, so Damrongkiet, das Preis-Leistungs-Verhältnis noch stimme und die Besucher für ihr Geld mehr bekommen als in Pattaya.

Sogar die Chinesen, die immer noch nach Pattaya kommen – ohnehin waren sie nie großartige Bargänger –, meiden immer mehr normale Hotels und buchen lieber via Airbnb Zimmer oder Wohnungen in Condogebäuden. Eigentümer dieser Wohnungen sind meist Chinesen, die sich in Pattaya eingekauft haben.

Viele Besucher, auch andere Asiaten wie Südkoreaner, entscheiden sich dafür, Häuser und Poolvillen zu mieten und sich selbst zu versorgen, sagte Damrongkiet.

Die Aussichten für 2020 seien trübe, meinte Damrongkiet. Die Betreiber von Bierbars, Clubs und Diskotheken müssten sich neu erfinden oder sie würden untergehen, prophezeite er.

Es stellte eines klar: Pattaya als Zentrum des Nachtlebens gebe es nicht mehr. Es gebe einfach nicht mehr genügend Besucher, die das Nachtleben am Leben erhalten. Das Seebad ändere sein Image. Wer sich dagegen stelle, sei vom Aussterben bedroht.

Damrongkiet hofft, dass mit dem Ausbau des Eastern Economic Corridor, der Östlichen Wirtschaftssonderzone, auch die Touristen wieder zurückkehren.

Da Infrastrukturprojekte wie die Schnellbahn von Bangkok nach Pattaya oder ein besseres öffentliches Nahverkehrssystem (Stichwort Straßenbahn) gebaut werden sollen, bleibt abzuwarten, wie sich der Tourismus dann entwickelt und wie viele vom Tourismus abhängige Unternehmen in Pattaya überleben können, bis sich die Lage bessert.

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