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Thailand vor der Rezession?

Thailand vor der Rezession?

Wir haben noch keine Rezession, aber wir stehen kurz davor, wenn wir das Wachstum von Quartal zu Quartal vergleichen. Im dritten Quartal waren es nur 0,1 Prozent, sagte KBank-Analyst Kobsidthi Silpachai.

Die thailändische Wirtschaft steht kurz vor einer Rezession, während der Baht stark bleiben wird, warnte der Finanzanalyst.

Kobsidthi ist Leiter der Abteilung Kapitalmarktforschung bei der Kasikorn Bank. Er sagte, es sei interessant zu sehen, ob sich das Wirtschaftswachstum in Thailand im vierten Quartal im Vergleich zum dritten weiter verlangsamt.

Die Wirtschaft wuchs im Jahresvergleich um 2,4 Prozent, das Wachstum im dritten Quartal betrug jedoch nur 0,1 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal.

Hätte der Rat für wirtschaftliche und soziale Entwicklung im zweiten Quartal das Wachstum nicht um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert, wäre das Wachstum im dritten Quartal gegenüber dem Vorquartal negativ ausgefallen, sagte Kobsidthi.

Er fügte hinzu, dass die Chance, dass die thailändische Wirtschaft 2020 in eine Rezession abgleite, bei 20 Prozent stünde, verglichen mit den 15 Prozent, die zuvor prognostiziert worden waren.

Die thailändische Konjunktur stand im vierten Quartal vor einer Herausforderung, sagte er. Zahlen über das vierte Quartalt bzw. das gesamte Jahr 2019 werden vermutlich Ende Januar oder Anfang Februar vorliegen.

Es wird erwartet, dass sich die Aufwertung des Baht auch 2020 weiter fortsetzt. Ein relativ hoher Leistungsbilanzüberschuss von schätzungsweise 30 Milliarden Dollar könnte den starken Baht in diesem Jahr weiter stärken, sagte er.

Die Fortsetzung des Handelskonflikts zwischen den USA und China wird auch dazu beitragen, dass der Baht weiterhin ein sicherer Hafen für ausländische Investoren bleibt.

Das Kasikorn-Forschungszentrum prognostiziert für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum von 2,7 Prozent, 0,1 Prozent weniger als in einer früheren Prognose.

Der Handelskonflikt zwischen den USA und China wird die thailändischen Exporte weiterhin beeinträchtigen, die in diesem Jahr voraussichtlich um zwei Prozent schrumpfen werden, verglichen mit einem Rückgang von geschätzt einem Prozent im letzten Jahr.

Es ist unwahrscheinlich, dass das verarbeitende Gewerbe und die Beschäftigung in diesem Jahr stark zunehmen werden.

Staatliche Ausgaben und Konjunkturpakete können die Wirtschaft kurzfristig stützen, aber keine höhere Wachstumsrate bewirken, warnte Kobsidthi.

Die Zahl der ausländischen Touristen wird aufgrund der globalen Konjunkturabkühlung nur geringfügig zunehmen. Angesichts der schwachen Wirtschaft Chinas wird erwartet, dass Peking im nächsten Jahr den Inlandstourismus fördern wird, was letztendlich zu einem Rückgang der chinesischen Besucher in Thailand führt, bemerkte er.

Es sei zudem unwahrscheinlich, dass die thailändische Zentralbank den Leitzins aufgrund des begrenzten Geldraums nochmals senkt, sagte Kobsidthi. „Die derzeitige Rate von 1,25 Prozent ist ein historisches Tief, und eine weitere Senkung würde den Aufstieg des Baht nicht bremsen.“

Die Zentralbank werde in diesem Jahr erheblichem Druck ausgesetzt sein, etwas für die Konjunktur zu tun, sagte er.

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