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Zwei große Tragödien – Titanic und Wilhelm Gustloff

Zwei große Tragödien – Titanic und Wilhelm Gustloff

Lieber Leser, die Schlemmertage und das Abfeiern von Weihnachten und Neujahr sind endlich vorbei. Schon wieder ist ein neues Jahr angebrochen, und es versteht sich von selbst, dass ich allen ein tolles und vor allem friedliches 2017 wünsche.

Das alte Jahr hatte uns eine ganze Menge an Überraschungen und Katastrophen beschert. Schreckliche Bilder aus Kriegsregionen, Flugzeugabstürze, Bombenterror, Todesfälle beliebter Filmschauspieler, rechter Pöbel, Ausraster von Asylanten, Ausstieg der Engländer und elegante US-Wahlen.

Die Jungfernfahrt der Titanic

Normalerweise schaut man voller Hoffnung und Zuversicht in ein neues Jahr, hofft, dass alles besser wird und der dringend benötigte Lottogewinn endlich kommt. Da habe ich mir überlegt, was passt am besten als Artikel zum neuen Jahr und da ist mir spontan „Titanic“ eingefallen.

Erinnern Sie sich noch? Die Titanic war großartiger Filmstoff für eine tragische Schnulze und wird als größtes Schiffsunglück genannt, was allerdings nicht ganz stimmt. Die Titanic wurde in Belfast gebaut und war am 2. April 1912 fertig.

Das damals größte Schiff der Welt, mit 269 Metern Länge und einem Gewicht von 52.300 Tonnen, 28 Meter Breite und mit fast 11 Metern Tiefgang war ein wahrer Gigant der Meere. 2.400 Passagiere, davon 750 in der ersten Klasse und 897 Mann Besatzung. Das Schiff sollte auf der Route Southampton–Cherbourg–Queenstown–New York, New York–Plymouth–Cherbourg–Southampton eingesetzt werden und völlig neue Maßstäbe setzen, in Puncto Geschwindigkeit (21 Knoten) Komfort und Zuverlässigkeit. Daraus ist aber leider nichts geworden.

Auf ihrer Jungfernfahrt kollidierte die Titanic am 14. April 1912 gegen 23:40 Uhr etwa 300 Seemeilen südöstlich von Neufundland seitlich mit einem Eisberg und sank zwei Stunden und 40 Minuten später im Nordatlantik.

Obwohl für die Evakuierung mehr als zwei Stunden Zeit zur Verfügung standen, starben von den 2.200 an Bord befindlichen Passagieren und Besatzungsmitgliedern 1.514. Zu wenig Rettungsboote und die unglaublich dilettantische Belegung dieser Boote mit fast ausschließlich Passagieren der ersten Klasse waren die Hauptursache. Kapitän Edward John Smith war so im Schock gefangen, dass er sich nicht um Maßnahmen zur Rettung kümmerte. Er starb auf der Brücke.

Es stellte sich heraus, dass die Titanic zu schnell durch gefährliches Gewässer gefahren war, dass in den Rettungsbooten nur Platz für etwa die Hälfte der Passagiere und Mannschaften war, und dass die SS Californian, die dem Unglücksort am nächsten war, nicht zur Hilfe kommen konnte, weil ihr Bordfunker dienstfrei hatte und schlafen gegangen war.
Der Untergang der Wilhelm Gustloff

Restauriertes Beiboot der Wilhelm Gustloff

Noch tragischer war ein ganz anderes Schiffsunglück. Die Wilhelm Gustloff, immerhin auch 206 Meter lang, wurde am 30. Januar 1945 durch ein russisches U-Boot versenkt. Die Wilhelm Gustloff war zwar für Kreuzfahrten konzipiert, doch bei der Konstruktion hatte man von Anfang an auch eine Nutzung als Hospitalschiff berücksichtigt. So waren alle Aufzüge für Krankenbetten ausgelegt und in den Kabinen gab es eine komplette Verrohrung für die Sauerstoffversorgung. Das Schiff war auf 417 Besatzungsmitglieder und 1.463 Passagiere ausgelegt.

Am 30. Januar 1945 – genau am 12. Jahrestag der Machtergreifung Hitlers – legte sie gegen 13:10 Uhr mit schätzungsweise 5.000 bis über 10.000 Menschen an Bord in Gotenhafen ab. Die genaue Anzahl der Passagiere und Besatzungsmitglieder ließ sich nie mit letzter Sicherheit feststellen, da ihre Flucht übereilt erfolgte.

Nach Angaben eines Einschiffungsoffiziers 50 Jahre später, wurden offiziell 7.956 Menschen registriert, nach Ende der offiziellen Zählung drängten aber noch ungefähr 2.500 weitere Passagiere an Bord. Insgesamt dürften sich also auf der Wilhelm Gustloff rund 10.300 Menschen befunden haben. Etwa 8.800 Zivilisten, davon eine große Zahl Kinder, sowie etwa 1.500 Angehörige der Wehrmacht, darunter 162 Verwundete, rund 340 Marinehelferinnen und 918 Marinesoldaten der 2. U-Boot-Lehrdivision, die von Kiel aus erneut in den Kriegseinsatz gehen sollten.

Auf der Höhe von Stolpmünde wurde die Wilhelm Gustloff gegen 21 Uhr von dem sowjetischen U-Boot S-13 gesichtet. Um 21:16 Uhr ließ dessen Kommandant, Alexander Iwanowitsch Marinesko, aus etwa 700 Metern Entfernung vier Torpedos abschießen. Ein Torpedo klemmte, drei trafen die Wilhelm Gustloff am Bug, unter dem E-Deck und im Maschinenraum. Nach etwas mehr als einer Stunde, gegen 22:15 Uhr, sank das Schiff etwa 23 Seemeilen von der pommerschen Küste entfernt.

Wenn die geschätzte Zahl von mehr als 9.000 Toten zutrifft, wäre der Untergang der Wilhelm Gustloff die bis heute größte Katastrophe der Seefahrtgeschichte bezogen auf ein einzelnes Schiff.

Aber zurück zum neuen Jahr 2017, es wird natürlich alles besser, Herr Trump macht Amerika wieder groß, Herr Putin hilft ihm dabei und in Frankreich und Deutschland haben die „Rechten Populisten“ keine Chance.

Ich gebe nicht auf und Euch auch 2017 unterhalten.

Euer Herby

herby

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