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Hospital der Katzen

Hospital der Katzen

Es gibt einen alten Roman des polnischen Schriftstellers Stanislaw Lem, der heißt Hospital der Verklärung. In diesem Krankenhaus bin ich aber nicht gelandet, sondern im „Hospital der Katzen“. Und das kam so.

Meine Schwiegermutter hatte einen Schlaganfall. Ihr Zustand war wegen einer halbseitigen Lähmung ernst. Meine Frau und ich fuhren daher sogleich nach Khon Kaen, um uns um die Mutter meiner Frau zu kümmern.

Das Krankenhaus lag etwas außerhalb der Stadt, irgendwo in der Provinz. Viel war dort nicht, eigentlich gar nichts. Die einzig gute Nachricht ist wohl, dass die Patienten nichts bezahlen müssen, weil sie durch die 30-Baht-Krankenversicherung abgedeckt sind. Das heißt, sie müssen einmalig 30 Baht bezahlen.

Allerdings bekommen sie dafür nicht viel Service, im Grunde überhaupt keinen. Sicherlich kam ab und zu mal der Arzt vorbei, aber rankenschwestern ließen sich nicht blicken. Alles musste selbst organisiert werden. Wirklich alles. Daher schlafen die Verwandten auch unter oder neben den Krankenbetten. Ich hatte davon gehört, jetzt habe ich es mit eigenen Augen gesehen.

Stellen Sie sich einen großen Saal mit unzähligen Betten vor, alle belegt. Neben und unter den Betten „wohnen“ die Angehörigen, die sich um die Patienten kümmern und sie mit Lebensmitteln versorgen, weil es im Krankenhaus nichts zu essen gibt.

Und dann kamen sie immer, die Katzen. Es gab so viele, viele Katzen in diesem Saal. Ich weiß nicht, woher die kamen oder was die da machten außer Fressen abstauben. Natürlich wurden sie gefüttert. Was die ganzen Katzen mit Hygiene zu tun haben sollen, die im Krankenhaus eigentlich herrschen sollte, weiß ich auch nicht so recht.

Diese Katzen hinterließen bei mir jedenfalls einen bleibenden Eindruck.

Das Essen in dem Ort war lausig. Selbst meine Frau musste das zugeben. Wenn wir etwas bestellten – mai pet / nicht scharf  wurde das Gericht mit einer Art Salzsäuresoße übergossen.

Ich glaube, ich habe in der Zeit ein paar Kilo abgenommen.

Kaum war ich zurück, musste ich erst einmal einen fetten Superburger und eine leckere Cola bestellen.

Post source : Gustav Tietz

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