Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner
Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Danke für die Elefanten, aber wir haben Dampf

Mai 1 @ 08:00 - Juni 30 @ 17:00

Veranstaltung Navigation

Danke für die Elefanten - aber wir haben Dampf

Der Elefant ist Thailands Nationaltier, daher ist es nur natürlich, dass König Mongkut 1861 den USA im Wege der guten Freundschaft zwischen beiden Ländern ein paar Dickhäuter zukommen lassen wollte.

Präsident Abraham Lincoln, der darüber geschmunzelt haben dürfte und Erleichterung fand, weil er einmal nicht an den amerikanischen Bürgerkrieg denken musste, lehnte höflich ab und meinte, sein Land benutze Dampfmaschinen, da habe man keine Verwendung für Arbeitstiere.

Im Rahmen der Feierlichkeiten zur 200-jährigen Freundschaft der beiden Länder zeigt die US-Botschaft in Bangkok auf dem Gelände des Grand Palace historische Geschenke, die zwischen den beiden Ländern ausgetauscht wurden.

Dazu gehört der erste offizielle Brief zwischen beiden Ländern, der 1818 von einem thailändischen Diplomaten an Präsident James Monroe geschickt wurde – die Dokumente umfassen zwei Jahrhunderte, und es gibt auch spektakuläre Kunstobjekte und Porträts zu sehen.

Dann ist da noch die Elefantengeschichte, auch sie ist Teil der Ausstellung von Dokumenten.

1861 offerierte König Mongkut in einem Schreiben, zwei Elefanten in den USA zu bringen, nachdem er hörte, dass in Amerika keine Elefanten vorkommen. Mit dem Brief überreichte er drei Geschenke: ein Schwert und eine Scheide, eine Fotografie des Königs mit einer seiner Töchter und ein beeindruckendes Paar Elefantenstoßzähne.

Er adressierte den Brief an den Präsidenten James Buchanan „oder wer auch immer Präsident wird“.

Lincoln war bereits Präsident, als der Brief ein Jahr später eintraf. Er antwortete und sprach den König simpel mit „Großer und Guter Freund“ an.

Das Angebot bezüglich der beiden Elefanten enthielt auch ein paar Einzelheiten. Mongkut führte aus, dass die Elefanten in Amerika losgelassen werden sollen, damit sich diese vermehren und den Kontinent besiedeln können. Aber Thailand – damals noch Siam – habe keine großen Schiffe, mit denen die Elefanten nach Übersee transportiert werden könnten, hieß es in dem Brief.

Weiter heißt es, dass, falls der Präsident und der Kongress einverstanden wären, könnten die USA ein großes Schiff schicken, das mit Heu und anderen für Elefanten geeigneten Nahrungsmittel beladen werden müsste. Ferner sollten Tanks mit frischem Wasser vorhanden sein, und die Elefanten sollten in den Ställen stehen oder sich hinlegen können. Dann wäre Siam bereit, junge Bullen und junge Kühe bereitzustellen, und jeweils ein Paar nach Amerika zu schicken.

König Mongkut führte in seinem Schreiben weiterhin aus, dass Elefanten nicht direkt der Sonne ausgesetzt werden sollten und sie auch die Kälte nicht vertragen. Sie sollten keinesfalls in Gefangenschaft gehalten werden, sondern sogleich in die freie Wildbahn in einen Dschungel gebracht werden.

„Wenn diese Voraussetzungen erfüllt werden können, dann vertrauen wir darauf, dass die Elefanten sich auf dem Kontinent Amerika vermehren und verbreiten“, steht in dem Brief.
Tongthong Chandransu, Experte für die thailändische Monarchie, sagte, das Angebot, Elefanten nach Amerika zu schicken, enthülle, dass König Mongkut dabei helfen wollte, die jungen Vereinigten Staaten aufzubauen.

„Man muss dabei bedenken, dass Elefanten vor 200 Jahren ein wichtiges Transportmittel waren und uns viel bei der Arbeit halfen, nicht zu erwähnen eine Kriegswaffe, aber sie bauten auch Häuser und Städte auf“, sagte Tongthong.

Der immer pragmatische Lincoln wies das Angebot zurück. Er wollte nicht, dass wilde Elefanten durch die amerikanischen Wälder laufen und wies darauf hin, dass die nördlichen Breiten der Vermehrung von Elefanten nicht dienten. Er fügte hinzu, dass „Dampf auf dem Land und auf den Gewässern unsere beste und effizienteste Art des Transports“ sei.

Die Ausstellung ist im Bangkoker Queen Sirikit Museum of Textiles im Grand Palace an der Na Phra Lan Road noch bis zum 30. Juni zu sehen.

Details

Beginn:
Mai 1 @ 08:00
Ende:
Juni 30 @ 17:00
Veranstaltungskategorien:
,