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Zu wenig Beamte: Personalnotstand in Düsseldorf

In der letzten HALLO-Ausgabe wurde darüber berichtet, dass es zukünftig zu Engpässen im öffentlichen Dienst kommen könnte, weil zu wenige Beamte ausgebildet werden. Dieses Zukunftsszenario ist in Düsseldorf schon Wirklichkeit.

Bei einem Behördengang müssen Düsseldorfer Bürger viel Geduld mitbringen, denn beim Standesamt oder im Gesundheitsamt, in der Kfz-Zulassungsstelle oder bei der Bauaufsicht gibt es personelle Engpässe.

Die Bürger von Düsseldorf könnten manchmal denken, dass sie nicht in der Rheinmetropole leben, sondern in der Provinz, in der die Einnahmen gering und die Schulden hoch sind. Dort werden in der Nacht Straßenlaternen ausgeschaltet, Bibliotheken abgeschafft und Schwimmbäder geschlossen.

In Düsseldorf gibt es Schlangen vor der Kfz-Zulassungsstelle, Eltern müssen drei Monate auf Geburtsurkunde und Elterngeldbewilligung warten. Investitionswillige bekommen erst nach langer Wartezeit eine Baugenehmigung, die vorgeschriebene Schuleingangsuntersuchung fand erst viele Wochen nach Schulbeginn statt.

All das sind keine Einzelfälle. Die Stadt ist im Vergleich zwar finanziell gut ausgestattet, hat aber ein strukturelles Problem bei der Verwaltung. Eine Mitarbeiterin des Personalrates erklärte, in der Stadt gebe es 1.000 unbesetzte Stellen. Manche Stellen würden bis zu einem Jahr nicht wiederbesetzt. Damit sollen 30 Millionen Euro an Gehältern gespart werden.

Dass sich kurzfristig etwas ändern muss, ist auch Oberbürgermeister Thomas Geisel nicht entgangen. Er sagte, dass es ärgerliche Engpässe gebe, und man nicht ausschließlich am Personal sparen sollte. Eine Organisationsreform soll ab 2015 zu mehr Effizient führen.

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