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Das Masernproblem

Das Masernproblem

Erkältungskrankheiten und die Grippe können sich schnell ausbreiten, wenn eine Person erkrankt ist, aber nun gibt es ein ganz neues Problem: Nachdem die Masern fast ausgerottet waren, sind sie wieder auf dem Vormarsch.

Auf Anfrage der Regierung von Samoa schickte das US-amerikanische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (CDC) sofort Experten auf die Inseln. Dort sind nach einem Masernausbruch 2.437 Personen erkrankt 32, zumeist Kinder, starben an dem Virus.

Laut CDC leistet dieses technische Unterstützung bei der Verfolgung und Überwachung von Fällen und Impfkampagnen. Die Impfraten in Samoa gehören zu den niedrigsten der Welt, das Land war zudem ein Ziel von Anti-Impf-Aktivisten.

Der Masernausbruch begann am 16. Oktober und breitet sich nach wie vor mit beispielloser Schwere schnell auf der ganzen Insel aus, teilten CDC-Beamte mit. Kinder unter fünf Jahren machen fast die Hälfte aller Fälle aus.
Auch andere Länder in Südost-asien werden von den Masern heimgesucht. Auf den Philippinen so sehr, dass überlastete Kranken-häuser Patienten auf Parkplätzen betreuten.

Ungeimpfte philippinische Reisende brachten die Krankheit nach Neu-seeland, von wo aus sie nach Samoa eingeschleppt wurde. Dann brachten Reisende sie aus Samoa wieder zurück nach Neuseeland. Die Viren wurden im gesamten pazifischen Raum ausgesät.

Laut Unicef berichteten 98 Länder von einer Zunahme der Masernfälle, und das bereits im Jahr 2018. Masern sind eine hoch ansteckende Viruser-krankung, die sich als lebensbedrohlich erweisen kann. Die Viren sind in der Luft und verteilen sich über die winzigen Tröpfchen, die aus Nase und Mund ausgeatmet werden, wenn eine infizierte Person hustet oder niest.

Mit nur einem Husten kann eine infizierte Person neun von zehn Personen innerhalb von zwei Stunden anstecken.

Eine erkrankte Person kann bis zu vier Tage das Virus verbreiten, ohne dass zuvor Symptome aufgetreten sind. Nach diesen Symptomen, der für Masern typische Ausschlag, ist ein Erkrankter noch drei bis vier Tage ansteckend.

Wenn Schulkinder den ganzen Tag zusammen spielen oder im Klassen-zimmer sind, können sich die Viren in der Luft unglaublich leicht aus-breiten. Bislang hat die Tatsache, dass genügend Kinder geimpft wurden, ausgereicht, das Virus in Schach zu halten.

Doch wegen einer steigenden Zahl von Impfgegnern und der Tatsache, dass immer mehr Leute reisen oder sich in überfüllten Räumen wie Schulen, Universitäten, Flughäfen etc. aufhalten, steigt die Zahl der Erkrankungen wieder an. Vor allem in den USA, Frankreich und Neuseeland, aber auch in Thailand sind die Masern wieder auf dem Vormarsch.

Alle Leute, die nicht zwei Dosen des Impfstoffs MMR erhalten haben, gelten als gefährdet. Bei Kindern ist das Impfschema denk-bar einfach: Es handelts sich nur um zwei Injektionen des kom-binierten MMR-Impfstoffs (Masern-Mumps-Röteln). Die erste Dosis wird im Alter von einem Jahr und die zweite Dosis im Alter von vier bis sechs Jahren verabreicht.

Kinderkrankheiten sind für Erwachsene, die diese nicht hatten und keine Abwehrkörper gebildet haben, besonders gefährlich. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass sich Erwachsene ebenfalls im-pfen lassen.

Masern betreffen vor allem junge Menschen im Alter zwischen 20 und 40 Jahren und treten in dieser Altersgruppe häufig auf.

Es ist auch möglich, sich durch eine einmalige Impfung zu schützen, wenn man sich nicht mehr daran erinnern kann, ob man Masern hatte oder dagegen geimpft wurde.

Für diese Leute wäre es am einfachsten, sich impfen zu lassen. Hier sollte allerdings betont werden, dass durch Labortests festgestellt werden kann, welche Kinderkrankheiten man schon hatte.

Zögern sollte man auf keinen Fall.

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