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Kinder und Jugendliche in den Sozialen Medien

Kinder und Jugendliche in den Sozialen Medien

Viele Onlineaktivitäten dürfen bereits die Jüngsten ohne Aufsicht wahrnehmen: 20 Prozent der Erst bis Viertklässler nutzen beispielsweise Messenger Dienste ohne elterlichen Schulterblick, 51 % der Siebt bis Zehntklässler kontaktieren Freunde in den Sozialen Medien unbeaufsichtigt. Das sind die Ergebnisse einer Onlineumfrage im Auftrag des BSI, bei der 1.000 Eltern von Kindern im Alter von 6 bis 17 Jahren befragt wurden.

Bei aller Selbstständigkeit sollten Eltern jedoch für die Orientierung ihres Nachwuchses sorgen, denn bei der Internetnutzung sind Kinder und Jugendliche den gleichen Gefahren ausgesetzt wie Erwachsene. Laut Umfrage sind die meisten Eltern mit ihren Kindern im Gespräch und legen Verhaltensregeln fest oder sprechen über Schutzmaßnahmen. Am häufigsten geht es um zu hohe In -App Käufe (66 %), gefolgt von ungeeigneten Inhalten (60 %). Allerdings spricht nicht einmal die Hälfte der Befragten mit ihren Kindern über Spam bzw. Betrüger-Mails (47 %), Schadprogramme (45 %) und E-Mail-Account-Sicherheit (29 %).

Jugendliche dürfen sich grade in den sozialen Netzwerken oftmals selbstständig bewegen: 78 Prozent aller 14- bis 17 Jährigen nutzen diese ohne Aufsicht. Jedoch werden die Plattformen immer wieder von Cyberkriminellen dazu benutzt, persönliche Daten abzugreifen, Schadprogramme zu verbreiten oder Betrüger-Nachrichten zu versenden.

Spam und Phishing
Sobald Kinder eine eigene E-Mail-Adresse nutzen, sich ein Profil in einem sozialen Netzwerk anlegen oder Nachrichten über Messenger austauschen, wird es nicht lange dauern, bis sie zum ersten Mal mit Spam oder betrügerischen Phishing-Nachrichten konfrontiert werden. Unerwünscht zugesandte Nachrichten werden generell als Spam bezeichnet. Er lässt sich grob in drei Formen unterteilen: Klassischer Spam wird häufig für Werbung genutzt. Mit einem Schadprogramm versehener Spam soll die Systeme der Empfänger infizieren. Dies kann direkt durch das Anklicken eines Dateianhangs oder eines Links erfolgen, der auf ein Schadprogramm oder eine infizierte Webseite verweist. Zuletzt gibt es noch das sogenannte Phishing. Diese Betrüger-Nachrichten zielen darauf ab, dem Empfänger persönliche und sensible Daten zu entlocken.

Schadprogramme
Zwar liegt die Einrichtung von Sicherheitswerkzeugen wie einer Firewall und einem Antivirenprogramm auf dem Familien-PC in der Verantwortung der Eltern, dennoch ist es wichtig, Kinder frühzeitig über die Gefahren von Schadsoftware aufzuklären. Besonders die jungen Nutzerinnen und Nutzer lassen sich schnell verleiten, Symbole und Links anzuklicken, die Spannendes versprechen, und tappen so in die Falle von Cyberkriminellen.

Durch das Öffnen infizierter E-Mails oder anderer elektronischer Nachrichten, aber auch alleine durch den Besuch von Webseiten können Computer mit bösartigen Programmen wie Viren, Würmern oder Trojanern infiziert werden.

Persönliche Daten
Egal ob peinliche Fotos, lästige Spitznamen oder gar Telefonnummern: Was einmal gepostet ist, vergisst das Internet nicht. Kinder sollten deswegen früh lernen, dass sie keine Kontrolle mehr über alle Informationen haben, die sie einmal im Netz geteilt haben. Selbst die Nutzung von Apps und Onlinespielen hinterlässt Spuren. Die Frage, welche Daten von welchen Anbietern wie genutzt werden, ist nicht immer einfach zu beantworten und fällt selbst Erwachsenen schwer. Deswegen lohnt es sich, bei jeder Onlineanwendung darüber nachzudenken, bevor sie genutzt wird.

Teure Downloads
Viele Apps bieten mittlerweile die Möglichkeit von In-App-Käufen. So können zunächst kostenfreie Apps schnell zur Kostenfallen werden. Auch beim Herunterladen beispielsweise von Klingeltönen oder Musikdateien können überraschend hohe Kosten entstehen.

Ungeeignete Inhalte
Neben vielen nützlichen Inhalten sind im Internet insbesondere für Kinder auch ungeeignete Inhalte nur einen Mausklick weit entfernt. Gewaltverherrlichende Onlinespiele, rassistische oder pornografische Äußerungen und Darstellungen sind nur einige Beispiele. Selbst in vermeintlich harmlosen Onlinediensten wie Messengern und Sozialen Medien lauern Risiken: Immer wieder gibt es auch Menschen, die mithilfe falscher Profile ihre wahre Identität verbergen und auf diese Weise versuchen, mit Kindern in Kontakt zu kommen.

Cybermobbing
Der Begriff Cybermobbing steht für verschiedene Formen der Diffamierung, Belästigung, Bedrängung und Nötigung anderer Menschen oder Organisationen über das Internet, zum Beispiel über E-Mail, Messaging oder Soziale Medien. Laut der JIM-Studie von 2018 ist ein Drittel der befragten Jugendlichen bereits mit Cybermobbing in Berührung gekommen und hat mitbekommen, wie jemand online fertiggemacht wurde.

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