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Was tun mit dem Baht?

Was tun mit dem Baht?

Der Finanzminister möchte zum richtigen Zeitpunkt Maßnahmen zur Eindämmung des weiteren Aufschungs der Währung ergreifen.

Die politischen Entscheidungsträger haben immer noch geld- und fiskalpolitischen Spielraum, um den starken Baht einzudämmen, und der wird gegebenenfalls genutzt, sagte Finanzminister Uttama Savanayana.

Zuständige Behörden haben die Baht-Frage eingehend erörtert, sagte er, aber es ist das Mandat der Bank of Thailand, sich darum zu kümmern.

Der Baht, der 2019 mit einem Plus von fast neun Prozent gegenüber dem US-Dollar die stärkste asiatische Währung war, kletterte im Handel vor Neu jahr über die Marke von 30, bevor er aufgrund von Spekulationen der thailändischen Zentralbank wieder leicht nachgab.

Der Baht sank Anfang des Jahres gegenüber dem Greenback um 0,8 Prozent.

Vachira Arromdee, stellvertretender Gouverneur der Zentralbank, sagte kürzlich, dass die Bank die Bewegung des Baht genau überwachen werde, während das Protokoll für die Sitzung des Ausschusses für Geldpolitik (MPC) am 18. Dezember 2019 zeigte, dass die Aufwertung des Baht gegenüber den Währungen der Handelspartner unverändert eine Hauptsorge sei.

Nachdem der MPC den Leitzins im vergangenen Jahr zweimal gesenkt hatte, der damit das Rekordtief von 1,25 Prozent erreichte, glaubt der Markt, dass die Geldpolitik weiter gelockert werden könnte – doch der Spielraum ist begrenzt.

Finanzminister Uttama sagte, die politischen Entscheidungsträger hätten Maßnahmen zur Eindämmung des im Steigflug befindlichen Baht nicht ausgeschlossen, sie sollten jedoch erst zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt werden.

„Wir können sowohl die Steuer- als auch die Geldpolitik anwenden, je nachdem, welche angemessen ist“, sagte er. „Wir reden immer miteinander, aber wir können nicht festlegen, welche Maßnahme verhängt wird, da sie eingehend geprüft werden muss. Jede Maßnahme hat sowohl negative als auch positive Auswirkungen.“

Die geplante Bildung von zwei Ausschüssen, einem beratenden Ausschuss für Finanzstabilitätspolitik und einem Währungsausschuss für Entwicklungspolitik, wird die Zustimmung des Kabinetts einholen. Die Minister oder der Gouverneur der Zentralbank werden den Vorsitz in den Ausschüssen führen.

Die Einrichtung der Ausschüsse wird ein Segen für das Land sein, da die zuständigen Behörden als Bühne für den Informationsaustausch und das Brainstorming dienen können, sagte Uttama und merkte an, dass auch andere Länder solche Ausschüsse haben.

Der Finanzminister sagte ferner, der steigende Wert des Baht sei mit Vor- und Nachteilen verbunden. Negativ sei, dass er den Exporten des Landes einen Schlag versetzt. Gleichzeitig sei positiv zu bewerten, dass er Investitionen zugute kommt und die Wettbewerbsfähigkeit in Bezug auf Maschinen, Technologie und Humanressourcen erhöht.

Uttama sagte, die Wirtschaft müsse strukturell umgestellt werden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Jetzt investieren Zwei staatliche Unternehmen – die Elektrizitätswerke (EGAT) und der Mineralölkonzern PTT – sollen unterdessen ihre Investitionspläne im In- und Ausland beschleunigen, um von dem starken Baht zu profitieren, sagte Energieminister Sontirat Sontijirawong.

„Ungefähr 36 Milliarden Baht wurden von der EGAT bereitgestellt und 100 Milliarden von der PTT, um die Wirtschaft des Landes im Jahr 2020 zu stärken“, sagte er.

Beide Unternehmen werden vom Energieministerium kontrolliert.

Die EGAT hat in den nächsten zehn Jahren Investitionen in Höhe von 600 Milliarden Baht für Kraftwerke und Überlandleitungen im ganzen Land vorgesehen.

Bei den meisten Großprojekten handelt es sich um Gaskraftwerke, während es sich bei neun Projekten um schwimmende Solarparks auf den Staudämmen der EGAT handelt, die jetzt Strom aus Wasserkraft erzeugen.

Der Schritt steht im Einklang mit dem neuesten nationalen Stromentwicklungsplan von 2018 bis 2037, der eine Quote festlegt, um die Stromerzeugungskapazität in den nächsten zehn Jahren um 5400 Megawatt zu erhöhen und gleichzeitig Hochspannungsübertragungsleitungen zu verbessern.

Was PTT begrifft, kündigte das Unternehmen an, bis 2023 vom vorläufigen Budget in Höhe von 188 Milliarden Baht, bis 2023 167 Milliarden Baht investieren zu wollen.

Etwa 61 Prozent des Gesamtbudgets entfallen auf Tochterunternehmen von PTT, 16 Prozent auf Erdöltransport und 14 Prozent auf nachgelagertes Erdöl- und Erdgasgeschäft. Die
restlichen neun Prozent sind für den Hauptsitz von PTT und andere bestimmt.

Energieminister Sontirat sagte, dass das Energie-für-alle-System – Energieprojekte in Gemeinschaftsbesitz – neue Investitionen aus dem öffentlichen Sektor und der Privatwirtschaft in Höhe von rund 100 Milliarden Baht für die Stromerzeugung von 700 MW im Zeitraum 2020-21 anzieht.

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