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Das Ende der Welt und das Ende des Monats

Das Ende der Welt und  das Ende des Monats

Das Thunberg-Phänomen ist nichts anderes als eine apokalyptische Religion für Reiche, die sonst nichts zu tun haben.

„Sie haben meine Träume und meine Kindheit mit Ihren leeren Worten gestohlen“, sagte sie.

Wie könnte man hierauf korrekt reagieren? Ist es (a) Geh in dein Zimmer und reg dich ab oder ist es (b) Verzeih mir, ich mache es wieder gut, dein Papa und ich werden die Zivilisation auf einen neuen Weg bringen, weil wir einer 16-jährigen Schulabbrecherin alles glauben, was sie sagt.

Wenn Sie Ihren Namen in der Zeitung lesen oder in die Fernsehnachrichten kommen wollen und von Klimakultisten wegen Ihrer Meinung nicht gemobbt werden wollen, dann müssen Sie sich selbstverständlich entschuldigen. Huldigen sie der Heiligen Greta, die wohl die radikalste UNO-Debütantin seit Yassir Arafat war ja, der Bombenleger und Erfinder von Flugzeugentführungen hat den Friedensnobelpreis bekommen. Das blieb uns nun erspart.

Die Emissionen, die man riechen kann, sind nicht Kohlenstoff, sondern Methan. Wenn man sich das Filmmaterial von der UNO genau ansieht: Greta beugt sich aufgeregt vor, als US-Präsident Donald Trump die Bühne betritt. Es ist fast so, als würde sie erwarten, dass er dasselbe tut wie jeder andere und ihren Segen sucht, wie die britischen Parlamentarier, die für sie den „Klimanotstand“ ausgerufen haben (was immer das sein soll) oder Jean-Claude Juncker, der scheidende nicht gewählte EU-Präsident, der ihre Hand küsste, als sie nach Brüssel kam. Doch Trump beachtete sie überhaupt nicht, er hat offensichtlich wichtigere Dinge zu tun, als ihren Ring zu küssen, als ob sie die neue Päpstin sei.

Daraufhin warf Greta dem US-Präsidenten einen vernichtenden Blick zu. Gäbe es die Redewendung „Wenn Blicke töten könnten“ nicht schon, wäre sie an dieser Stelle erfunden worden.

Die Akklamation von Greta Thunberg ist ebenso zutiefst irrational wie der Kult der Reinigung und Erlösung, für den sie plädiert puritanisch in den autoritären Forderungen, lasziv in der Schmerzempfindlichkeit.

Das Eindringen dieser Art von subreligiösen Themen in die Politik ist immer ein schlechtes Zeichen. Es zeigt, dass wir uns in einer Umweltkrise befinden und die Welt untergeht. Aber welche Umwelt und welche Welt? Die sterbende Umwelt steht für die freiheitliche demokratische Ordnung, in der wir leben. Die Welt, deren Ende bevorsteht, ist politisch: die Post1945-Ordnung, angeführt von den Vereinigten Staaten. Die Form des Protests der Heiligen Greta ist jedem Schüler und Studenten vertraut, der sich mit dem Mittelalter befasst hat.

Da gab es die Kinderkreuzzüge und auch Jeanne d’Arc. Der Inhalt ihres Protests war nichts anderes als narzisstischer Terror.

„Wir stehen am Beginn eines Massensterbens und alles, worüber Sie sprechen können, sind Geld und Märchen von ewigem Wirtschaftswachstum“, sagte Greta.

Der Umweltschutz ist für reiche Weiße, und das Leben ohne Religion auch. „Die Augen aller zukünftigen Generationen sind auf Sie gerichtet“, drohte Greta. „Und wenn Sie uns im Stich lassen, werden wir Ihnen niemals vergeben.“

Das visionäre Kind spricht für jede ungeborene Generation. Sie weiß, was die Zukunft bringen wird, und wer gerettet und wer erlöst wird.

Die Wurzel allen Übels sehen die Anhänger des KlimaKults im weißen Mann. Der ist an allem Schuld. Auch an den „Nebenwirkungen“ des Wirtschaftswachstums. Daher soll sich die Welt wohl dem Kapitalismus den Rücken kehren und den Sozialismus willkommen heißen. Die Mangelwirtschaft im Sozialismus wird dann schon alles regeln. Wenn es nichts gibt, kann dieses „Nichts“ auch nicht die Umwelt verpesten. Offenbar die Logik der Klimakultisten?

Dass aber die Bevölkerungsexplosion auch eine Rolle spielt, das mögen diese Leute nicht so gern sehen. Es geht da eigentlich überhaupt nicht um den weißen Mann, sondern
um ganz andere Männer.

Zum Schluss sei noch angemerkt, dass normale Leute all das wenig tangiert. Die Gesellschaft ist gespalten. Auf der einen Seite die Reichen und Wohlhabenden des grün-urbanen Bürgertums das genügend Zeit und Geld hat, um sich um den Weltuntergang zu sorgen, und auf der anderen Seite diejenigen, die sich wie der französische Autor Christophe Guilly so treffend formulierte sich nicht so viele Gedanken über das Ende Welt machen, sondern eher über das Ende des Monats.

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