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Zebrastreifen und Ampeln

Zebrastreifen und Ampeln

Die Behörden von Pattaya teilten mit, dass die Ampeln vor den Zebrastreifen auf der Beach Road und der Second Road wieder funktionieren. Das Problem bestünde nur darin, dass Auto- und Motorradfahrer weder etwas mit Rotlicht noch mit Zebrastreifen anfangen können bzw. wollen.

Bereits Ende März wurde stolz verkündet, dass die viel gescholtenen Ampeln an den Zebrastreifen alle wieder funktionieren – zumindest in touristischen Vierteln, und das sind laut Definition der Verkehrsbeamten die Beach und Second Road.

In Betrieb sind demnach 17 der 42 Fußgängerampeln, die vor acht Jahren zunächst an der Beach Road im Rahmen eines Projektes errichtet wurden, das 29 Millionen Baht kostete.

Letztes Jahr, vor der International Fleet Show, ließ die Stadt die Fußgängerampeln zumindest auf der Beach und Second Road reparieren, damit, wie es von offizieller Seite hieß, die vielen Ausländer, die die Stadt besuchten, diese in einem guten Licht sahen. Ampeln, die nicht an diesen beiden Straßen stehen wurden allerdings ignoriert und sind nach wie vor kaputt.

Der Direktor der Verkehrsbehörde, Anuwat Thongkham, wies auf ein weiteres Problem hin: In 60 bis 70 Prozent der Fälle halten Autos und Motorräder nicht vor roten Fußgängerampeln. Fahrzeuge, die schnell fahren, sowieso nicht.

Er erkannte eine Mitschuld bei der Polizei von Pattaya, weil solche Verkehrsdelikte nicht geahndet wurden. Da Fahrer wissen, dass ihnen hier nichts passieren kann, geben sie erst recht Gas, wenn sie auf eine rote Ampel zufahren.

Die Grünphase für Fußgänger beträgt 20 Sekunden, und es empfiehlt sich aus vorgenannten Gründen, den Verkehr bei der Überquerung der Straße auf einem Zebrastreifen genau im Auge zu behalten. Keinesfalls sollten sich Fußgänger auf einem Zebrastreifen in falscher Sicherheit wiegen, denn dann werden Zebrastreifen in Thailand Todesfallen.

Das wissen Thais sehr genau, daher wird jetzt mit einer Kampagne dafür geworben, dass Fahrzeugführer, die Fußgänger auf Zebrastreifen anfahren, für drei Monate ins Gefängnis gehen oder 5.000 Baht Geldstrafe zahlen müssen.

Die Anti-Trink-Stiftung rief die Kampagne zusammen mit dem Kulturministerium ins Leben. Ein Monat Gefängnis und 1.000 Baht Geldstrafe seien nicht genug, wenn es auf einem Zebrastreifen zum Unfall kommt. Es sollten schon drei Monate Haft und/oder 5.000 Baht Strafe sein, argumentieren die Kampagnenführer.

In Bangkok stieg die Anzahl der Unfälle auf Zebrastreifen stark an: 1.621 Unfälle gab es 2016, im Jahr davor waren es 615. Das ist eine Steigerung von 163 Prozent. Fuhren Thais früher wie die Henker scheinen sie jetzt wie die allerletzten Henker zu fahren.

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