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Müll im Nationalpark

Müll im Nationalpark

Der Tod eines Hirsches im Nationalpark Khun Sathan in der Provinz Nan unterstreicht die wachsende Notwendigkeit eines Plastikwirtschaftsplans in den Schutzgebieten des Landes.

Der Kadaver des armen Tieres, ungefähr zehn Jahre alt, wurde Ende letzten Jahres gefunden. Der Hirsch hatte dasselbe Schicksal erlitten wie Marium, das acht Monate alte verwaiste Dugong Baby, das Anfang August 2019 einer Infektion erlag, die durch die Aufnahme von Plastikmüll verstärkt worden war.

Marium befand sich in einer Meeresschutzzone in der Provinz Trang. Vor dem vorzeitigen Tod des kleinen Dugongs wurde ein Pilotwal tot an der Küste von Songkhla gefunden. Der Wal hatte acht Kilogramm Plastikmüll im Magen. Leider gibt es ständig ähnlich traurige Vorfälle.

Eine Autopsie des Hirsches ergab, dass er anscheinend an sieben Kilogramm Plastikmüll verendet ist. Plastiktüten sowie Plastikverpackungen für Fertignudeln, Kaffee usw. gehörten zu den Abfällen, die vom Hirsch gefressen worden waren.

Dieser Hirsch war jedoch nicht das erste Tier, das auf diese Weise starb. Im Jahr 2016 berichtete Thai PBS, dass ein Hirsch mit Plastikmüll im Magen tot aufgefunden wurde.

In einer fast sofortigen Reaktion in diesem Fall beschuldigte der Umweltminister, Varawut Silpa-archa, Leute, die Plastik verwenden, nicht aber Kunststoff selbst, für den Tod des Hirschen verantwortlich zu sein.

Er präsentierte gleichzeitig eine Lösung: Parkbeamte verteilen schwarze Mülltüten an die Besucher, die darin ihren Müll sammeln. Die Besucher sind verpflichtet, diese Müllbeutel nach Verlassen des Nationalparks an die Ranger zurückzugeben.

Der Minister schlug die Maßnahme sogleich nach dem Tod des Hirsches vor. Die Umwelt soll geschützt und ein Einkommen generiert werden, weil der Park den von den Besuchern zurückgelassenen Müll sortieren wird und verkaufen kann.

Trotz dieser schnellen Reaktion wird das nicht ausreichen.

Der Tod des Hirsches hat einen schlimmen Verdacht aufkommen lassen. Eigentlich ist es schon seit August 2018 nicht mehr erlaubt, dass Besucher Plastiktüten in Parks mitnehmen. Offenbar ist das kaum oder sogar überhaupt nicht kontrolliert worden.

Im Rahmen der Anti-Plastik-Initiative, die am 12. August 2018 ins Leben gerufen wurde, hoffte die Nationalparkbehörde, den Verbrauch von Plastiktüten um drei Millionen Stück zu senken und damit auch den Müll, den Thais leider und das ist kein Vorurteil einfach zu gerne in der freien Natur verteilen.

Im Rahmen der Maßnahme sollten die Besucher am Eingang eine Einkaufstaschen ausleihen, dort ihren Müll hineinpacken und beim Verlassen zurückgeben. Was ist daraus geworden?

Offenbar nichts, wenn nun zum zweiten Mal Plastiktüten in Nationalparks verboten wurden. Nächste Frage: Was wird aus diesem erneuten Verbot?

Einige aus dem Magen des Hirsches entnommene Gegenstände wie Gummihandschuhe können als Müll angesehen werden, der keinem Touristen gehört. Bei diesem Müll handelt es sich wahrscheinlich um Abfälle, die vom Verwaltungsbüro des Parks oder von nahe gelegenen Gemeinden stammen. Darüber hinaus wiesen die Parkbehörden Spekulationen zurück, wonach sich das Tier von der Mülldeponie des Parks bedient haben könnte.

Man argumentierte, dass die Müllhalde durch einen Zaun abgesperrt sei, und daher sei auszuschließen, dass Wildtiere in das Gebiet eingedrungen seien. In jedem Fall müssen die Behörden in einem solchen Fall die Maßnahmen zur Abfallvermeidung in ihrem eigenen Gebiet verschärfen.

Der Vorschlag des Ministers läuft Gefahr, erneut zum Flop zu werden, wenn die Parkbeamten nicht auf den Müll achten und nicht verkaufbare Gegenstände in der Umwelt entsorgen. Die Nationalparkbehörde hat hier die Verantwortung und muss die Anstrengungen verstärken, damit Abfälle nicht zu Todesfallen für Wildtiere werden.

Es ist an der Zeit, dass die Parkbehörden eine Null-Plastikmüll-Richtlinie einführen, deren Umsetzung sie ernst meinen. Eine solche Politik sollte alle Parkbesucher dazu ermutigen, umweltbewusst zu handeln. Statt Pappbechern nimmt man Porzellantassen oder Gläser mit. Statt Styroporschachteln gibt es wieder verwendbare Plastikboxen.

Dadurch wird vermieden, dass kleine Päckchen oder Plastikbeutel weggeworfen werden, die Tiere möglicherweise für Futter halten.

Es sollte die Regel sein, dass alle Parkbesucher ihren Müll beim Verlassen des Parks zurückbringen und keinen Müll zurücklassen. Jeder, der einen Park besucht, sollte lernen, auf Bequemlichkeit zu verzichten, da diese für die Natur zur Belastung werden kann. Das ist vielleicht für einige schwierig, aber nicht unmöglich.

In der Tat können solche Maßnahmen durch Bildung erreicht werden. Ausflüge in einen Nationalpark oder in ein Naturschutzgebiet sollten immer umweltfreundlich sein, und das ist eine Botschaft, die alle Besucher lernen müssen. Darüber hinaus sollte sich der Umweltminister bewusst sein, dass im Umgang mit Plastikabfällen mehr als nur konventionelle Ansätze erforderlich sind. Ein neuer Ansatz kann Wildtiere und Parks retten.

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