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Schwarz oder weiß

Schwarz oder weiß

In Thailand gibt es mitunter keine Grautöne, oft keine Grauzonen. Die Dinge sind entweder schwarz oder weiß. Indes wird diese Denkweise selten so deutlich wie bei der Plastiktüte.

Erst bekam man jahrzehntelang beim Einkauf von einem Dutzend Sachen ein halbes Dutzend Plastiktüten (diese Darstellung ist etwas übertrieben), und dann wird die Plastiktüte von heute auf morgen gänzlich abgeschafft, ja, sie soll sogar verboten werden.

Man hätte auf die Idee kommen können, wie es beispielsweise in Deutschland der Fall ist, dass man an der Kasse eine kaufen kann, wenn man es möchte. Wenn Kunden für diese doch recht minderwertigen thailändischen Plastiktüten zehn Baht bezahlen müssen, werden sie es sich schon überlegen, ob sie ihren Einkauf um 120 Baht verteuern, wenn sie mit zwölf Tüten nach Hause gehen.

Bislang sind Plastiktüten noch nicht verboten. Doch die marktbeherrschenden Unternehmen geben seit dem 1. Januar keine mehr aus. Das Verbot für Plastiktüten wird in zwei Jahren eingeführt.

Bis Ende dieses Jahres sollen Mikrokügelchen, Kappendichtungen und oxo-abbaubarer Kunststoff verboten werden.

Im kommenden Jahr sollen Plastiktüten dann komplett verboten werden. Schwarz oder weiß: Wie man Thailand kennt, wird dann vielleicht sogar der Besitz von Plastiktüten strafbar.

Ausschließen will man inzwischen nichts mehr.

Ein Regierungssprecher rief die Bevölkerung dazu auf, sich auf die Umstellung vorzubereiten.

2022 soll es zudem keine Plastikstrohhalme, Plastiktassen oder -teller und auch keine Styroporbehälter für den Essenstransport mehr geben.

Wenn ich aus einem Bericht zitieren darf:

„Die Verbote zielen darauf ab, Plastikmüll in seinen schädlichsten Erscheinungsformen zu reduzieren, nämlich Styropor und kleine Plastikgegenstände, die sich in Partikel zersetzen.

In der Luft befindliche Mikroplastikpartikel flogen laut einer Studie mit 400 Partikeln pro Minute über einen abgelegenen Berggipfel in den Pyrenäen, während Styroporschaum die längste Halbwertszeit aller gebräuchlichen Kunststoffe aufweist.

Supant Mongkolsuthree, Vorsitzender der Föderation der thailändischen Industrie (FTI), die Teil der öffentlich-privaten Partnerschaft zum Verbot von Kunststoffen ist, hat die Regierung dazu ermutigt, mehr in Recyclingtechnologie zu investieren, insbesondere in Bezug auf Stromherstellung auf Abfall.

‚Bisher haben wir uns hauptsächlich auf Mülldeponien verlassen, da dies der günstigste Weg ist, um Abfälle zu entsorgen‘, sagte Supont. ‚Aber auch Abfalltechnologien sind besser und billiger geworden. Ihre Effektivität bei der Abfallbewirtschaftung ist hoch und kann in vielen Bereichen erweitert werden.

Er erinnerte daran, dass Regierung und Industrie zwar eine große Rolle bei der Abfallentsorgung spielen, die Verbraucher jedoch ebenfalls eine große Verantwortung dafür tragen, dass ihre Kinder in einem abfallfreien Thailand aufwachsen.

‚Die Verbraucher müssen ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten‘, sagte der FTI-Vorsitzende. ‚Für kleine Anbieter sind Plastiktüten und behälter immer noch die kostengünstigste Wahl. Die Verbraucher müssen Nein sagen, damit diese Unternehmen erkennen, dass sie keine andere Wahl haben, als sich anzupassen.

Wenn sich dieses Komplettverbot bis nach Deutschland herumspricht, wird es dort wohl auch keine Plastiktüten mehr geben. Ich will die Umweltverschmutzung keinesfalls verharmlosen, aber ich habe immer das Gefühl, dass sich Politiker oder sogenannte „Aktivisten“ einen einzigen Gegner heraussuchen, der dann dran glauben muss.

Wurde die Sau durchs Dorf getrieben, kommt die nächste Sau an die Reihe. Über die erste Sau spricht dann niemand mehr.

Was wurde in Deutschland für ein Brimborium um den Feinstaub gemacht. Da hört man überhaupt nichts mehr.

Dann die nächste Sau: Stickoxid. Willkürlich wurden irgendwelche Grenzwerte festgesetzt, die einen Raucher würde man diese Werte annehmen – sofort töten würden. Der könnte vor lauter Stickoxid nicht einmal in Ruhe eine Zigarette zu Ende paffen bevor er das Zeitliche segnet.

Auch da hört man so gar nichts mehr. Aber nun gut, immerhin wurde der Diesel (fälschlicherweise) als Hauptverursacher für Feinstaub und Stickoxid ausgemacht, und der Buhmann so gut wie getötet. Die deutsche Automobilindustrie liegt in den letzten Zügen.

Der größte Buhmann der Nation, um nicht zu sagen der Welt, ist zurzeit allerdings Kohlendioxid. Wie hoch sind denn die Kohlendioxid-Werte? Bei Umfragen stellt sich immer wieder heraus, dass es kaum einer weiß.

Die „4“ hilft hier weiter. Zweimal ist es vier und einmal die Hälfte von vier.

Der Anteil von Kohlendioxid in der Atmosphäre beträgt 0,04 Prozent.

Der Anteil des Menschen gemachten Kohlendioxids an diesen 0,04 Prozent beträgt vier Prozent, das heißt in anderen Worten, 96 Prozent des Kohlendioxids sind natürlichen Ursprungs.

Der Anteil Deutschlands an den vier Prozent des Menschen gemachten Kohlendioxids beträgt zwei Prozent, das heißt, 98 Prozent (von den vier Prozent der 0,04 Prozent) werden von anderen Ländern produziert.

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