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Südostasiens stärkste Währung

Südostasiens stärkste Währung

Thailand versucht, das Sechsjahreshoch des Baht zu beenden, da die Stärke der Währung die lokale Produktion und den Tourismus bedroht.

Die thailändische Zentralbank hat den Leitzins gesenkt und die Kapitalkon trollen gelockert, um die in diesem Jahr am besten abschneidende Währung Asiens zu bändigen.

Das ist ein Treppenwitz für ein Land, das nach dem Zusammenbruch seiner Währung das Epizentrum der asiatischen Finanzkrise von 1997 wurde.

Aufgrund seiner relativ soliden Basisdaten ist Thailand nun ein sicherer südostasiatischer Hafen für Kapitalanlagen. Das hat zu einer immer härteren Währung geführt, durch die die thailändischen Exporte auf dem Weltmarkt an Wettbewerbsfähig verlieren und das Land für ausländische Urlauber immer teurer wird. Nach der Senkung des Leitzinses notierte der Baht immer noch etwas über 30 gegenüber dem US-Dollar. Er veränderte sich kaum, gab Anfang November nur um 0,4 Prozent nach. Dennoch begrüßte das der Gouverneur der Zentralbank, was Spekulationen freien Raum lässt, wie der Baht wohl stünde, wenn der Leitzins nicht auf 1,25 Prozent – ein Allzeittief – gesenkt worden wäre. Seit dem 8. November ist es auch einfacher, Gelder aus Thailand ins Ausland zu transferieren. Analysten haben jedoch Zweifel an der Fähigkeit dieser Maßnahmen geäußert, den Baht entsprechend zu entlasten. Es legte in diesem Jahr um rund sieben Prozent zu, was den größten Gewinn aller aufstrebenden asiatischen Währungen darstellt.

„Es ist sehr wahrscheinlich, dass der Baht stark bleibt“, sagte Kota Hira-yama, Senior Economist bei SMBC Nikko Securities, und verwies auf den hohen Leistungsbilanzüberschuss in Thailand.

Die Lockerungsmaßnahmen könnten amerikanische Vorwürfe der Wäh- rungsmanipulation in einer Zeit nach sich ziehen, in der die Devisen politik benachbarter südostasiatischer Staaten unter US-amerikanischer Kontrolle steht.

Sollte die Zentralbank zu starke Maßnahmen einleiten, um den Baht absichtlich zu schwächen, könnte dies US-Sanktionen gegen Thailand als Währungsmanipulator auslösen. In seinem halbjährlichen Devisenbericht vom Mai hat das US-Finanzministerium die Nachbarländer Singapur, Malaysia und Vietnam auf seine „Überwachungsliste“ der Handelspartner gesetzt, da deren Währungspraktiken Aufmerksamkeit erregten.

Seit seiner Rolle als Epizentrum der asiatischen Finanzkrise 1997 hat Thailand daran gearbeitet, Änderungen im Steuerwesen durchzusetzen. Die Staatsverschuldung gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP) liegt bei etwa 40 Prozent – weit unter den Nachbarn wie Malaysia und Vietnam, deren Verschuldung als gefährlich eingestuft wird.

Thailand weist auch einen großen Leistungsbilanzüberschuss auf, der zu einem großen Teil durch Exporte und Tourismus erzielt wird, was 50 Prozent bzw. 20 Prozent des BIP entspricht.
Die Devisenreserven belaufen sich auf rund 220 Milliarden US-Dollar, was ungefähr der doppelten Summe der Philippinen oder Indonesien entspricht.

Aber die Stärke des Baht hat wichtige Industrieexporte wie Automobile und Elektronik beeinträchtigt. Die Exportwerte für Januar bis November gingen gegenüber dem Vorjahr um rund zwei Prozent zurück, was teilweise auch auf den Handelskrieg zwischen den USA und China zurückzuführen ist. Der starke Baht verteuert auch das Reisen in Thailand. Das Ministerium für Tourismus und Sport hat seine Prognose für die Anzahl ausländischer Touristen für dieses Jahr von 40,2 Millionen auf 39,8 Millionen Besucher gesenkt.

Die Lockerung der Kapitalkontrollen durch die Zentralbank kommt sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen zugute. Für Privatanleger, die ins Ausland ziehen oder die Verwandte im Ausland haben, wurden die Beschränkungen für den Transfer von Geldern nach Übersee aufgehoben. Privatanleger können bis zu 200.000 Dollar pro Jahr direkt in ausländische Wertpapiere investieren, ohne einen thailändischen Intermediär zu beauftragen.

Exporteure mit einem Erlös von weniger als 200.000 Dollar pro Fracht können diesen Erlös auch ohne zeitliche Begrenzung in Fremdwährung behalten. Es wird erwartet, dass die Beseitigung der Notwendigkeit, Erlöse in Baht umzuwandeln, den Aufwärtsdruck auf die Währung lindern wird. Die Maßnahme unterscheidet Thailand von vielen südostasiatischen Nachbarn, die nur über begrenzte Kapitalabflüsse verfügen, um ihre Währungen stabil zu halten.

Die Lockerung folgt nach einem Schritt im Juli, der darauf abzielte, einen Mittelzufluss für Baht-Spekulationen zu bekämpfen. Die Bank von Thailand hat die Einlagen und das Depotguthaben von Ausländern auf 200 Millionen Baht pro Person begrenzt, zuvor waren es 300 Millionen Baht gewesen.

Diese Maßnahme verhinderte jedoch nicht, dass der Baht immer härter wurde.
Im Jahr 2018 stieg der Handelsüberschuss Thailands im Vergleich zu den USA auf 19 Milliarden US-Dollar. Bis etwa 2017 intervenierte die Bank of Thailand nach Bedarf, um den Wert des Baht zu deckeln. Aber die zunehmende Kontrolle der Trump-Regierung über wahrgenommene Manipulatoren hat solche Maßnahmen riskant gemacht.

Washington hat bereits begonnen, den Druck auf Bangkok zu erhöhen. Im vergangenen Monat teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten mit, dass eine Reihe von Thailand aus eingeführten Produkten ab April 2020 vom Status des Vorzugstarifs ausgenommen wird. In der Ankündigung wurde darauf hingewiesen, dass die Rechte der Arbeitnehmer nicht in ausreichen- dem Maße gewahrt werden, doch einige sehen dies als Mittel zur Verringe- rung des Handelsdefizits an.

Boonsithi Chokwatana, Vorsitzender des thailändischen Konglomerats Saha Group, sagte, dass der Baht zur Aufrechterhaltung der Exporte im Bereich von 32 bis 34 gegenüber dem Dollar gehandelt werden sollte.

Die thailändische Handelskammer sagte, dass die Stärke des Baht das Land 200 Milliarden bis 300 Milliarden Baht an Exporteinnahmen koste, ein schwerer Schlag für die Volkswirtschaft.

Andererseits verschafft der starke Baht den thailändischen Unternehmen einen Vorteil bei Investitionen in Übersee und könnte die starke Abhän- gigkeit des Landes von Exporten verlagern.

Charoen Pokphand Foods, das größte Lebensmittelunternehmen des Landes und Betreiberin der Supermarktkette 7-Eleven, wird in diesem Jahr 30 Milliarden Baht in den Ausbau von Auslandsstandorten investieren und plant, in den nächsten drei bis fünf Jahren den Umsatz im Ausland von derzeit 72 Prozent auf 75 Prozent seines Gesamtumsatzes zu steigern.

Post source : https://forum.thaivisa.com/topic/1133757-thailand-fights-against-its-own-currencys-success/

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